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Test : Panasonic GH5 Sensor Verhalten - Auflösung, Slowmo, Rolling Shutter

von Fr, 3.März 2017 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Schärfe
  Slow Motion
  Rolling Shutter
  Bemerkungen zur Base ISO 400
  Low Light

Die Panasonic GH5 ist wirklich prallvoll mit neuen Features, weshalb wir beschlossen haben, statt einer Mega-Review die fertigen Erkenntnisse lieber häppchenweise und dafür schneller zu publizieren. Und so können wir heute schon einmal einen tieferen Blick auf das Ausleseverhalten des GH5-Sensors werfen... (Unsere ersten Eindrücke aus der Praxis sind bereits online.)

Die GH5 besitzt einen Micro Four Thirds Sensor, der mit maximal 5184x3888 Pixeln/Senseln ausgelesen werden kann. Im 4K-Modus nutzt der Sensor dabei Downsampling. Das bedeutet, er nutzt (fast) die volle Sensorfläche (bzw. den nutzbaren Bereich bei 16:9 oder 17:9) und fasst die gesampleten PixelPixel im Glossar erklärt dann zur 4K Auflösung von 4096 bzw. 3840 x 2160 PixelPixel im Glossar erklärt zusammen. Viele Konkurrenten wählen einen “einfacheren” Weg, nutzen nur eine gecroppte Teilfläche des Sensors und lesen diese Sensel dann mit der nativen Zielauflösung 1:1 aus. Dies hat jedoch den Nachteil, dass in diesem Fall feinste 4K-Details in der Regel durch das RGGB-Debayering nicht sauber wiedergegeben werden können.

Bei der GH5 ist dies jedoch tatsächlich anders. Das Downsampling von 5K auf 4K funktioniert wie erhofft und 4K Details werden bis in die hohen Auflösungen wiedergegeben. Dies bewirkt auch, dass sich der horizontale Bildwinkel nicht ändert, wenn man zwischen UHD und Cine4K-Auflösung wechselt. Denn beide Formate werden aus der gleichen 5K Sensor-Auflösung berechnet. Gegenüber dem Fotomodus, der die volle Sensor-Horizontale nutzt, ist genutzte Bildfläche in allen Videomodi geringfügig beschnitten.

Im Fotobereich kann die gesamte Sensorhorizontale von 17,3mm genutzt werden, was einem horizontalen Crop-Faktor von 2,08 bezogen auf Kleinbild-Vollformat entspricht. In allen Videomodi werden nur geschätzte 4768 Horizontal-Pixel genutzt, was dann einem Cropfaktor von 2,26 entspricht. Dies gilt sowohl für FullHDFullHD im Glossar erklärt, 4K-UHD als auch für Cine4K-Formate. Unerwartete Ausnahme ist die Slow-Motion (siehe unten).



Schärfe



Hier einmal ein Blick auf unser 4K-Testchart im Standard-Profil:

Die Panasonic GH5 im 4K-Auflösungstest - Standard-Profil



Man sieht bereits gut die mangelnde Dynamik des Standard-Profils, welches darauf ausgelegt ist, Schatten und Lichter möglichst komplett in den 7-8 Blendenstufen eines Rec709-Profils abzubilden.

Viel natürlicher und auch differenzierter in den Schatten geht es dagegen im V-Log L-Profil zu:

Die Panasonic GH5 im 4K-Auflösungstest - V-Log L Werkseinstellung



Die dargestellten Details sehen natürlicher aus, weil der erhöhte Kontrast des Standard-Profils hier nicht mehr für unnatürlich scharfe Kontrastkanten sorgt. Ein “Problem” bleibt jedoch noch weiter sichtbar: Selbst im V-Log L-Profil nutzt die GH5 eine deutliche Nachschärfung. Diese lässt sich jedoch ebenfalls (wie auch die Rauschunterdrückung) sehr weit zurückdrehen:

Panasonic GH5: 4K-Auflösungstest - V-Log L, Schärfe -5, NR-5



Wie schon bei der GH4 lässt sich die Nachschärfung zwar offensichtlich nicht komplett ausschalten, jedoch lässt sich die Schärfe noch weiter herunterregeln als bei dem Vorgängermodell. Wir stufen daher das 4K-Auflösungsverhalten in V-Log L mit diesen Parametern als sehr gut ein.

Bemerkenswert: Das gleiche gilt das sogar für die 4K-Modi in 50/60p:

Panasonic GH5: 4K-Auflösungstest 50p Schärfe -5, NR-5



Selbst in 50/60p gibt es keinerlei Skalierungsartefakte zu sehen und die Details werden sehr angenehm herausgearbeitet: Allerdings wirkt die 50/60p-Aufnahme mit 8 BitBit im Glossar erklärt 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt dennoch geringfügig weicher. Dies scheint vor allem daran zu liegen, dass in diesem Modus trotz absolut identischen Einstellungen der Schwarzpunkt höher und der Weißpunkt niedriger liegt als bei einer 10 BitBit im Glossar erklärt 4:2:2-Aufnahme.

In FullHDFullHD im Glossar erklärt skaliert die Kamera ebenfalls sauber und tadellos. Hier noch unser FullHD-Chart obendrauf:

Im 2K-Schärfetest liefert die GH5 ebenfalls ein tadelloses Bild.



Es ist zu beachten, dass es sich hierbei um einen FullHD-Ausschnitt handelt, der eine niedrigere Auflösung als 4K misst. Er ist nicht mit den oben gezeigten 4K-Testcharts vergleichbar. Dies gilt auch für die folgenden Testergebnisse in...

Slow Motion


Panasonic GH5im Vergleich mit:

Strassenpreis: 1599 €
Markteinführung: März 2017
Sensorgrößen-Klasse:
Micro Four Thirds
Mount: Micro Four Thirds

Platz 1 DSLR/DSLM Bestenliste
Canon EOS-5D Mark IV
Strassenpreis: 2949 €
Sensorgrößen-Klasse: Kleinbild-Vollformat, FX
Canon EOS-1D X Mark II
Strassenpreis: 5978 €
Super35 / APS-C

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[21 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Abercrombie    14:58 am 14.6.2017
Die Aussage kann ich unterstreichen: GH5 + Speedbooster Ultra hat bis auf wenige Grad den gleichen Bildwinkel wie eine Canon 7d, also etwa 1,6er Crop...weiterlesen
gunman    13:32 am 14.6.2017
Ganz einfach: dann würde ich dir vorschlagen deine Sony zu behalten und die GH5 abzubestellen !
funkytown    10:47 am 14.6.2017
"Kein Crop" verstehe ich so, dass von der maximal nutzbaren Sensorfläche im Videomodus nichts gecropt wird. Im Falle der GH5 kommt dann ein Wert von 2,2 (was ja auch wieder auf...weiterlesen
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