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Test : Panasonic DC-BGH1 - Sensorverhalten, Auflösung und Dynamik

von Do, 19.November 2020 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 4K-Debayering

Mit der DC-BGH1 bringt Panasonic seine bewährte Lumix GH5s-Kameratechnik in neue Märkte: Als besonders kompakter Würfel (93 ×93 x 78 mm, 545 Gramm) soll die DC-BGH1 sowohl für szenische Arbeit und Vlogging aber auch für Studio- und Streaming einsätze gleichermaßen gerüstet sein. Ein entscheidender Unterschied gegenüber einer GH5s ist das Fehlen eines eingebauten Displays oder eines digitalen Suchers. Ohne externes Zusatzdisplay oder die Eingliederung in ein ferngesteuertes Netzwerk-Setup lässt sich die Kamera nicht bedienen.

Zudem findet sich auch kein Akku im Lieferumfang. Hierfür ist ein Akku aus der Panasonic Camcorder Serie (AG-VBR) vonnöten, sofern man die Kamera nicht permanent am mitgelieferten Netzteil betreiben will. Gegenüber einer "drehfertigen" GH5s fallen hier also für den cinematischen Einsatz noch ein paar Zusatzinvestitionen an.

Damit ist die DC-BGH1 vor allem für Anwender interessant, welche die neuen, zusätzlichen Anschlüsse gut gebrauchen können. Das sind unter anderem SDI, Timecode, Ethernet oder Genlock. Auch bei der Bedienung muss man umdenken, denn ohne Touchscreen sind viele Funktionen der Kamera mühselig zu erreichen bzw. zu nutzen. Immerhin lassen sich dank 4 frei definierbaren externen Funktionstasten (plus einer Q-Menü-Taste) wichtige Parameter wie ISO, Blende, Belichtungszeit oder Weißabgleich auch im Direktzugriff nutzen.

Die Panasonic DC-BGH1



Doch in diesem Artikel soll es in erster Linie um das Sensorverhalten der Kamera gehen, was hoffentlich auch eine wichtige Entscheidungshilfe für alle darstellt, die aktuell ziwschen einer GH5s und einer DC-BGH1 schwanken...



4K-Debayering



Zur Erinnerung: Sowohl die DC-BGH1 wie die GH5s (und auch die Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K) nutzen einen speziellen Sony-Sensor mit Quad-Bayer-Struktur, der bei nativer 4K-Bayer Auflösung zu den dynamischsten aller MFT-Sensoren gezählt werden darf. Dieser kann bis zu 60p voll ausgelesen werden und zeigt beim Debayering praktisch das gleiche Verhalten wie die GH5s:

Panasonic DC-BGH1 Sensor 4K -> Output 4K (24-60fps)



Da es sich um einen 1:1 Sensor-Readout handelt, muss die Kamera auf die feinsten 4K-Details verzichten bzw. diese filtern. Dies gelingt der DC-BGH1 ebenso gut wie der GH5s, d.h. es werden keine Zipper-Artefakte sichtbar und die Moire Bildung an den 4K-Grenzfrequenzen ist gering. Bessere Ergebnisse wären nur mit einem Downsampling erzielbar, was im MFT-Fall mit einem Dynamikverlust einher ginge.

Auch was den Rolling Shutter betrifft, gleicht die DC-BGH1 der GH5s. Wir haben hier bei vollem Sensor Readout über 24-60fps ca. 12 ms gemessen. Das ist besser als viele Cine-Kameras und DSLMs, die meistens zwischen 15-16ms "bieten". Sehr aktuelle Kameras mit Rolling Shutter Sensor können jedoch mittlerweile auch schon Werte um die 8ms erzielen.

Dynamik / Fazit


2 Seiten:
Einleitung / 4K-Debayering
Dynamik / Fazit
  

[24 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
mash_gh4    01:52 am 5.9.2021
diese kritik halte ich für übertrieben. entweder hat man heute ordenliche 802.3 af/at switches, die damit kein problem haben, oder man denkt ohnehin nicht ernsthaft dran, PoE...weiterlesen
acrossthewire    23:56 am 4.9.2021
Da mußt du aber eine andere Kamera als ich haben. Man kann sie weder mit den Panasonic eigenen PTZ Kameras oder einer alten HPX noch mit Blackmagic Studiocameras mischen. Ich...weiterlesen
Subbrmoh    20:41 am 3.9.2021
Heute kam sie bei mir an, die BGH1. Bisher verwendet: GH5 (ohne s), Z Cam E2C. Video-Live-Streaming ist ja immer noch ein Thema und wird es in bestimmten Bereichen auch bleiben....weiterlesen
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