Test Neue Cinema Camera Canon EOS C400 mit Triple Base ISO - Sensor-Bildqualität, Rolling Shutter, Dynamik

Neue Cinema Camera Canon EOS C400 mit Triple Base ISO - Sensor-Bildqualität, Rolling Shutter, Dynamik

Für eine Canon Cinema EOS Kamera erscheint der Preis der neuen C400 verdächtig günstig. Hat Canon hier etwa zu Lasten der Bildqualität gespart?

// 13:04 Mi, 26. Jun 2024von

Die größte Überraschung der kommenden C400 ist definitiv ihr Preis. Obwohl sie über der C300 Mark III angesiedelt ist, kostet sie als Vollformatkamera kaum mehr. Bei dem verbauten Sensor handelt es sich um ein neu entwickeltes Back-Side-Illuminated (BSI-)Modell, welches gegenüber früheren Sensoren deutlich aufgewertet worden sein soll. Laut Canon kann der Sensor bis zu 16 Blendenstufen Dynamik abliefern.



Die Canon EOS C400
Die Canon EOS C400


Einzigartig ist die Triple Base ISO, die drei unterschiedliche Base ISO Stufen zur Verfügung stellt (800, 3200 sowie 12.800 - in RAW und Log). Dies soll vor allem in Low Light Situationen für mehr als ausreichende Belichtungsreserven sorgen. Doch natürlich müssen bei einer Kamera in dieser Preisklasse auch die normalen "Rahmenbedingungen" stimmen, was wir wir uns im Anschluss näher ansehen wollen...




Die Rolling Shutter Zeiten der Canon EOS C400

Die Base ISO Einstellung hat schonmal keine Auswirkung auf die Rolling Shutter Zeiten, die sich grundsätzlich in einem guten Rahmen bewegen. Bei vollem 16/17:9 Sensor-Readout liegen die Zeiten zwischen 9,6 und 10 Millisekunden (bei 24-60 fps). Bei digitaler Stabilisierung fällt diese Zahl auf ca. 9 Millisekunden, was durch die verringerte Sensorhöhe im Crop erklärt werden kann. Auch bei Slow Motion von 75 bis 120 Bildern pro Sekunde verändert sich das Ausleseverhalten - was eine verringerte Auslesezeit von 7,6 Millisekunden deutlich belegt.




4K Debayering - Canon EOS C400

Der Sensor besitzt ein natives 6K Bayer Pattern, welches durch Oversampling besonders sauberes 4K-Debayering verspricht. Grundsätzlich lässt sich im Auflösungs-Verhältnis 1,5 : 1 (also 6K zu 4K Breite) theoretisch eine nahezu perfekte 4K 4:2:2 Unterabtastung erzielen. Und tatsächlich fällt diese auch tadellos aus:



Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 24-60 fps
Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 24-60 fps


Solange man also mit 24 bis 60 fps ohne Stabilisator filmt, gibt es beim 4K Debayering rein gar nichts zu beanstanden.



Da der Sensor der Kamera nicht beweglich gelagert ist, muss man für eine zusätzliche Stabilisierung entweder passende, stabilisierte Objektive einsetzen und/oder auf die interne digitale Stabilisierung zurückgreifen, für die im Gegenzug viele Randpixel des Sensors geopfert werden müssen - was mit RAW jedoch nicht funktioniert und in XAVC indirekt die Auflösung vor dem Herunterskalieren auf 4K reduziert.





In der höchsten Stabiliserungsstufe ("hoch") wird der Bildausschnitt schon deutlich beschnitten (gecroppt) und im Debayering werden dann auch typische Aliasing-Artefakte sichtbar:



Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 24-60 fps mit digitalem IS
Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 24-60 fps mit digitalem IS


Auch wenn man mit Frameraten über 60 fps aufzeichnet, scheint der Sensor beim Auslesen etwas unsauberer zu arbeiten und nicht mehr jeden Sensel "mitzunehmen". Dies deutete bereits die verkürzte Rolling Shutter Zeit (7,6 ms) an und zeigt sich unter anderem in den Ringen unseres Testbildes. Allerdings sind die Bildfehler auch hier nicht sonderlich ausgeprägt:



Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 75-120 fps
Canon EOS C400 - Readout 6K, Output C4K 75-120 fps



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