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Test : Externe SSDs in der Videopraxis: SanDisk Extreme Portable SSD V2, Extreme Pro V2 und Samsung T5

von Fr, 10.September 2021 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Technische Daten und Verarbeitung

Mit der SanDisk Extreme Portable SSD Serie Version 2 spricht SanDisk mobile Medienschaffende und damit auch Videoanwender an. Wir haben uns die externen SanDisk SSDs auf moderner NVMe-Basis in der Standard und der Pro-Version angeschaut und mit der populären Samsung T5 mit dem älteren SATA-Standard verglichen. Für welche Videopraxis eignet sich welche externe SSD am besten und wie ist es um Transferraten, Verarbeitung, Performance im Videozusammenhang bestellt … ?





Technische Daten und Verarbeitung



Getestet haben wir die aktuellen Versionen 2 (V2) der SanDisk Extreme Portable SSD in der 2 TB Variante (UVP: 249,- Euro) sowie die PRO Version in der 1 TB Variante (UVP: 199,- Euro).

SanDisk Extreme Pro Portabale SSD


Als zusätzliche Orientierung haben wir die Samsung T5 in der 1TB Version (ältere rote Version / Straßenpreis: ca. 160,- Euro) hinzugezogen. Alle drei SSDs verfügen über einen USB-C -Anschluß – doch hier enden auch schon die Gemeinsamkeiten.

Die SanDisk Pro- unterscheidet sich von der Standard-Variante der SanDisk Extreme Portable SSD vor allem durch ihre Leistungsdaten. Wahrend SanDisk die Standard Extreme Portable SSD mit max 1.050 MB/s Lese- und 1.000 MB/s Schreibgeschwindigkeit spezifiziert, weist SanDisk für die die Pro-Variante 2.000 MB/s Schreib und Lesegeschwindigkeit aus. Entsprechend der unterschiedlichen Schreib/Lesegeschwindigkeiten finden sich hier auch unterschiedliche USB-Protokolle unterstützt.

Bei der Standard SanDisk Extreme Portable SSD ist dies USB 3.2 Gen-2 (max.10 Gb/s) und bei der SanDisk Extreme PRO Portable SSD ist es USB 3.2 Gen 2x2 (max 20 Gb/s). Siehe hierzu auch unseren Ratgeber worauf es bei der Wahl für SSDs für Video zu achten gilt.

SanDisk Extreme Portable SSD mit USB 3.2 Gen-2 (max.10 Gb/s)


Zwar sind die Infos hierüber eher spärlich gesät aber zusätzlich scheinen sie die beiden SanDisk SSDs auch durch ihre intern unterstützten PCIe Lanes zu unterscheiden. Während die Standard Extreme Portable SSD auf PCIe 3.0 x2, NVMe zu setzen scheint, findet sich bei der schnelleren Pro Version PCIe 3.0 x4, NVMe verbaut, was gut zur maximal doppelten Schreib/Lesegeschwindigkeit der Pro-Version passt. (In diesem Zusammenhang würden wir uns von allen SSD-Herstellern etwas transparentere technische Daten wünschen).

Mit Blick auf die techn. Spezifikationen der SanDisk Extreme PRO Portable SSD V2 dürften sich vor allem viele im Medienumfeld (und speziell Mac-User) die Frage stellen, ob eine SSD, die USB 3.2 Gen 2x2 Unterstützung benötigt, überhaupt Sinn macht – denn was viele nicht wissen:

Aktuell existiert kein Mac, der USB 3.2 Gen 2x2 von Hause aus unterstützt – auch nicht die neuen M1 Macs mit Apple Silicon.

