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Premiere User nutzt Final Cut Pro zum ersten mal



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Frage von R S K:




Ehrlicher und unvoreingenommener als einer der sich nach 12 Jahren Premiere das erste mal an Final Cut Pro setzt geht glaube ich nicht. Sieht man ja nicht oft. Lustig zu sehen was alles für ihn den "Wow!"-Faktor hat, was für unsereiner völlig selbstverständlich ist (z.B. magnetische Timeline, SPEED… 😛).

Auch wenn sämtliche seiner Frustrationen und "Mängel" einzig auf gänzlich fehlende FC-Grundkenntnisse zurückzuführen sind, nicht auf FC selbst. Wo er nicht einmal von den Farbkorrektur Möglichkeiten weiß, aber das sei ihm verziehen. 😄 Vor allem deshalb interessant, weil genau die fehlenden Grundkenntnisse in aller Regel zum absoluten FC-Hass führen. Scheinbar bei ihm gar nicht.

Sein Fazit "This experience hasn't made me fall in love with Final Cut Pro, but it's made me angry at Adobe Premiere!" und "Now that I see what editing programs can be, I'm not happy going back to Premiere…" fasst es gut zusammen finde ich. Eine harte aber ehrliche Zusammenfassung die ich so auch sehr oft zu hören bekomme von Leuten die sich genauso ehrlich und offen mit Final Cut Pro beschäftigen. Ob von Premiere oder sonst wo kommend.

Werden natürlich wieder die üblichen Verdächtigen ganz anders sehen, vermutlich behaupten er kann noch nicht mal Premiere richig bedienen oder oder oder… sollen sie von mir aus auch. Ich behaupte mal er repräsentiert mit seinen Erwartungen und Bedürfnissen die Masse der heutigen NLE-User, ob PPro, FCP oder sonst was.

Zeigt im übrigen auch wieder was für ein Witz bei Adobe die angebliche Apple Silicon "Optimierung" ist.

- RK



Antwort von freezer:

Danke für das interessante Video.
Allerdings muss ich sagen, dass er tatsächlich nicht kapiert hat, wie man in Premiere einen Clip per STRG+SHIFT durch die Timeline - ohne andere Clips zu überschreiben - schieben kann. Ein bissi peinlich für ihn.



Antwort von R S K:

freezer hat geschrieben:
… wie man in Premiere einen Clip per STRG+SHIFT durch die Timeline - ohne andere Clips zu überschreiben - schieben kann. Ein bissi peinlich für ihn.
Ja, kenne sogar ich. 😄 Allerdings ist das noch immer nicht mal ansatzweise vergleichbar mit dem wie es in Final Cut Pro funktioniert. Hast du irgendwelche Überlappungen bei Video oder Audio (was im übrigen auch nicht mitgeht wie in FC, wenn nicht synchronisiert, wie Musik, FX etc.) an der Stelle wo du hinwillst, bist du schon gekniffen. Lücke, Lücke, Lücke.

Oder versuch das mal zwei oder mehrere nicht aufeinanderfolgende Clips. Oder mit ein oder mehrere Clips aus der "V2" in die "V1". Oder oder…

Ist also trotz dessen völlig legitim.

😉








Antwort von freezer:

"R S K" hat geschrieben:
freezer hat geschrieben:
… wie man in Premiere einen Clip per STRG+SHIFT durch die Timeline - ohne andere Clips zu überschreiben - schieben kann. Ein bissi peinlich für ihn.
Ja, kenne sogar ich. 😄 Allerdings ist das noch immer nicht mal ansatzweise vergleichbar mit dem wie es in Final Cut Pro funktioniert. Hast du irgendwelche Überlappungen bei Video oder Audio (was im übrigen auch nicht mitgeht wie in FC, wenn nicht synchronisiert, wie Musik, FX etc.) an der Stelle wo du hinwillst, bist du schon gekniffen. Lücke, Lücke, Lücke.

