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Das große Kinosterben ist ausgefallen - vorerst

[11:19 Di,7.September 2021 [e]  von ]    

Die deutsche Filmförderungsanstalt hat ihre halbjährliche Kinobilanz veröffentlicht und stellt dort selbst erstaunt fest, daß der Kinobestand trotz der Coronakrise nur minimal abgenommen hat. So bewegen sich die Rückgänge im niedrigsten Prozentbereich zwischen 0,3 Prozent bei den Kinounternehmen und 1,7 Prozent bei den Sitzplätzen. Das vielbefürchtete Kinosterben hat bisher also nicht stattgefunden.



Doch wie haben die Kinos die schwere Zeit der geschlossenen Kinosäle überstanden? Die vom Wirtschaftsministerium gewährte Überbrückungshilfe III, welche Corona-bedingte Umsatzrückgänge ausgleichen soll, wurde nur von weniger als der Hälfte der Kinobetreiber (45%) beantragt. Das lag an den, besonders am Anfang, sehr eng definierten Förderkriterien, welche größere Kinounternehmen ausschlossen und deren Hilfsgelder oft sehr spät (manche Unternehmen warten noch heute drauf) ausgezahlt wurden.

Kino


Die wesentliche Rettung kam nach Aussagen des Hauptverbands Deutscher Filmtheater ( HDF ) durch die zahlreichen Förderprogramme der Länder und das staatliche Kurzarbeitergeld. Die Länderprogramme waren schneller am Start als das Bundesprogramm und deren Gelder wurden auch prompter ausgezahlt und konnten so helfen, die trotz der Schließungen zu leistenden Fixkosten der Kinos zu begleichen.

Das Kurzarbeitergeld half den Kinos ebenfalls dabei ihre laufenden Kosten entscheidend zu senken und dabei noch ihre Mitarbeiter zu halten (ohne genügend Mitarbeiter wäre der Neustart bei der Wiedereröffnung nur schwer zu schaffen gewesen - die Gastronomie leidet zum Beispiel massiv unter dem Mitarbeitermangel).

Kino-mit-Publikum


Kleineren Arthouse Kinos halfen auch von den Bundesländern ausgelobte Kinoprogrammpreise sowie Solidaritätsaktionen des Publikums, wie etwa der Kauf von Kinogutscheinen. Doch Christian Bräuer, Geschäftsführer der Berliner Yorck-Kinos und Vorstandsvorsitzender des Verbandes AG Kino mahnt im Tagesspiegel zur Vorsicht: die Hilfen hätten den Kinos zwar vorerst ermöglicht über Wasser zu bleiben, allerdings konnten so keinerlei Rücklagen gebildet oder Darlehen zurückgezahlt werden. Für einen dauerhaften Fortbestand ist es ihrer Meinung deshalb wichtig, dass die Kinos bald wieder zum normalen Geschäft zurückkehren können.

Link mehr Informationen bei www.tagesspiegel.de

  
[37 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Starshine Pictures    03:37 am 15.9.2021
Ich war letztens donnerstags zur 20:00 Uhr Premiere von Shang-Chi im Kino. Da sassen vielleicht 20 Hanseln im grössten Saal den das Cineplex zu bieten hatte. Und das gesamte Kino...weiterlesen
iasi    10:51 am 13.9.2021
Bisher fehlen den Studio zweistellige Milliardenbeträge an Kinoumsätzen gegenüber 2019. Das kann sich auf das zukünftige Produktionsvolumen auswirken. Weniger Blockbuster...weiterlesen
iasi    10:46 am 13.9.2021
Mit Kinos hat dies aber erstmal nichts zu tun. Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2019 jedenfalls immer noch sehr mau. Disney hat nun wohl auch verstanden, dass es kein...weiterlesen
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