Für die Installation eines Linux-Systems benötigt man mittlerweile kaum mehr Know-How als für eine Windows-Version: Dank der gut gepflegten Distributionen von Suse, RedHat, Mandrake und Co wird bei der Installation die eingebaute Hardware meistens selbständig erkannt und konfiguriert. Genauso wie bei einer Windows-Installation sind spezielle Treiber nur nötig, wenn man topaktuelle Hardware besitzt, die das Betriebssystem von sich aus nicht richtig erkennt.
Im Gegensatz zu Windows basiert Linux auf UNIX. Dieses Betriebsystem ist genau genommen schon über 30 (!!) Jahre alt, hatte aber schon immer viele Funktionen, die erst seit wenigen Jahren auch in Windows oder MacOS vorhanden sind. Dies sind unter anderem echtes Multitasking und integrierte Netzwerkfunktionen. Unix war ursprünglich Befehlszeilen-basiert. Das heißt, man konnte seine Befehle nur über Tastatur eingeben. Deshalb haftet an UNIX immer noch das Image, besonders kompliziert bedienbar zu sein. Das dies jedoch nicht der Fall sein muss, beweist unter anderem auch Apple. Denn auch das neue OS-X basiert zu 100 Prozent auf einem echten UNIX-Kern (sog. BSD-Mach-Kernel/Darwin). Komplexe Funktionen werden dabei einfach unter einer einfachen Bedienoberfläche mit Maus-Unterstützung versteckt.
Viele Oberflächen
Bei Linux verhält es sich nicht anders. Auch hier gibt es zahlreiche Bedienoberflächen, die teilweise sogar ähnlich wie Windows oder Mac zu bedienen sind. Die bekanntesten Desktop-Oberflächen sind dabei KDE und Gnome. Durch die Konkurrenz der beiden Entwicklerteams haben sich diese Oberflächen in letzter Zeit rasant entwickelt. Von der Bedienungsqualität ist Linux daher mittlerweile kaum schlechter als Windows oder Mac. Neueinsteiger werden überrascht sein, wie wenig Umlernaufwand bei einem Umstieg wirklich nötig ist.
§linuxapple§: Die vielen Gesichter von Linux: Es gibt zahlreiche verschiedene Oberflächen wie diese, die der Aqua-Oberfläche von Apple sehr ähnlich ist
Bei professionellen Applikationen ist UNIX übrigens schon seit fast 20 Jahren der Standard. Da sogenannte Workstations in den 90iger Jahren fast ausschließlich unter UNIX liefen (meistens von SGI oder Sun), konnte man professionelle Editing- und vor allem Compositing-Programme fast ausschließlich unter UNIX finden. Dazu gehören zum Beispiel die früheren Programme von Discreet (u.a. Flame, Flint und Smoke). Es verwundert daher nicht, dass im absolut profesionellen Bereich Linux schon heute zum Standard gehört. Compositing-Programme wie Shake oder 3D-Animationsprogramme wie Maya laufen in Hollywood meistens unter Linux. Doch auch wenn Linux selbst mit vielen Applikationen kostenlos ist, bedeutet das natürlich nicht, dass jegliche Software frei erhältlich ist. Für diese professionellen Applikationen bezahlt man daher meistens Preise, die sich in der Größenordnung eines Kleinwagens abspielen.
Der ambitionierte Video-Consumer-Markt, den Firmen wie Adobe, Ulead oder Canopus in erster Linie abdecken, hat sich dagegen bisher noch wenig für Linux begeistern können. Doch auch hier ist die Sympathie vieler Produkt-Manager gegenüber dem alternativen Betriebssystem ist nicht mehr zu übersehen. Die technischen Vorteile von Linux für die Videobearbeitung sind offensichtlich: Aufgrund der extremen Stabilität des Systems, der vollständigen Konfigurierbarkeit und dem vorbildlichen Support empfiehlt sich das System geradezu für komplexe Applikationen.
verdammt, Linux ist der kernel und GNU/Linux ist das Betriebssystem!!! Ist das so schwer?!
fragestunde 20:38 am 17.9.2007
Ubuntu Studio wäre für jeden Interessierten wohl mal einen Versuch wert.
Überzeugend für Linux-Neueinsteiger ist meiner Meinung nach vor allem das Debian-Paketmanagement, mit...weiterlesen
Anonymous 12:07 am 29.12.2006
Also wer Cinelerra als Videoschnittsoftware unter Linux verwenden will,
der sollte als Distribution entweder Debian Sid oder Fedora einsetzen.
Für Linux Einsteiger empfehle ich...weiterlesen
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