Oder versuch das mal zwei oder mehrere nicht aufeinanderfolgende Clips. Oder mit ein oder mehrere Clips aus der "V2" in die "V1". Oder oder…

Ist also trotz dessen völlig legitim.
Klar, da geb ich Dir recht. Die Arbeitsweise von FCPX ist schon sehr genial und hat mir gefallen als ich mich damit auseinandergesetzt hatte.
Passt leider einfach nicht in meinen derzeitigen Workflow rein.

In Premiere gibt es so einige Dinge die bei mir ein WTF-haben-sich-die-Programmierer-da-wieder-gedacht auslösen.
Allerdings hat der Typ auch in Premiere einiges sehr umständlich gemacht - ich hab zB einen WarpStabilizer Preset in meinen Favoriten, den ziehe ich bei Bedarf rauf.
Wobei der Stabilizer ein Trauerspiel für sich ist, mit seinen ganzen unnötigen Einschränkungen... naja



Antwort von R S K:

freezer hat geschrieben:
Passt leider einfach nicht in meinen derzeitigen Workflow rein.
Weil?


freezer hat geschrieben:
ich hab zB einen WarpStabilizer Preset in meinen Favoriten, den ziehe ich bei Bedarf rauf
Und das löst das Nesting Problem?? Wie denn?



Antwort von freezer:

"R S K" hat geschrieben:
freezer hat geschrieben:
Passt leider einfach nicht in meinen derzeitigen Workflow rein.
Weil?
Weil ich zB erst alle bei uns genutzten Templates von allen Kunden neu in FCPX bauen müsste, auch ein Umstieg von Windows auf OSX steht für mich derzeit nicht zur Debatte (obwohl die neuen M-Prozessoren schon sehr verlockend sind). Ich habe aber immer schon auf verschiedensten Plattformen gearbeitet - mit dem Apple-Betriebssystem selbst habe ich daher keine Berührungsängste.
"R S K" hat geschrieben:
freezer hat geschrieben:
ich hab zB einen WarpStabilizer Preset in meinen Favoriten, den ziehe ich bei Bedarf rauf
Und das löst das Nesting Problem?? Wie denn?
Das war missverständlich geschrieben - ich bezog mich auf seine Art und Weise den Effekt zu suchen und zur Anwendung zu bringen. Das Nesting-Problem löst man dadurch nicht, wobei es wäre nicht nötig, wenn er beim Import seine Clips gleich als 24 fps interpretiert und nicht per Speed verlangsamt - dann braucht man auch kein Nesting weil man den WarpStabilizer direkt anwenden kann.



Antwort von R S K:

freezer hat geschrieben:
Umstieg von Windows auf OSX
Ähm… dann muss man sich schon fragen… was du im "Mac / Final Cut Pro / FCPX / Motion" Forum surfst, wo nichts davon für dich relevant ist? 😐 Aber ok… 🤷🏼???

freezer hat geschrieben:
ich hab zB einen WarpStabilizer Preset in meinen Favoriten
freezer hat geschrieben:
Das Nesting-Problem löst man dadurch nicht, wobei es wäre nicht nötig, wenn er beim Import seine Clips gleich als 24 fps interpretiert und nicht per Speed verlangsamt
Naja. Es ging ja eben darum, dass er nichts davon in Final Cut Pro beachten muss oder müsste. 😏

Finde den Vorgang im übrigen auch sowieso ziemlich seltsam. Wegen Retiming "inkompatibel"? 🤨 Ok.



Antwort von Axel:

Das ist ein Typ, der eigentlich einen ziemlich interessanten Fotografie-Kanal hat, wurde hier schon öfter verlinkt. Er hat auch anlässlich seines M1 Max MBP ein oder mehrere Windower-neu-auf-MacOS-Videos gemacht, ein bisschen ähnlich wie das hier. So zum Beispiel reklamierte er, dass es kein Ausschneiden und Einfügen gab, obwohl Kopieren und Bewegen letztlich dasselbe macht (ich würde sagen, sogar etwas sicherer). Naja, die Apple-User hier müssen wohl häufiger beruflich mit Windows arbeiten und kennen das in der Regel zumindest auf Explorer-Ebene (Win & e) und was man mit bearbeiteten Word- und Excel-Dateien macht.