Diese haben zwar bereits USB 4 mit an Bord, doch damit wird aktuell abwärtskompatibel lediglich USB 3.1 Gen2 mit maximal 10 Gb/s unterstützt. Und somit werden die maximal möglichen 20 Gb/s Transferraten der SanDisk Pro-Version automatisch auf 10 Gb/s gedrosselt. Und auch bei Windows PCs sind Motherboards mit nativer USB 3.2 Gen 2x2 Unterstützung noch Mangelware. Auch hier scheinen viele Hersteller lieber gleich auf eine USB 4 Unterstützung zu setzen, so dass USB 3.2 Gen 2x2 aktuell droht, im luftleeren Raum zu schweben. Ob sich die Pro-Version trotzdem auch für Videouser auszahlt, klären wir weiter unten bei unseren Real-Liife Tests...

Die für Vergleichszwecke herangezogene Samsung T5 SSD (1 TB) arbeitet noch mit dem älteren SATA Standard unter USB 3.1 Gen 2. Entsprechend wird ihre maximale Transferrate von Samsung auch mit „nur“ 540 MB/s angegeben. Dass sich die T5 trotzdem nicht bei diesem Vergleich verstecken muss, zeigen wir in der Disziplin „externe Videoaufnahme“ - doch dazu weiter unten mehr ...

Samsung T5


Das Niveau der Gehäuseverarbeitung ist sowohl bei den SanDisks Extreme Portable SSDs als auch bei der Samsung T-Reihe hoch. Die Hersteller setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Während SanDisk auf ein zusätzlich gummiertes Aluminiumgehäuse bei der Pro-Variante setzt, findet sich bei der Samsung „nur“ ein Aluminiumgehäuse.

Auch die Standard-Variante der SanDisk Extreme Portable SSD kommt mit einem gummiertem Schutz, besteht jedoch darunter aus einem Kunststoffgehäuse. Während die Samsung T5 damit die leichteste SSD bei unserem Test darstellt (51g), liegen die SanDisks bei je 79g, verfügen dafür jedoch auch über eine IP55 Zertifizierung, die sie besser vor Staub und Wasser schützt.

Darüber hinaus verfügen die SanDisk SSDs beide über eine große Öse im Gehäuse, so dass sie sich an einem Karabiner- oder Rucksack/Schlüsselhaken befestigen lassen können. Die Samsung T5 bietet noch eine Status-LED an der Seite.

Für mobile Einsätze empfinden wir die SanDisks auf Grund ihrer Gummierung und etwas höheren Schutzes vor Witterungseinflüssen besser geeignet. Wer die SSDs zusammen mit Videoequipment transportiert, muss sich darüber hinaus bei den SanDisks keine Sorgen über Kratzer an anderem Equipment machen – auch wenn die Tasche mal einen Schlag abbekommt. Die T5 würden wir auf Grund ihres Teils scharfkantigen Aluminiumgehäuses hingegen extra verpacken.

Ebenfalls im Hinterkopf zu behalten: Für beide Extreme Portable SSDs gewährt SanDisk eine 5-jährige Garantie - bei der T5 gibt Samsung 3 Jahre Garantie.

Nutzungsszenarien / Real Live Transferraten / Reale Transferraten: Backup


4 Seiten:
Einleitung / Technische Daten und Verarbeitung
Nutzungsszenarien / Real Live Transferraten / Reale Transferraten: Backup
Reale Transferraten: Externes SSD-Recording
Fazit
  

[7 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
cantsin    12:36 am 17.9.2021
Bei Sigma fp-Nutzern gibt es die Erfahrung, dass die T7 weniger gut bei der 4K-CinemaDNG-Aufnahme mit der Kamera zusammenspielt als die T5. Interessant ist auch noch die Sabrent...weiterlesen
Syndikat    10:38 am 17.9.2021
hm... wenn ihr schon die Sandisk Pro und Standard testet hättet ihr der Vollständigkeit halber bei WD auch die T7 testen müssen. Die wäre ja das Pendant zur SD-Pro. Die T7...weiterlesen
rob    13:02 am 10.9.2021
Ja, da muss man tatsächlich aufpassen - "V2" ist auf jeden Fall ein Hinweis ... Viele Grüße Rob/ slashCAM
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update am 4.Dezember 2021 - 17:18
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