Seit heute teasert DJI ein neues Produkt - "Pro in Mini" - für den 17.9. Das Internet ist wie so oft einen Schritt voraus und so weiß man längst, was da kommen wird: die neue Drohne Mini 5 Pro.
UPDATE 17. September: Wie vorhergesagt ist die DJI Mini 5 Pro jetzt offiziell vorgestellt worden - hier unsere News dazu mit allen technischen Informationen und neuen Bildern.

Aufgrund von Leaks von einem indischen Reviewvideo und einem spanischen Webshop hat der stets umtriebige Jasper Ellens nahezu alle technischen Daten, neuen Funktionen sowie die europäischen Preise bereits vor dem offiziellen Launch veröffentlicht. Was zunächst ein Gerücht war und dann im Leak auftaucht, hat DJI übrigens schon jetzt mit seinem Teaser-Bild auch selbst bestätigt: Offensichtlich wird die Mini 5 Pro tatsächlich einen größeren Sensor als ihre Vorgänger (DJI Mini 4 Pro: 1/1.3" mit 48MP) besitzen: und zwar einen 1" CMOS, laut Leaks mit 50 Megapixeln und einem lichtstarken Objektiv mit f/1.8 Blende (ebenfalls im Teaser zu sehen) und 48mm Medium-Telemodus.

Grösster DJI Mini Pro Sensor bisher
Der neue 1" Sensor, der bisher schwereren und teureren Drohnen wie der DJI Air 3 vorbehalten war, wird eine der wichtigsten Verbesserungen der Mini 5 Pro sein. Er bringt Vorteile bei der Lowlight-Performance und auch geringeres Bildrauschen. Im HDR-Videomodus können laut Leaks jetzt mit bis zu 14 Blendenstufen Dynamik aufgezeichnet werden – so lassen sich auch kontrastreiche Szenen wie etwa Sonnenuntergänge besser einfangen mit detaillierten Ansichten von Wolkenstrukturen. Im normalen Farbmodus kann die Mini 5 Pro Videos demnach mit 10-Bit Farbtiefe in H.265 aufnehmen mit einer maximalen ISO von 12800, in den Modi D-Log M und HLG mit einer maximalen ISO von 3200. Für Zeitlupenaufnahmen können bis zu 120 Bilder pro Sekunde in 4K aufgenommen werden. Interessanterweise scheint die maximale Entfernung der Videoübertragung trotz neuem OcuSync O4+ genauso groß wie beim Vormodell: 20 km (FCC) bzw. 10 km in Europa.

Drohnenklasse C0, Akkus und Flugzeit
DJI scheint laut den kursierenden Angaben die Balance zwischen Gewicht und Funktionalität gelungen zu sein - die Mini 5 Pro soll trotz ihrer vielen Hardware-Upgrades wie dem neuen Sensor und LiDAR wieder der Drohnenklasse C0 angehören. Auch hat sich das Rätsel der bislang in den Leaks unterschiedlich angegebenen Flugzeit durch den neuesten Komplettleak gelöst: DJI bietet offensichtlich wieder zwei unterschiedliche Akkus an, einmal die Smart Battery, die bis zu 36 Minuten Flugzeit ermöglicht, andererseits die Plus Battery mit 52 Minuten. Beide bringen eine deutliche Verbesserung der Flugzeit gegenüber der Mini 4 Pro, die - je nach eingesetztem Akku - nur 34 bzw. 39 Minuten in der Luft bleiben konnte.

Mit der Smart Battery bleibt das Gewicht unter der kritischen 250g-Grenze und ermöglicht den Flug mit C0-Zertifizierung. Wer eine längere Flugzeit benötigt, kann die Plus Battery nutzen, fällt dann aber unter eine restriktivere Drohnenklasse. Vermutlich wird aber wie schon beim Vormodell bei der Intelligent Flight Battery Plus, der kapazitivere neue Akku, jetzt nur "Smart" getauft, genau wegen diesem möglichen fliegenden Wechsel der Drohnenklasse gar nicht in Europa erhältlich sein.
Nicht klar ist, wie die neuen Akkus mit dem Gerücht zusammenpassen, dass die Akkus identisch mit denen des Vormodells sein sollen. Vermutlich entspricht die Smart Battery der Intelligent Flight Battery, aber die Plus Battery ist neu, darauf weist zumindest die viel höhere Flugzeit hin (52 statt 39 Minuten).