Ich nehm ihn beim Wort. Was ich beim Ansehen des Videos feststellte ist, dass er viele "Pausen" rumliegen hatte, wohl als Platzhalter, Lückenbüßer oder Swimmingpool-Handtücher gedacht. Das brauche ich überhaupt nicht, hab ich nie gemacht. Ich nehme an, das kommt davon, dass er mit der magnetischen Timeline kämpft (gab irgendwo mal ein gutes Wort-Tutorial "Stop Fighting The Magnetic Timeline"). Die Erfahrung zeigt, dass er, wenn er tatsächlich am Ball bliebe und auch weiterhin mit FCP schneiden würde, irgendwann einen Heureka-Moment haben würde. Das ist, wenn einem schlagartig klar wird, wie FCP gemeint ist.

Problem: Clip in einer sehr langen Timeline soll von ganz vorne nach ganz hinten verschoben werden oder umgekehrt. Ich verstehe, was er sagen will, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht den wesentlichen Vorteil von Premiere dabei, es sei denn, man erschafft sich durch das von ihm geschilderte "Pancake"-Szenario (zweite Timeline zum Plündern, quasi ein mühselig manuell erstelltes Source Tape) eine kurze "mRNA" (wie ein Nukleotidstrang sehen die bei vielen aus).

Wie mache ich's?

Ich mache zunächst einmal keine irre langen Projekte, sondern lieber überschaubare Szenen, die ich später montiere, neste.

Dann bin ich ohnehin kein Fan von grobmotorischen Timeline-Gesten. Ich würde den Clip, anstatt ihn zu zerren, eher, ähm, ausschneiden (cmd + x) und woanders einfügen (cmd + v). Vielleicht dachte er, Apple sei so radikal, dass man gar nichts Normales mehr machen kann, naja.

Auch der Timeline-Index kann gut zum Navigieren verwendet werden.

Er ist an diese eigentlich redundante Schnittprozedur (Pancake) gewöhnt. Sie dient auch als Vorschnitt, als Prelude, als Sichtung, Qualifizieren und Rohschnitt in einem. Man macht, was man gewohnt ist, weil das Ungewohnte eine Zumutung ist. Selbst wenn man sagt, auweia, jetzt muss ich zurück an's ruckelige Adobe.

Was er gar nicht nutzt ist die Spurlosigkeit. Muss man ja auch nicht. Einer der Groschenrüttler für FCP ist, wenn man massig Audioschnippsel anhängt, in vielen "Spuren". Und dann irgendwann merkt, Mensch, das bleibt ja alles da, wo es sein soll.



Antwort von Frank Glencairn:

Axel hat geschrieben:

Einer der Groschenrüttler für FCP ist, wenn man massig Audioschnippsel anhängt, in vielen "Spuren". Und dann irgendwann merkt, Mensch, das bleibt ja alles da, wo es sein soll.
Ist das nicht normal, das der Ton am jeweiligen Clip hängt?



Antwort von cantsin:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:

Einer der Groschenrüttler für FCP ist, wenn man massig Audioschnippsel anhängt, in vielen "Spuren". Und dann irgendwann merkt, Mensch, das bleibt ja alles da, wo es sein soll.
Ist das nicht normal, das der Ton am jeweiligen Clip hängt?
Nicht, wenn Du noch andere Audioclips auf weiteren Spuren als Rattenschwanz an/unter den Clip hängst, zumindest nicht ohne manuelles Gruppieren.



Antwort von Frank Glencairn:

Und woher weiß FC zu welchem Clip die zusätzlichen Schnipsel gehören?



