Aktuelles Blender und die Ohnmacht vor der Youtube-Willkür

Blender und die Ohnmacht vor der Youtube-Willkür

Wer aktuell den Youtube-Kanal der Blender-Foundation aufruft bekommt eine merkwürdige Fehlermeldung zu sehen: "This Video contains content from BlenderFoundation. It is not available in your country."

// 15:08 Di, 19. Jun 2018von

Wer aktuell den Youtube-Kanal der Blender-Foundation aufruft bekommt eine merkwürdige Fehlermeldung zu sehen: "This Video contains content from BlenderFoundation. It is not available in your country."



Keine Frage handelt es sich hierbei um Inhalte der BlenderFoundation, jedoch scheint sich ein Wurm bei der Youtube-Rechteverwaltung eingeschlichen zu haben. Denn die BlenderFoundation besitzt alle Rechte an ihren Videos und will diese weiterhin über Youtube weltweit kostenlos zur Verfügung stellen.



Blender und die Ohnmacht vor der Youtube-Willkür : blender banned


Wer derartige Probleme mit Youtube hat lernt meistens eine andere Seite der beliebten Videoplattform kennen: So trat der "Fehler" unangekündigt vor 4 Tagen spontan auf und bis heute war Youtube nicht in der Lage überhaupt zu kommunizieren, was hier genau los ist, geschweige denn das Problem "einfach" zu lösen.



Heute Nachmittag bekam die Blender Foundation dann eine Aufforderung von Youtube, die Monetarisierung für ihren Kanal freizuschalten, damit der Kanal wieder online gehen könne. Inwieweit das eine mit dem anderen Zusammenhängt konnte jedoch ebenfalls nicht mit dem Youtube-Support geklärt werden. Die BlenderFoundation hat jedenfalls kein Interesse ihre Videos mit Werbeeinblendungen zu versehen und hat die meisten Inhalte nun zur Sicherheit schon mal in die eigenen Cloud gehoben.



Nun ist die BlenderFoundation keinesfalls klein und hat eine hohe Reputation, weshalb wir davon ausgehen, dass Youtube hier bald wieder eine werbefreie Lösung finden wird. Das Klagen kleinerer Channels dürfte in so einem Fall dagegen schnell in den Weiten des Youtube-Supports verhallen. Weshalb wir finden, dass man dieses Geschehen als Warnschuss im Hinterkopf behalten sollte, wenn man einen eigenen Channel bei Youtube betreibt: Man befindet sich in einer sehr einseitigen Abhängigkeit von der Videoplattform. Sollte man einmal in Ungnade fallen und vor einer Channel-Sperrung stehen, ist fast alles dahin, was man bis dahin aufgebaut hatte.



Erst vor kurzem stand Youtube schon wegen der Änderung der Monetarisierungs Richtlinien in der Kritik, was vielen kleineren Channels große Probleme bereitete. Schon vor 17 Jahren habe ich übrigens zu einem ähnlichen Problem einen Telepolis-Artikel verfasst, der in diesem Licht wider mal recht aktuell erscheint: Gratisdienste und Opportunitätskosten.


Leserkommentare // Neueste
rudi  //  12:47 am 20.6.2018
Die Blender Sache selbst hat sich jetzt übrigens gelöst: https://www.blender.org/media-exposure/ ... worldwide/ ironischerweise erst per Telefon. Don´t call us, we call you...weiterlesen
Opera Cator  //  08:47 am 20.6.2018
Ich bin auch gespannt, welche Auswirkungen das neue Abo-Modell YT Premium nun haben wird. Da sind einige Szenarien denkbar. Der Speicherplatz dürfte sich demnächst übrigens...weiterlesen
macaw  //  08:28 am 20.6.2018
Too big to fail ist sicher nicht ganz verkehrt. Ähnlich wie die Banken es tun gehen sie Schritt für Schritt vor. Während Banken Mitarbeiter feuern, Filialen abbauen und...weiterlesen
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