Frage von Mantis:Hi Leute,
ich habe heute einen Job mit der GH2 gedreht und wollte das Material eigtl. nur ausspielen und meinem Kunden zur Weiterverarbeitung geben, daher habe ich mit Premiere CS5.5 die Clipauswahl gemacht und exportiert.
Aufnahmemodus in der Kamera war HBR 25p.
Als ich mir die Exporte angesehen habe, fand ich sie ein bisschen verwaschen und unscharf. (Alle Exporteinstellungen waren so hoch, wie möglich. Codec: Pro Res 422.
Also habe ich mit ein und derselben Datei einen Test gemacht und sie mit Final Cut importiert und rausgerendert und diese war ein ganzes Stück schärfer, obwohl der Codec und die Seittings identisch waren.
Allerdings ist die Datei aus FC 797MB und die Premiere Datei 209MB groß.
O.o ....... ich stehe aufm Schlauch.
Kann mir mal bitte jemand sagen, wie das sein kann? Ich hätte eher damit gerechnet, dass die Quali aus FC einen Ticken schlechter ist, da FC AVCHD ja nicht nativ bearbeiten kann. Aber das Gegenteil ist der Fall....
Mein größtes Problem ist dazu noch, dass ich aus Versehen und in der Eile, die Clipauswahl von der SD KArte gemacht habe und einige Clips gelöscht habe. Somit kann ich die Aufnahmen nicht mehr in FC importieren, da ich die Meldung bekomme "nicht unterstütze Medien / Format."
Ich wäre echt dankbar für Hilfe oder eine Lösung für den FC Import....mir brennt nämlich gerade der Stuhl..... :S
Danke
Antwort von Mantis:
O.o
Niemand einen Tipp für mich?
Antwort von Frank Glencairn:
Hast du in Premiere
1. über den Mediabrowser importiert
2. in welchem Codec und welcher Größe raus gerechnet
3. Best Quality angeklickt
4. Eine passende Timeline benutzt
Frank
Antwort von Mantis:
1. über den Mediabrowser importiert -> Nein. Ist das notwendig?
2. in welchem Codec und welcher Größe raus gerechnet -> ProRes alles ganz hoch
3. Best Quality angeklickt -> Ja.
4. Eine passende Timeline benutzt -> Ja. AVCHD 24p
Antwort von Frank Glencairn:
1. über den Mediabrowser importiert -> Nein. Ist das notwendig?
Ja, ist ratsam, vor allem bei AVCHD - das hat mit der Interpretation des Rohmaterials zu tun.
Ich schätze mal, daß der alte Quicktime Gamma Bug hier wieder mal zugeschlagen hat.
Durch den anderen Gammawert, wird das Material weniger flau und wirk dadurch schärfer.
Antwort von dienstag_01:
Allerdings ist die Datei aus FC 797MB und die Premiere Datei 209MB groß.
Ich würde ja eher hier einen Fehler vermuten.
Antwort von Mantis:
Ja aber wie kann das sein? Die Exporteinstellungen waren EXAKT die gleichen!
Antwort von Mantis:
Also ich habe das ganze jetzt noch mal ausgiebig getestet und komme immer wieder zu einem saubereren Ergebnis, wenn ich mit FC exportiere.
- Egal ob ich über die Importfunktion von Premiere gehe oder den Medienbrowser benutze,
- via Media Encoder exportiere oder direkt aus Premiere,
- egal ob progressiv oder interlaced,
- egal welche Farbtiefe und wie hoch die Qualitätseinstellungen sind,
- Standbilder optimiert sind oder nicht.
ProRes ist und bleibt bei FC besser........wie ist das bitte möglich?
Mit Clip Wrap vorher die Dateien "umzuwandeln" in .mov bringt mir nix, weil ich keinen h264 Workflow in FC haben will und Premiere ja nun qualitativ schlechter exportiert (zumal ich da ja auch nicht wandeln müsste).
Clip Wrap zum konvertieren in ProRes bringt auch nix, weil die Chromawerte im Rotbereich plötzlich ziemliche Artefakte bilden.
Ich kann auch zu allem gerne mal Screenshots posten, aber ich wäre echt dankbar, wenn mal jemand einen hilfreichen Tipp für mich hätte.... :S
Antwort von TomStg:
@mantis
Dir muss doch klar sein, dass derselbe Clip mit derselben Dauer mit demselben Codec nach dem Rendern mit mehr als 3-fachen Unterschied bei der Dateigröße nicht vergleichbar ist und die Rendereinstellungen eben nicht identisch sein können - auch wenn Du immer wieder das Gegenteil behauptest.
Sieh Dir im Media Encoder genau die Rendereinstellungen an - vor allem Bildgrösse, Frames/sec, Halbbildfolge, Rendertiefe, CBR/VBR usw. Und vergleiche ALLE settings mit denen von FCP, dann wirst Du Deinen Fehler finden.
Tom
Antwort von Mantis:
Ok....also ehrlich gesagt.....ich weiß nicht wo der Fehler lag, allerdings habe ich jetzt fast identlisch große Dateien aus beiden Schnittsystemen.
Denke mal, es lag daran, dass die Bittiefe in Premiere nicht auf 48 gestellt, sondern das Häkchen nur auf maximal gesetzt war.
ABER:
Ein Unterschied ist immer noch zu erkennen!
