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Test : Kopfhörer Monitoring Referenzen: Sennheiser HD 25-1 II & Sony MDR 7506

von Mo, 25.August 2014 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Praxis-Test Sennheiser HD 25-1 II
 Fazit



Praxis-Test Sennheiser HD 25-1 II



Im aktuellen Umfeld durchdesignter und nach außen hin „Hochwertigkeit“ kommunizierender Kopfhörer kommt der Sennheiser HD 25-1 II mit dem Charme eines in günstigem Plastik gegossenen Telefonisten/Tontechniker-Looks aus den 30er Jahren daher. Was auf den ersten Blick billig erscheinen mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen jedoch als genial durchdacht und extrem praxisrelevant. Und auch das Aussehen hat zumindest unsere Meinung nach mehr etwas mit Charakter zu tun als mit fehlendem „Design“ - aber über Geschmack lässt sich bekannter Weise gut streiten.

Sennheiser HD 25-1 II mit hervorragender Außengeräuschdämpfung



Der Kopfbügel des Sennheiser HD 25-1 II sowie seine Ohrmuscheln sind aus äußerst strapazierfähigen Kunststoff gearbeitet, der ein rekordverdächtiges geringes Gewicht ermöglicht. Wer den Sennheiser HD 25-1 II das erste Mal in die Hand nimmt spürt sofort dessen Fliegengewicht. Seine Leichtgewichtsbauweise garantiert problemloses Tragen über einen gesamten Drehtag hinweg. Seine zweifach gearbeitete Spreitzbügelkonstruktion sorgt für einen sicheren Sitz, auch wenn es mal im Gewühle etwas ruppiger zugehen sollte.

Manche empfinden den Anliegedruck des HD 25 mit seinen ca. 2,5 Newton als auf Dauer unangenehm – die Erfahrung haben wir jedoch nicht gemacht. Hier heißt es einfach persönlich ausprobieren.

Hingegen empfehlen wir für stundenlanges Tragen den Austausch der Kunstleder-Pads gegen die Velours-Variante. Bei Kunstleder kann es in Innenräumen nach einigen Stunden gerne mal etwas schwitzig werden – mit Velours ist dies jedoch kein Thema. Schön zu sehen, dass Sennheiser dem HD 25-1 II ab Werk entsprechende Austausch-Pads in Velours beilegt. Ansonsten bietet der Zubehörmarkt von Drittherstellern ein reichhaltiges Betätigungsfeld (wer´s braucht auch zum persönlichen Pimpen in diversen Farbvarianten).

Hat man den HD 25-1 II erstmalig auf dem Kopf setzt sofort das erste AHA-Erlebnis ein. Die Außengeräuschdämpfung des Sennheiser HD 25-1 II bewegt sich auf extrem hohen Niveau und bildet allein damit schon eine Referenzklasse für sich. Das ohraufliegende geschlossene Arbeitsprinzip des HD 25 entkoppelt dessen Träger mit sofortiger Wirkung von Nebengeräuschen und erleichtert das genaue Monitoring in lärmbelasteter Umgebungen ungemein. Wer viel auf lauten Veranstaltungen unterwegs ist dürfte nur schwer eine bessere Alternative finden.

Alle kabelgebundenen Anschlüsse des Sennheiser HD 25-1 II sind gesteckt (und nicht fest verlötet) und damit vom Anwender selbst austauschbar. Damit stehen diverse Kabellängen, Kabelausführungen (gerades, dünnes Stahlkabel oder Wendelkabel) und Anschlusssteckervarianten (gerade oder gewinkelt) zur Verfügung. In Sachen Kabel und Stecker bevorzugen wir für das Audio-Monitoring die gerade Kabelvariante, in der Standarausführung (mit angewinkeltem Stecker) die auch leichter ist als die Wendelkabelausführung - aber hauch hier sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden...