Antwort von cantsin:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und woher weiß FC zu welchem Clip die zusätzlichen Schnipsel gehören?
In den meisten Fällen hast Du wegen der magnetischen Timeline sowieso keinen klassischen Multitrack; ansonsten siehst Du beim Einfügen eines Audioclips (oder welches Clips/Materials auch immer), an welchen "Mutterclip" er sich per Anker festmacht. Du hast dann quasi ein Struktur von lauter aneinandergeketteten Booten, deren vertikale und horizontale Anordnung erhalten bleibt, wenn Du das Mutterboot irgendwohin verschiebst.

Fast dasselbe, was in konventionellen NLEs per Gruppierung geht, nur dass bei FCPX (a) die Gruppierung das Standardverhalten ist und immer vorab definiert wird [also jeder eingefügte Clip mit einem anderen verankert ist), und (b) ausserdem nicht einfach platt eine Menge Clips zusammengefasst wird, sondern die Gruppierung eine interne Baum- bzw. Vererbungsstruktur hat. Wenn Du z.B. die Gruppe Boote an eine andere Stelle der Timeline verschiebst, und eines der Außenboote findet keinen Platz wegen eines anderen Clips, der dort vorher stand, schiebt es sich automatisch unter diesen Clip, ohne ihn zu überschreiben oder zu verschieben.

Der Unterschied zwischen klassischem Multitrack und FCPX deckt sich daher IMHO mit dem von tabellarischen versus objektorientierten Datenbanken. Im Prinzip sind die automatisch aneinander verankerten Clipgruppen von FCPX Objekte mit Vererbung.

Würde mich daher nicht wundern, wenn die "magnetische Timeline" in der frühen Entwicklungsphase von FCPX intern noch "objektorientierte Timeline" hieß, und dann irgendwann Apples Marketingsabteilung dafür eine "endkundenfreundliche" Sprachregelung gefunden hat (wie zuvor "Firewire" für IEEE 1394, "Retina" für hohe DPI etc.etc.)








Antwort von Frank Glencairn:

Ahh, okay - Ich hab also z.B. einen Clip aus der Kamera mit Audio auf der Timeline, und ich will noch zusätzliches Audio - sagen wir mal nen Sound Effekt - drunter legen, den zieh ich dann in die Spur unter dem Clip, und es verankert sich dann automatisch mit dem, was direkt in der Spur drüber liegt, also genau so, als ob ich es gruppieren würde.

Und beim Verschieben gehen sich die Audioclips notfalls von selbst aus dem Weg, indem sie selbstständig neue Tracks aufmachen.

Hab ich das so richtig verstanden?



Antwort von freezer:

Ich denke man könnte es auch als Node-basiertes Editing bezeichnen.



Antwort von hexeric:

freezer hat geschrieben:
Ich denke man könnte es auch als Node-basiertes Editing bezeichnen.
oder einfach als 'zeitgemäß'. 2012 wurde das editing neu erfunden und FCP macht seit anfnag an am meisten spaß.
übrigens: die magnetic timeline hatte AVID 1 in 1990 erfunden, nur in vergessenheit geraten. damals verhalt apple zum durchbruch weil erst der erste mac so stark war, dass man digitales video in echtzeit verarbeiten konnte.



Antwort von R S K:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Ist das nicht normal, das der Ton am jeweiligen Clip hängt?
Ja und nein. In jedem anderen NLE ist der Ton eines Clips leicht und ohne weiteres aus dem Sync zu bringen, was der Typ im Video auch am Anfang (genauso genervt und frustriert wie ich zu FC <10 Zeiten auch) anspricht. Der sync-Ton eines Clips in Final Cut Pro ist fest und unverrutschbar mit dem Clip in einem quasi "Clip-Container" verschachtelt. Also bestenfalls nur mit Aufwand und völlig absichtlich aus dem Sync zu bringen. Aber auch alles an Audio (und Video) darüber hinaus ist mit irgendwas in der sog. "primären Handlung" verbunden, ja.

