Das Y.M. Cinema Magazine berichtet über eine spezielle Aussage von ARRI, dass der neue ALEV 4 Sensor der ALEXA35 Kamera nicht mehr wie sein Vorgänger "gestiched" werden kann. Unter "Stitching" (wörtlich übersetzt "zusammennähen") versteht man in diesem Zusammenhang ein spezielles Verfahren, mit dem ARRI zwei bzw. drei seiner ALEV 3 Sensoren zu einer Sensorfläche vereint - was zu einer Verdoppelung/Verdreifachung der Aufnahmefläche bzw. Auflösung bei den ARRI LF- und ALEXA65-Modellen führt.

Laut ARRI ist dies mit dem neuen Sensordesign nicht mehr möglich - jedoch werden im verlinkten Video keine konkreten Gründe hierfür genannt. Es ist somit denkbar, dass ein neues Bonding des Chips an den Sensorrändern dies schlichtweg nicht mehr ermöglicht. Ebenfalls könnte es jedoch auch ein erster Hinweis darauf sein, dass wir es hier nun mit einem Stacked Sensor Design zu tun haben.
Doch letztlich sind diese Vermutungen egal, denn ARRIs Stitching Technologie erschien vielen Anwendern sowieso immer wie eine ungeliebte Notlösung die mit - WORTSPIEL! - "heißer Nadel" gestrickt wurde, um mit dem bestehenden Sensordesign moderne Auflösungen und Largeformat-Trends bedienen zu können.
Dabei dürfte nicht nur der manuelle Aufwand des Stitchings enorm hoch sein. Auch Probleme an den Sensor-Übergängen gilt es geschickt zu tünchen. Da wundert es uns wenig, dass sich ARRI diesen Aufwand nicht weiterhin ohne Not aufbürden will.
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Und sie müssen es auch nicht, denn nur weil es kein Stitching mehr gibt, heißt dies nicht, dass es die Sensel des ALEV 4 nicht auch in größeren Sensor-Designs für Large Format und darüber geben kann und wird. Nur eben in klassischer, monolithischer Technik aus einem Die-Stück gefertigt.
Und auf der Einführungsveranstaltung der ALEXA35 in Berlin hat ARRI zudem klar gesagt, dass es in Zukunft auch Large Format Sensoren mit dieser Technologie geben könnte. Nur darf man diese frühestens in 3 Jahren erwarten - eventuelle Verzögerungen nicht eingerechnet...




