Hohe Modularität beim Sennheiser HD 25-1 II



Zwar hat dieses modulare Zubehör auch seinen nicht ganz geringen Preis (wenn in Originalausführung geordert) aber es unterstreicht den professionellen Einsatzzweck und stellt sowohl bei der Anpassung an unterschiedliche Aufgabengebiete als auch bei der Reparaturfähigkeit eine große Stärke des HD 25–1 II dar. Nahezu alle Bestandteile des HD 25 sind austauschbar bis hin zu den Treibern mit Aluminiumspule.

Da der HD 25 -1 II jedoch nur äußert schwer kaputt zu kriegen ist, kann man sich bei Ihm auf einen Begleiter bis zum nächsten Jubiläum in 25 Jahren einstellen.


Sennheiser HD 25-1 II 
  
TragesystemBügelkopfhörer
Farbeschwarz
Wandlerprinzipdynamisch, geschlossen
MagnetNeodym
Treibergröße41,3 mm
Frequenzgang16-22.000 Hz
Klirrfaktor bei 1KHz< 0,3 %
Andruckkraft~ 2,5 N
Ankopplung an das Ohrohraufliegend
Anschlusssteckergewinkelter 3,5mm Miniklinkenstecker + Adapter 6,3mm (auch gerade verfügbar)
Kabellänge(n)1,5m, 2m, 3m (spiral), 3,5m
Impedanz70 Ohm (auch mit 85 und 600 Ohm verfügbar)
Empfindlichkeit120 dB/mW
Nennbelastbarkeit200 mW
Max. Schalldruckpegel120 dB
Gewicht (ohne Kabel)140g


Das Klangbild des HD 25-1 II ist äußerst druckvoll mit einer starken Präsenz im Bassbereich, gut definierten Mitten und ausgeprägten Höhen, die fast schon giftig sind, aber noch gut die Kurve vor dem unangenehmen Bereich meistern. Der Sennheiser HD 25-1 II eignet sich sehr gut sowohl zum Hören von Musik (Rock/PopTechno etc.) mit seiner angenehmen Basspräsenz als auch zum Monitoring, bei dem Sprache und Störgeräusche bestmöglich abgebildet werden.




Fazit



Wer einen vergleichsweise günstigen, hochtransportablen Monitoring-Kopfhörer sucht, ist beim Sony MDR-7506 gut aufgehoben. Zu einem Straßenpreis um die 110 Euro erhält man einen zigtausendfach im EB-Einsatz befindlichen Monitoring-Kopfhörer der schon qua seiner weltweiten Verbreitung Referenzstatus genießt.

Wer hingegen keine Kompromisse bei der Soundqualität, der Außenabschirmung sowie der Modularität eingehen möchte und die de facto Referenz in unseren Breiten zu schätzen weiß, der findet im Sennheiser HD 25-1 II die qualitativ höherwertigere Lösung zu einem Straßenpreis um die 180,- Euro.


Geschichte Sennheiser HD 25-1 II


4 Seiten:
Einleitung / Geschichte Sony MDR 7506
Praxis-Test Sony MDR 7506
Geschichte Sennheiser HD 25-1 II
Praxis-Test Sennheiser HD 25-1 II / Fazit
  

[23 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
speven stielberg    09:09 am 29.6.2019
Glückwunsch zu Deinem exquisiten Musikgeschmack! Tipp: "I'll Take Care of You" von denselben Musikanten. Und noch was zum Sony: die Woche zappte ich irgendwann mal in "Sneakers...weiterlesen
Jörg    23:38 am 28.6.2019
von unsäglichen Lieferproblemchen imaginärer Wunschcams, tatsäch mal einlesen/hörenswerter Beitrag... Also gibts hier nicht nur Hautton-Autofokusfetischisten sondern versteckt,...weiterlesen
pixelschubser2006    22:29 am 28.6.2019
Och, gegen kräftigen Bass habe ich im Grunde nix. Nur muss er von der Musik kommen und einigermaßen präzise sein. Gutes Beispiel bei Pink Floyd ist "the Wall". Herrlich auch die...weiterlesen
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update am 2.Dezember 2021 - 08:02
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