https://support.apple.com/de-de/guide/f ... mac/11.5.1


cantsin hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und woher weiß FC zu welchem Clip die zusätzlichen Schnipsel gehören?
In den meisten Fällen hast Du wegen der magnetischen Timeline sowieso keinen klassischen Multitrack;…
In den meisten Fällen? Ähm… es gibt überhaupt keine "Tracks" oder Spuren, Punkt. Final Cut arbeitet mit "Rollen" und "Bahnen" (ja, ein großer Unterschied). Und zwar in allen Fällen. Ich wüsste nicht wie, wann und wo es da Ausnahmen geben sollte. Und ein " zusätzlichen Schnipsel" gehört (im weitesten Sinne) zu dem Clip an dem es geschnitten wurde. Sie werden per "Schnorchel" wie ich sie nenne verbunden. Aber natürlich nicht unzertrennlich wie bei Sync-Audio.

cantsin hat geschrieben:
… ansonsten siehst Du beim Einfügen eines Audioclips (oder welches Clips/Materials auch immer), an welchen "Mutterclip" er sich per Anker festmacht. Du hast dann quasi ein Struktur… etc.
Puh… das war jetzt aber eine sehr umständliche Metapher wie ich finde. 😄

Vielleicht hilft eine visuelle Demonstration von, in diesem Fall, dem Unterschied zwischen dem Arbeiten in Final Cut Pro 7 (was im Beispiel mit so ziemlich jedem NLE austauschbar ist) und in FCP heute, wo man sieht wie es sich mit Clips in der "primären Handlung" und die damit verbundenen Clips (ob Video oder Audio) verhält, auch wenn es inzwischen alles optisch ein wenig anders aussieht:



Das ist im Grunde auch genau das was der Typ mit als erstes im Video anspricht, nur hat er eine extrem einfach Timeline, wo das Prinzip nicht wirklich zur Geltung kommt. Womit man im übrigen auch eines der besten Beispiele dafür sieht, warum das schneiden in FC 10 faktisch exponentieller schneller von Statten geht (man beachte das "5x Speed" in der Ecke) als ohne "magnetische Timeline" und "verbundene Clips".

cantsin hat geschrieben:
Würde mich daher nicht wundern, wenn die "magnetische Timeline" in der frühen Entwicklungsphase von FCPX intern noch "objektorientierte Timeline" hieß
Natürlich nicht, da es die magnetische Timeline bereits vor FCP 10 gab. Noch kann man die Position von Zellen in einer Tabelle automatisch mit einander verbinden, also macht das schon deswegen keinen Sinn.

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und beim Verschieben gehen sich die Audioclips notfalls von selbst aus dem Weg, indem sie selbstständig neue Tracks aufmachen.

Hab ich das so richtig verstanden?
Nein, weil es gar nicht erst Tracks gibt die man "aufmachen" müsste. Es gibt wie gesagt nur die "primäre Handlung" (von mir aus ausnahmsweise "Spur" zum besseren Verständnis, die magnetisch ist) und "verbundene Clips". Ist ein Clip bereits an der Stelle unter (oder über) dem Clip wo ich einen neuen hinzufügen/bewegen möchte, sucht es sich (wie man im Clip sieht) einfach selbstständig eine Stelle darüber oder darunter. Ich muss eben NICHT jedes mal erst darüber nachdenken ob ich Clip X an Stelle Y schneiden oder bewegen kann ohne erst eine andere Spur zu "patchen" um zu verhindern, dass ich irgendwas überschreibe. Auch das ist nur völlig absichtlich möglich, sonst nicht. Es gibt also in FCP nie unbeabsichtigte Asychronitäten, weil einfach unmöglich.

Weshalb auch das ganze Track-Prinzip für mich so derart archaisch, unsinnig und gänzlich überholt erscheint und ich nie wieder dazu zurückkehren könnte.



Antwort von R S K:

hexeric hat geschrieben:
weil erst der erste mac so stark war, dass man digitales video in echtzeit verarbeiten konnte.
Das stimmt natürlich hinten und vorne nicht, sorry. "Der erste Mac" (was ein Macintosh 128K wäre) konnte mit Sicherheit kein Avid fahren und die die es (viele Jahre später) konnten brauchten sehr viel und sehr teure Zusatzhardware in Form von min. eine, später gleich mehrere NuBus Karten.