Ich habe nun aus beiden Systemen ein und denselben Clip jew.
- progressiv
- mit unterer
- und mit oberer Halbbildominanz
ausgespielt.
Während bei FC alle drei Varianten fast gleich aussehen, unterscheiden sich die Varianten bei Premiere doch schon von einander und ich erreiche die Qualität von Final Cut nur, wenn ich die Premiere Sequenz auf OBERE HALBBILDDOMINANZ stelle und auch dementsprechend ausspiele.
Liegt es daran, dass der HBR Modus der GH2 kein RICHTIGES Progressive ist?
Wie importiert ihr denn? Progressiv oder mit Halbbildern?
Danke nochmal für Infos!
Antwort von Hypnotic:
Bei dem 25p-HBR Material muss man auch immer das Material als Progressiv interpretieren. Hast du das gemacht? Also Rechtsklick auf das Material im Projekt (nicht in der Timeline), dann interpretieren und dann auf "ohne Halbbilder (progressiv) stellen.
Antwort von Mantis:
Der Fehler liegt im Detail ;-)
Wusste ich aber auch nicht, dass man das machen muss. Danke für den Tipp!
Dann macht FC das vllt. automatisch...
Ergebnis:
Das Bild aus Premiere ist jetzt noch einen Ticken schärfer als das FC Material, hat einen leicht erhöhten Kontrast und mehr Zeichnung in den Details, neigt allerdings zu minimalem Aliasing an kontrastreichen Kanten.
Kann man aber durchaus mit leben!
Btw.: Aber die Sequenz wird bei dir trotzdem gelb angezeigt, also für Schnitt und Vorschau zwar ok, aber vor dem Export rendern. Richtig?
Danke nochmal!
Antwort von srone:
gelb ist für premiere vollkommen ok, aber selbst wenn es grün wäre würde premiere die timeline neu rendern zur ausgabe, es sei denn du setzt den haken vorschau zur ausgabe verwenden, encodiert wird aber in beiden fällen sowieso neu.
lg
srone
Antwort von Mantis:
THX!
Antwort von Mantis:
Muss das Material eigtl. für FC auch iwie interpretiert werden oder so?
Ich meine, durch Loggen & Übertragen ist doch eigtl alles erledigt, oder nicht?
Ich wundere mich nur gerade über gewisses Aliasing in Final Cut, bei Aufnahmen aus dem HBR Modus der GH2. Evtl. das Material vorher einmal in Cinema Tools einladen? Aber das ist ja umständlich, weil dann jeder Clip einzeln angefasst werden muss.
Wenn ich das Material in eine Sequenz ziehe und diese automatisch anpassen lasse, bekomme ich auch ungerade Halbbilddominanz. Ändere ich das in den Sequenzeinstellungen auf "ohne" tut sich aber leider nix.
Wäre super, wenn mir hier noch mal jemand einen Tipp geben könnte, bitte.
Danke!
Antwort von Jott:
Guck halt im Browser, wie es gekennzeichnet ist. Falls interlaced, obwohl das Material definitiv progressiv ist, in der entsprechenden Spalte auf "ohne Dominanz" korrigieren. Geht auf einen Rutsch für das gesamte Material.
Antwort von Mantis:
Ja ist halt diese HBR Geschichte bei der GH2. Also progressiv in einem interlaced Container, so viel ich weiß....
Also es war als interlaced interpretiert....meine auch einen leichten Anstieg in der Schärfe zu erkennen, wenn ich es umstelle.
Ist das aber so richtig???
danke!
Antwort von Axel:
Es stimmt, dass HBR (bei mir zumindest) in der Vorschau in Premiere etwas matschiger aussieht, nach dem Export aber nicht mehr. Weder die Probleme mit CS 5.5 noch die mit FCP (7, oder?) kann ich bestätigen oder nachvollziehen.
Meine liebe Gewohnheit ist es allerdings, eine Sequenzeinstellung vorzugeben.
4. Eine passende Timeline benutzt -> Ja. AVCHD 24p
Und das ist bei HBR definitiv falsch. Es gibt aber in Premiere das Preset AVCHD 1080p25, das wäre richtig.
In FCP sind Loggen & Übertragen und das Festlegen der Sequenzgröße unabhängige Vorgänge. Du wählst für ProRes nur die Qualität, Bildgröße und Framerate bleiben immer unverändert (und sind auch nicht änderbar). Das Material wird im Browser mit "Ungerade Zeilen" erkannt. In einer ProRes 1080 25p Timeline entstehen aber definitiv keine Interlaceartefakte. Man darf bloß nicht bestätigen, wenn Final Cut fragt: "Sollen die Sequenzeinstellungen an die Eigenschaften des Clips angepasst werden?"
Weiter brauchst du nichts, keine Cinema Tools oder Umwrappen oder so.
Btw.: Aber die Sequenz wird bei dir trotzdem gelb angezeigt, also für Schnitt und Vorschau zwar ok, aber vor dem Export rendern. Richtig?
Wozu? Rendern = Vorschauberechnung. Export = Endgültige Berechnung des ausgewählten Bereichs (Ja, ich weiß, gerendert wird das auch, aber halt dann nochmal). Wenn die Vorschau glatt (oder glatt genug) läuft, ist das doch Quatsch, irgendwas zu rendern.