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Editorials : ­Die slashCAM Highlights 2018 - welche Kamera und welche Technik hat uns 2018 begeistert?

von Do, 20.Dezember 2018 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Vollformat ist die neue Referenz
  APS-C und MFT: Allrounder in der Videopraxis und 10 Bit intern
  Blackmagic Davinci Resolve 15: Die schnellste Softwareentwicklung am Markt
  Atomos Ninja V: Endlich ein 5“ Monitorrecorder für 4K
  GoPro Hero 7 Black & iPhone XS: Die beste Stabilisierung 2018
  Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K - Indie Preiskracher
  Zhiyun Crane 3 Lab, Moza Air X und DJI Ronin-S: Monster-Gimbal
  Sachtler Flowtech100
  LaCie 2big Dock Thunderbolt 3 - zuverlässiger, mobiler Videospeicher
  Und 2019?

Pünktlich zum Jahresende präsentieren wir die slashCAM Highlights 2018. Welche Kameras und welche Software haben uns in 2018 begeistert, worüber haben wir vor allem diskutiert, was hat uns überrascht und welche Entwicklung war relevant?



Vollformat ist die neue Referenz



Vollformat ist mit aller Kraft dabei, die neue Referenz im Bewegtbildbereich zu werden und dies umso machtvoller, als die Entwicklung hin zu Vollformat-Sensoren sowohl vom Prosumer als auch im High-End Cine Segment getragen wird. ARRI ALEXA LF, Sony Venice, Canon EOS C700 FF, (RED Monstro) einerseits und Nikon Z6/Z7, Canon EOS R, Panasonic S1(R) und Sony Alpha andererseits tragen aus ganz unterschiedlichen Anwendergruppen und -szenarien ein neues Referenzsystem zusammen, das sich um Vollformat (Plus) Sensoren gruppiert.

ARRI ALEXA LF mit Vollformat Plus Sensor


Das bedeutet nicht, dass S35 im Cine- oder APS-C oder MFT im Bewegbtbildsegment von heute auf morgen verschwinden werden. Kleine Sensoren machen für viele Anwendungen teils sogar mehr Sinn als Vollformat-Größen. Nichtsdestotrotz findet eine Neuausrichtung der Referenzsysteme statt und diese werden auf absehbare Zeit von Kamera-Objektivsystemen mit Vollformat Sensoren gestellt werden.

Entsprechend stand auch bei slashCAM 2018 bereits stark im Zeichen von Vollformat und auch 2019 verspricht mit wichtigen Kameras wie der kommenden Panasonic S1(R), neuen Sony Alphas und vermutlich auch noch die eine oder andere Cine-Kamera den Trend hin zu Vollformat fortzusetzen.

Gleich zu Beginn des Jahres hat ARRI seinen Vollformat Plus Kracher gelandet: Die ARRI ALEXA LF. Bei unseren Vorab-Hands-On waren wir beeindruckt. ARRI hat mit der LF nicht nur seine Colorscience 1:1 von der S35 Familie übernommen sondern mit den Signature Primes auch gleich noch ein LDS2-fähiges Objektivset vorgestellt, das ohne Kalibrierung sofort an der ALEXA LF mit externen Motoren zusammenspielt.

Hier unser Hands-On mit der ARRI ALEXA LF

Aber auch Sony hat sich 2018 im High-End Cine Segment beeindruckend neu aufgestellt. Wir haben im September mit der Sony Venice in der Maximalausstattung erste Dreh-Erfahrungen sammeln können: D.h. inkl. Sony RAW Recorder AXS-R7 und damit auch mit 16 Bit Sony X-OCN. Während Sony zwar in Sachen High Framerates bei der Sony Venice noch etwas nachlegen muss, um auf ARRI / RED Niveau zu kommen - bei Ergonomie, Handling, Layout und Skintones hat Sony einen großen Schritt mit der Sony Venice gemacht.