Antwort von Frank Glencairn:

"R S K" hat geschrieben:
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und beim Verschieben gehen sich die Audioclips notfalls von selbst aus dem Weg, indem sie selbstständig neue Tracks aufmachen.

Hab ich das so richtig verstanden?
Nein, weil es gar nicht erst Tracks gibt die man "aufmachen" müsste. Es gibt wie gesagt nur die "primäre Handlung" (von mir aus ausnahmsweise "Spur" zum besseren Verständnis, die magnetisch ist) und "verbundene Clips". Ist ein Clip bereits an der Stelle unter (oder über) dem Clip wo ich einen neuen hinzufügen/bewegen möchte, sucht es sich (wie man im Clip sieht) einfach selbstständig eine Stelle darüber oder darunter. Ich muss eben NICHT jedes mal erst darüber nachdenken ob ich Clip X an Stelle Y schneiden oder bewegen kann ohne erst eine andere Spur zu "patchen" um zu verhindern, dass ich irgendwas überschreibe. Auch das ist nur völlig absichtlich möglich, sonst nicht. Es gibt also in FCP nie unbeabsichtigte Asychronitäten, weil einfach unmöglich.

Weshalb auch das ganze Track-Prinzip für mich so derart archaisch, unsinnig und gänzlich überholt erscheint und ich nie wieder dazu zurückkehren könnte.
Das mit dem automatischen Verbinden und "aus dem Weg gehen" hab ich kapiert - is ja auch recht cool.

Okay, so weit so gut, aber worin genau unterscheiden sich nun in FC, mit einem Video Clip verbundene Audioclips, die (wie in Spuren/Tracks) untereinander, und alle miteinander unter dem Videoclip liegen, von - mit einem Videoclip verbundene (gruppierte/gelinkte )Audioclips - die tatsächlich in Spuren/Tracks untereinander liegen in (den meisten) anderen NLES (wenn man jetzt mal von dem "automatischen aus dem Weg gehen" absieht)?

Und was genau ist der Unterschied zwischen: "eine Stelle darüber oder darunter" und einem Track darüber oder drunter?
Irgendwie ist der einzige Unterschied den ich bisher sehen kann, daß die Tracks halt durch Linien im UI gekennzeichnet sind, aber ansonsten sieht die Timeline doch genau so aus wie sonst auch. Audioschnipsel die von links nach rechts unter Videoschnipseln liegen.

Anschlußfrage: Wie ist das dann in der Audiobearbeitung?
Normal hab ich Tracks für Dialog, Atmo, Effekte etc. wo ich dann ein Plugin/Filter aufden kompletten Track legen kann.
Wenn die Audioclips sich jetzt automatisch da hin verschieben, wo gerade Plat ist, wie kann ich dann auf meine ganzen Dialog Clips z.B. einen DeEsser legen, oder alle Atmos in einem Rutsch in der Lautstärke absenken - geht die Auswahl dann über Metadaten/Binabhängigkeit?



Antwort von R S K:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Okay, so weit so gut, aber worin genau unterscheiden sich nun in FC, mit einem Video Clip verbundene Audioclips, die (wie in Spuren/Tracks) untereinander, und alle miteinander unter dem Videoclip liegen, von - mit einem Videoclip verbundene (gruppierte/gelinkte )Audioclips - die tatsächlich in Spuren/Tracks untereinander liegen in (den meisten) anderen NLES (wenn man jetzt mal von dem "automatischen aus dem Weg gehen" absieht)?
Habe ich gerade erklärt und sogar einen erklärenden Link dazugeschrieben. Es gibt das gesyncte, verschachtelte CLIP Audio, was sich demnach grundsätzlich mit dem Clip bewegt, egal wo es liegt, und es gibt ganz normale, einzelne Audio Clips die frei und unabhängig bewegt werden können und (meist, wenn eben nicht in der Primären) standardmäßig mit dem ersten Frame mit dem darüberliegende Clip per besagtem "Schnorchel" VERBUNDEN sind. Also vom Grundprinzip her auch wie in jedem anderen NLE.