DJI Mini 5 Pro - bisher geleakte technische Daten
- 1" CMOS mit 50 Megapixeln
- Drohnenklasse C0 mit einem Gewicht von weniger als 250 g und faltbar
- 24-mm-Objektiv (KB-äquivalent) mit f/1.8
- 48mm Medium-Tele Modus mit 2x Zoom
- Bildübertragung mit 10-Bit Farbtiefe per O4+ bis zu 20 km (FCC) - 10 km (CEE)
- 4K/60fps HDR (mit bis zu 14 Blenden im "Auto"-Modus) bzw. 4K/120fps Video
- Videoaufnahme mit 10-Bit Farbtiefe in H.265 und D-Log M und HLG Aufnahmemodi für mehr Optionen in der Postproduktion
- 225° Gimbal-Rotation und True Vertical Shooting für flexiblere Kamerabewegungen
- Verbesserter 360° ActiveTrack mit bis zu 15 m/s im freien Feld (Standard und Fahrrad Modi)
- Nightscape Omnidirektionale Hinderniserkennung plus nach vorne gerichtetes LiDAR für schlechte Lichtverhältnisse
- Dauerhafte Bluetooth Verbindung für schnelleres Pairing
- Neue Propeller samt neuem Schutz
- Flugzeit: bis zu 36 Minuten (Smart Battery), 52 Minuten (Plus Battery)
DJI Mini 5 Pro Preis
Jasper Ellens hat in einem europäischen Webshop auch die Preise für die verschiedenen DJI Mini 5 Pakete gefunden: So soll dort die DJI Mini 5 Pro in der Standard Ausführung mit RC-N3 Fernbedienung 819 Euro kosten, im Fly More Bundle mit RC-N3 Controller 1.029 Euro und mit der DJI RC2 Steuerung 1.159 Euro.

In seinem letzten Leak war allerdings noch die Rede von nur 1.129 Euro für die DJI Mini 5 Pro Fly More (DJI RC2), was bedeutet hätte, dass DJI den Preis exakt bei dem der DJI Mini 4 Fly More Combo RC2 belassen hätte. Stimmt nun das neuere Leak, dann würde DJI trotz des Hardware-Upgrades (größerer Sensor und LiDAR) immerhin nicht sehr viel mehr Geld für die neue Version verlangen - 30 Euro bei der Fly More Combo und 20 Euro beim Basismodell.
Neuer Gimbal bringt mehr Flexibilität
Eine weitere Verbesserung betrifft die Beweglichkeit des Gimbals – wie schon bei den letzten DJI Drohnen-Updates ( wie etwa der Mavic 4) soll auch die neue Mini 5 Pro einen beweglicheren Kameragimbal bekommen, der flexiblere Kamerabewegungen in einem größeren Winkel ermöglicht. Er ermöglicht die echte vertikale Aufnahme für Hochkant-Videos für Socials wie TikTok und YouTube Shorts und kann jetzt bis zu 225 Grad rotiert werden.

LiDAR für bessere Hinderniserkennung nachts
Ein weiteres Upgrade bekommt laut Ellens das Hinderniserkennungssystem. Ausgestattet ist es mit einem nach vorne gerichteten LiDAR sowie Fischaugenobjektiven an der Vorder- und Rückseite, um Hindernisse vorne, hinten, links, rechts und oben zu erkennen. Durch Binokularobjektive und einem 3D-Infrarotsensor auf der Unterseite wird so eine Hinderniserkennung nach allen Seiten hin realisiert.
Das nach vorne gerichtete LiDAR erkennt Hindernisse (wie schon bei der Mavic 4) per Laser auch bei schlechten Lichtverhältnissen und ermöglicht so auch Nachtflüge. Zudem kann die verbesserte RTH-Funktion auch ohne GPS-Signal sicher an ihren Ausgangsort zurückkehren, indem sie ihre Flugroute visuell erkennt und merkt.

Off-State QuickTransfer
Der Mini 5 Pro soll erstmals die Aktivierung aus der Ferne über die DJI Fly-App unterstützen, wenn die Drohne sich innerhalb der Bluetooth-Reichweite befindet. Ohne die Drohne oder die Fernbedienung herausnehmen zu müssen, können Dateien mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MB/s über Wi-Fi 6 zu einem Smartphone übertragen werden. Selbst beim Wechsel zu anderen Anwendungen setzt die DJI Fly-App den Download im Hintergrund fort.

Erscheinungsdatum
Am 17. September um 14 Uhr wird DJI seine "Pro in Mini"-Vorstellung zünden - wir schauen natürlich genau hin, falls es wider Erwarten Abweichungen von den geleakten Specs geben sollte.
DJI Mini 4 Pro billiger
DJI will anscheinend seine Lager leeren von alten Modellen und bietet deswegen die Mini 4 Pro um 15-20% reduziert an - wem also die Fähigkeiten der Mini 4 Pro reichen, kann sie jetzt deutlich billiger als bisher erwerben.
Wer beim Fachhändler Teltec für mindestens 1.000 Euro (netto) einkauft, kann 25 Euro mit dem Gutscheincode SLASHCAM25 sparen, ab einem Mindestbestellwert von 2.000 Euro netto mit dem Code SLASHCAM60 sogar 60 Euro - der Code ist nur gültig bei Online-Bestellungen.



