In Erinnerung werden uns hier vor allem die unkomplizierte Verarbeitung von 16 Bit Sony X-OCN in DaVinci Resolve und die guten Hauttöne Out-of-the Box bleiben …

Hier unser Praxistest mit der Sony Venice und hier unsere Sony Venice Testlaborauswertung

Und auch die neue Generation von spiegellosen Vollformat Systemkameras ist 2018 mit dem Anspruch aufgetreten, als Start in neue Foto/Video Referenzsysteme die Möglichkeiten kompakter Bewegtbildproduktion neu zu definieren. Und dies derzeit noch mit recht unterschiedlichen Stärken und Schwächen, wie unsere Highlight-Rückblick bei den FF-Spiegellosen im Folgenden zeigt:


Nikon hat uns mit der Z6 und der Z7 hier wohl am meisten überrascht und dies aus dem einfachen Grund weil Nikon bislang in Sachen Videoperformance eher nicht als Überflieger bekannt war.

Doch technische Paradigmenwechsel bieten die Chance mit hochwertigen Implementierungen vorne mitzuspielen und genau diese Chance hat Nikon genutzt. Wir waren ziemlich überrascht mit der Nikon Z6 und Z7 die derzeit einzigen 10 Bit Vollformat-Systeme (via externes HDMI-Recording) im Preisbereich unterhalb von 10.000,- Euro zu sehen.


Und dies bei recht beeindruckender Bildqualität bei 10 Bit Nikon N-Log. Drücken wir die Daumen, dass Nikon hier konsequent weiter an seinen Videofunktionen arbeitet - denn es sind noch ein paar lose Enden in Sachen Nikon und Video die gerne aufgenommen werden dürfen (10 Bit 50p? offizielle Nikon F-LUTs?, 8 Bit Log? Waveformmonitoring? zweiter Cardslot?). Denn so schnell ein Alleinstellungsmerkmal da ist, so schnell ist es auch wieder weg - Nikon würde ein konsequenteres Engagement im Bewegtbildbereich auf jeden Fall gut stehen (Fujifilm darf hier als neuer Player durchaus als Vorbild dienen - doch hierzu später mehr.)

Siehe hier unseren Nikon Z6 Praxistest und hier die slashCAM Nikon Z6 Testlaborauswertung. Zur Nikon Z7 findet sich hier unser Praxistest und natürlich ebenso der Nikon Z7 Testlaborbericht.

Recht beeindruckt waren wir bei der neuen Generation der Vollformat DSLMs auch vom Niveau der AF-Systeme im Videobetrieb.


Die Nikon Z6 und Z7 vor allem aber die Sony A7III sind nicht mehr weit von der Referenz - dem Dual Pixel AF System von Canon - entfernt. Derzeit würden wir jedoch noch Canon und im spiegellosen Vollformatbereich der Canon EOS R die Krone bei der Autofokusperformance zusprechen. Vor allem in der Aufnahmepraxis zeigt sich der Dual Pixel AF der EOS R hier noch einen Tick besser als die Konkurrenz abgestimmt. Doch viel fehlt hier nicht mehr und moderne AF-Systeme mit neuen Funktionen wie bsp. „Eye-Detection“ haben unserer Meinung nach das Potential Canon die Autofokus-Krone auch streitig zu machen …

Canon EOS R mit Dual Pixel AF


Ebenfalls auffällig bei den neuen spiegellosen Vollformat-Kamerasystemen war die durch die Bank hohe Qualität an Hauttondarstellung beim Bewegtbild und dies mit vergleichsweise geringem Aufwand in der Postproduktion. Sony hat bei der Colorscience mit der A7III hier einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, die Canon EOS R brilliert mit sehr guten Hauttönen im Canon Log Betrieb und auch Nikon Z6 und Z7 bewegen sich auf hohem Niveau (auch wenn hier offizielle Nikon LUTs deutlich Zeit und Mühe sparen würden).

Siehe hierzu auch unseren Labortest zur Sony A7III und unseren Praxistest mit der aktuellen Sony A7III.

Zum Canon EOS R Praxistest geht es hier lang und die Canon EOS R Testlaboranalyse findet sich hier.

APS-C und MFT: Allrounder in der Videopraxis und 10 Bit intern


7 Seiten:
Einleitung / Vollformat ist die neue Referenz
APS-C und MFT: Allrounder in der Videopraxis und 10 Bit intern
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