"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Und was genau ist der Unterschied zwischen: "eine Stelle darüber oder darunter" und einem Track darüber oder drunter?
Was der Unterschied bei Video ist, muss ich dir jetzt nicht wirklich erklären, oder?

Bei Audio einfach halt wo grad Platz ist? Wenn das drüber ist, dann halt drüber. Um auch den vertikalen Platz intelligent zu nutzen. Bei Audio ist es ja logischerweise völlig Wurst. Und nochmals, es gibt keine "Tracks". Und nein, das ist nicht nur reine Semantik. Apple nennt sie ganz bewusst nicht "Spuren" oder "Tracks", weil sie eben faktisch gänzlich anders und weit intelligenter funktionieren und verwaltet werden.


"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Irgendwie ist der einzige Unterschied den ich bisher sehen kann, daß die Tracks halt durch Linien im UI gekennzeichnet sind…
Hä? Linien? Was denn bitte für Linien die "Tracks (die es nicht gibt) unterscheiden"? 🤨 Oder meinst du die Verbindungslinien bzw. die "Schnorchel"?? Wie gesagt, inzwischen sieht das ganze anders aus als in dem obigen Clip. Jetzt sind die Verbindungslinien immer nur für den jeweils angewählten Clip sichtbar. Oder hast du tatsächlich nicht verstanden, dass das erste Final Cut 7 war? 😄


"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Anschlußfrage: Wie ist das dann in der Audiobearbeitung?
Normal hab ich Tracks für Dialog, Atmo, Effekte etc.
Sorry, dir jetzt aber (die schon mehrfach genannten) "Rollen" zu erklären, dafür habe ich wahrlich nicht die Zeit. Es gibt jedenfalls Dialog, Musik und Effekts Rollen. Und jede andere die du brauchst oder dir ausdenken magst kannst du frei Schnauze anlegen. Die kann ich dann für die Ausgabe zusammengefasst an (tatsächliche) beliebige Spuren vergeben.


"Frank Glencairn" hat geschrieben:
wie kann ich dann auf meine ganzen Dialog Clips z.B. einen DeEsser legen, oder alle Atmos in einem Rutsch in der Lautstärke absenken
Das alles geht wiederum (momentan noch) über sog. Audio "Komponente". Auch das werde ich dir hier auch nicht MAL EBEN erklären, vor allem wo dir sämtlich Basics dafür fehlen.

Aber ein paar Sachen siehst du z.B. HIER für einen kurzen ersten Auszug oder HIER, wo es aber nur um die Neuerungen die später hinzukamen geht. Nicht um das ganze Prinzip an sich. Da du aber auch überhaupt nichts mit Mac und ganz zu schweigen von Final Cut Pro am Hut hast und dir damit komplett alles an Kontext fehlt, wird es dir herzlich wenig sagen. Und "Lad dir doch einfach mal die Testversion und schau selber" führt auch ins Leere. Also… recht müßig das ganze. 🤷🏼???



