Test  Nikon D7500 - erste 4K Spiegelreflex-Kamera unter 1500 Euro

Nikon D7500 - erste 4K Spiegelreflex-Kamera unter 1500 Euro

Die Nikon D7500 ist die erste Kamera aus der Nikon-Mittelklasse, die 4K-Video beherrscht. Dies ist besonders interessant, da Canon in dieser Preisklasse noch keine 4K-fähigen Modelle anbietet.

// 09:52 Mo, 31. Jul 2017von

Obwohl Nikons Einstieg in die 4K-Welt verspätet wirkt, handelt es sich bei der D7500 dennoch um die erste 4K-fähige Spiegelreflexkamera unter 1.500 Euro. Spiegellose Hybrid-Kameras sind dagegen bereits in fast allen Preisklassen von diversen Herstellern erhältlich. Beim direkten DSLR-Konkurrenten Canon gibt es 4K dagegen aktuell sogar erst ab der EOS 5D Mark 4 (UVP ca. 4.000 Euro), während Nikon 4K schon seit ein paar Monaten im gehobenen DSLR-Markt mit der D500 (UVP ca. 2.300 Euro) anbietet. In der DSLR-Profiklasse über 5.000 Euro (Canon 1DX sowie Nikon D5) ist 4K ebenfalls bereits angekommen.



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Cropped 4K


Sowohl Canon als auch Nikon bieten bei bei ihrer 4K-DSLR-Ausstattung nur das Auslesen gecroppter Sensorbereiche. Hierbei wird einfach ein “4K-Fenster” aus der gesamten Sensorfläche aufgezeichnet, die meist deutlich mehr Pixel für den Fotomodus bereithält.



In der Folge kann bei 4K-Aufnahmen nur ein Bildausschnitt genutzt werden und die effektive Brennweite der Optik wird deutlich eingeschränkt. Bei Kleinbild-Vollformat-Modellen wie der Nikons D5 (für UVP ca. 6900 Euro) oder der Canon 5D Mark 4 (UVP ca. 4.000 Euro) liegt man mit dem 4K Fenster immer noch in Regionen eines analogen Super35mm Filmauschnitts. Bei APS-C-Modellen landet der Ausschnitt des 4K-Fensters dagegen meistens zwischen der Größe eines MFT- und eines 1-Zoll-Sensors. 4K Kameras mit derart kleinen Sensorflächen sind in der Regel jedoch als spiegellose Modelle deutlich günstiger zu erstehen.




Mehr 4K-Features bei der Konkurrenz

Der Königsweg ist folglich das Auslesen aller Sensorpixel eines Großflächensensors und danach die Zusammenlegung dieser Werte zu einem 4K-Bild. Dieser Prozess wird Over- oder auch Downsampling bezeichnet und sorgt (wenn er sorgfältig berechnet wird) für sehr saubere Detailschärfe und Farbtrennung bei voller Ausnutzung der Sensorfläche. Im Konkurrenzumfeld beherrschen dies aktuell alle neuen Sony APS-C-Kameras (a6300 und a6500) sowie die nicht mehr erhältliche Samsung NX1. Auch die Panasonic GH5 berechnet ihr 4K-Bild aus der (fast) vollen Sensor-Fläche.



Wer auf den Spiegel in der Kamera verzichtet bekommt bei den Konkurrenten in dieser Preisklasse neben Oversampling zudem zusätzliche Features wie bewegte Sensoren oder 10 Bit Aufzeichnung. So gesehen ist 4K in der D7500 in erster Linie für Anwender interessant, denen ein Spiegel bzw. optischer Sucher für die Fotoaufnahmen unentbehrlich erscheint oder die bereits einen großen Fundus an Nikon Optiken besitzen. Denn mit Erscheinen (Juni 2017) ist die Nikon D7500 für ca. 1.500 Euro aktuell die günstigste 4K-fähige Spiegelreflex-Kamera.






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