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Test : Canon EOS R im 4K Video Test: 10 Bit LOG, Dual Pixel AF, Hauttöne, Bedienung, inkl. Nikon Z6 Vergleich

von Mi, 28.November 2018 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Hauttöne
  Dual Pixel AF
  Stabilisierung und Rolling Shutter
  4K Crop
  Handling Verarbeitung
  Fazit



Handling Verarbeitung



Das Handling der Canon EOS R teilt sich für uns in zwei Kategorien: Allgemeine Ergonomie und Schalterlayout.


Insgesamt bewegt sich die Verarbeitungsqualität der Canon EOS R auf Canon-typischem, hohem Niveau. Stabiles Magnesiumgehäuse, perfekt sitzende Objektive ohne Spiel, gegen Staub- und Spritzwasser abgedichteter Cardslot und insgesamt hochwertige Schalter und Bedienelemente sprechen für Canons jahrzehntelange Erfahrung im Bau von hochwertigen Kameragehäusen und die Canon EOS R macht hier keine Ausnahme.


Auch die Griffausformung, Daumenauflage, und Daumenrad befinden sich alle an der richtigen Stelle. Persönlich hätten wir das Zeigefingerrad gerne etwas weiter vorne oder unterhalb der Auslösers gesehen – auch empfinden wir den AF-On Button gelegentlich als etwas schwer in der Daumenmulde aktivierbar aber das fällt alles eher unter persönlichen Geschmack. Insgesamt liegt die Canon EOS R sehr gut in der Hand und dies gilt insbesondere auch für größere Hände. Das Schalterkonzept der Canon EOS R ordnen wir grundsätzlich eher zu Consumer als zu Pro ein.


Im Videobetrieb gut gefallen hat uns der zur Seite ausklappbare 3,15“ Touchscreen der Canon EOS R. Damit stellt die Canon EOS R die derzeit einzige Vollformat Spiegellose dar, die über ein entsprechendes Klappdisplay verfügt und dürfte zusammen mit der guten Video AF-Performance auch YouTuber glücklich machen. Auch wir schätzen zur Seite klappbare TFTs eher als die nur winkelbare Variante.

Als zu umständlich empfanden wir hingegen die Auswahl des jeweiligen Aufnahmemodus bei der Canon EOS R.Wer beispielsweise von der manuellen Videoaufnahme zur manuellen Fotofunktion wechseln will, muss 3 Knöpfe bzw. Touchdisplay-Buttons drücken. Hier hätten wir uns ein externes Moduswahlrad gewünscht.

Die neue touchbasierte Multifunktionsleiste der Canon EOS R sorgt derzeit für recht hitzige Diskussionen - vor allem unter Fotografen. Uns hat sie - mit einer Einschränkung - recht gut gefallen: Wir haben auf die Swipe-Bewegung (über die gesamte Taste) das Kopfhörervolume gelegt, auf einen Rechts-Klick den Fokusassistenten und auf einen Links-Klick das Peaking. Für uns hat das im Aufnahmebetrieb gut funktioniert.

Canon EOS R Multifunktionsleiste


Allerdings würden wir nur in Ausnahmesituationen für die Aufnahme zentrale Funktionen wie bsp. die BlendeBlende im Glossar erklärt auf die „Touchbar“ legen. Dafür bietet sie für unseren Geschmack zu wenig Kontrolle – für das Ein/und Ausblenden von Menüoverlays funktioniert sie hingegen gut und vereinigt 3 Funktionen in sich. Somit stehen also 3 zusätzliche extern aufrufbare Funktionen bei der Canon EOS R via Multifunktionsleiste zur Verfügung und je mehr externe Funktionen desto besser ...

Der OLED Viewfinder der Canon EOS R (3.69 MP(1280x960) gehört mit zum Besten was derzeit im Viewfinderbereich zu haben ist. Unser Tip für einen bestmöglichen Betrieb: Wer das Sucherformat 2 aktiviert, hat nahezu alle Aufnahme-Infos am Rand und nicht als Overlays über den Sucherbild. Schön zu sehen, dass Canon hier mitgedacht hat.

Was uns bei der Canon EOS R (und bei der Nikon Z6/Z7) fehlt, sind ein zweiter Cardslot als Backup und ein XLR-Modul für kompakte, externe Audiosteuerungen, wie es Panasonic und Sony für ihre Spiegellosen Systemkameras via intelligentem Blitzschuh anbieten. Hier sehen wir sowohl bei Canon als auch bei Nikon noch etwas Luft nach oben. Und (wie auch die Nikon Z6) verbaut Canon bei der EOS R leider keinen HDMI-Anschluss in Standardgröße. Entsprechend empfehlen wir mit HDMI-Kabel-Klemmen oder Cages im 10-Bit Aufnahmebetrieb zu arbeiten, wenn ein zuverlässiges externes Recording gewährleistet werden soll.

Die Akkuleistung der Canon EOS R hat uns gut gefallen. Drei Stunden im On/Off 4K Aufnahmebetrieb bei Temperaturen um die 2 Grad haben den LPE6N Akku (1865 mAh / 14 WH) gerade mal zu ¼ belastet.

Stabilisierung und Rolling Shutter / 4K Crop
Fazit


Nikon Z6im Vergleich mit:

Strassenpreis: 1999 €
Markteinführung: November 2018
Sensorgrößen-Klasse:
Kleinbild-Vollformat, FX
Mount: Z-Mount

Platz 6 DSLR/DSLM Bestenliste
Nikon D850
Strassenpreis: 2949 €
Sensorgrößen-Klasse: Kleinbild-Vollformat, FX
FUJIFILM X-T2
Strassenpreis: 1038 €
Super35 / APS-C

5 Seiten:
Einleitung / Hauttöne
Dual Pixel AF
Stabilisierung und Rolling Shutter / 4K Crop
Handling Verarbeitung
Fazit
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Drushba    16:28 am 23.3.2019
Schönes Review. Zeigt aber leider auch, wie schnell die Highlights im Vergleich zur C200 ausbrennen.)
Starshine Pictures    07:05 am 23.3.2019
Eine sehr schöne Review bzw. eher eine Meinungsäusserung zur EOS R. https://youtu.be/urQ_UyTGnpo
Jan    19:00 am 22.3.2019
Die PDF von Canon ist schön gemacht, was alles mit dem Adapter funktioniert, oder warum gewisse Dinge nicht gehen. Oder warum einige Canon-Objektive mit Sigma-Adapter an einer...weiterlesen
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update am 17.Juli 2019 - 18:02
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