Am kommenden 4. Juni würde der bayrische Grantler seinen 125. Geburtstag feiern. Allemal Grund genug für den Sender, dem berühmten Landessohn eine ganze Nacht zu widmen.
Valentin, der seine Karriere auf der Bühne als Musikclown begann, entdeckt schön früh die Möglichkeiten des Mediums Film und drehte seine ersten Kurzhumoresken 1913. Seiner absurden Sprachakrobatik verdanken wir solch wunderbaren Weisheiten wie „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.“ oder Selbsterkenntnisse wie „Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut“.
Gezeigt werden zwei Spielfilme (beide mit Liesl Karlstadt) und zwei Features seiner Kurzfilme. Die Nacht startet um 21.45 Uhr mit „Donner, Blitz und Sonnenschein“ (Regie: Erich Engels) von 1936, in dem Valentin als armer Schneidermeister Huckebein mit dem reichen Bauern Greizinger im Dauerstreit liegt.
Um 23.10 folgen dann der erste Teil der „Valentinaden“. Zu sehen sein werden die absurden Possen „In der Apotheke“, „Der Zithervirtuose“, „Im Photoatelier“, „Theaterbesuch“, „Im Schallplattenladen“ und „So ein Theater“ aus den 30er- und 40er-Jahren.
Um 0.45 wird dann in der Komödie „Kirschen in Nachbars Garten“ (Regie: Erich Engels) von 1935 mit schelmischem Humor gestritten, denn der störrische Gärtner Valentin löst einen aberwitzigen Nachbarschaftskrieg aus.
Ab 2.10 Uhr gibt es dann nochmal ein Potporri mit Kurzfilmen: „Der Feuerwehrtrompeter“, „Das verhängnisvolle Geigensolo“, „Musik zu zweien“, „Beim Rechtsanwalt“, „Die karierte Weste“, „Beim Nervenarzt oder kalte Füße“, „Es knallt“, „Karl Valentin und Liesl Karlstadt auf der Oktoberfestwiese“, „Mysterien eines Frisiersalons“, „Der neue Schreibtisch“ und „Karl Valentins Hochzeit“. /jpr