Antwort von Axel:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
... aber worin genau unterscheiden sich nun in FC, mit einem Video Clip verbundene Audioclips, die (wie in Spuren/Tracks) untereinander, und alle miteinander unter dem Videoclip liegen, von - mit einem Videoclip verbundene (gruppierte/gelinkte )Audioclips - die tatsächlich in Spuren/Tracks untereinander liegen in (den meisten) anderen NLES (wenn man jetzt mal von dem "automatischen aus dem Weg gehen" absieht)?
Das klingt wie, okay, also von Mumu und Möpsen abgesehen, was unterscheidet sie außerdem? (Da muss ich an Walter Moers' "Sexualkunde auf Esperanto" denken. Pimpo und Ballistos hier, Pimpa und Ballistas dort).
"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Anschlußfrage: Wie ist das dann in der Audiobearbeitung?
Wie RSK sagt.
Generell gibt es ja die Möglichkeit, FCP-Projekte via XML in Resolve zu öffnen. Per default werden die verbundenen Audioclips dann auf so wenige Spuren verteilt, wie es ohne Clipkollisionen nötig ist. Rollenvergaben werden nicht berücksichtigt. Habe ich für die Stadtpark-Atmo in FCP sorgsam Blätterrauschen, verschiedene Vogelstimmen, Kinderlachen und das Knattern des Werbefliegers getrennt, schmeißt mir Resolve alles in vier, fünf Tracks, kunterbunt durcheinander.

Es sei denn, wie ich durch Zufall herausgefunden habe, ich exportiere die fcpxml erneut mit dem kleinen Programm XtoCC, das ich ursprünglich als Automatic-Duck-Ersatz für AAE gekauft hatte, und importiere diese XML. Dann trennt Fairlight die Rollen und Subrollen in getrennte Tracks. Weil z.B. zwei Vögel gleichzeitig zwitschern können und Resolve (nicht FCP, das hat keine Spuren) für einmal "Piep" eine komplette, rechts in die Unendlichkeit reichende Spur anlegen muss, selbst wenn beides "Vögel" sind, werden das in der Regel sehr viele Spuren sein. Aber immerhin, Fairlight hat wohl dem Vernehmen nach einen erwachsenen Audiomischer, somit wäre das Problem gelöst.

Ich selbst bin kein Audio-Freak und bescheide mich gerne damit, auf Event-Ebene (im Toningenieur-Sprech, nicht im FCP-Sprech) zu pegeln und equalizen. Ich habe "Mixing Roles" nie benutzt. Es bedeutet, dass ich meine Timeline als Compound-clip in Rollen und Subrollen zerlegen kann und diese dann wie Clips gemeinsam bearbeiten. Diverse FCP-Nutzer-Kritiker der Methode sagen, dass es sich um einen zwangsweisen Downmix handelt, eine Einbahnstraße nach der Bearbeitung auf Clip-Ebene. Dieser sechs Jahre alte kurze Clip zur Vorstellung von 10.3 zeigt zwei Sachen gut:

1. Focus
Audiorollen und Subrollen können (vor allem in der Ansicht "Audiolanes") so viel Platz verbrauchen, dass man sie alle zu farbigen Balken minimiert
2. Das oben erwähnte "Mixing Roles".
Es wäre halt idealerweise so gelöst, dass man einfach zwischen Clips und Lanes hin- und herschaltet. Seit Jahren auf FCP-Wunschlisten.



Antwort von R S K:

Axel hat geschrieben:
Rollenvergaben werden nicht berücksichtigt. Habe ich für die Stadtpark-Atmo in FCP sorgsam Blätterrauschen, verschiedene Vogelstimmen, Kinderlachen und das Knattern des Werbefliegers getrennt, schmeißt mir Resolve alles in vier, fünf Tracks, kunterbunt durcheinander.
Wenn man es für die Audiobearbeitung ausgibt (und man nicht gerade zu Logic will), besonders wenn es um ProTools geht, dann gibt man es ja auch per X2Pro als AAF aus. Übertrifft bei weitem auch die "CC" Variante.


Axel hat geschrieben:
Ich habe "Mixing Roles" nie benutzt.
Wüsste nicht was das sein sollte.


Axel hat geschrieben:
Dieser sechs Jahre alte kurze Clip zur Vorstellung von 10.3 zeigt zwei Sachen gut:
1. Focus
Wird auch in meinem Clip ausführlicher gezeigt, ja. Eine wirklich geniale Funktion die die wenigsten kennen und schätzen.


Axel hat geschrieben:
2. Das oben erwähnte "Mixing Roles".
Ach so! Das ist die oben erwähnte "Audio Komponente" Technik, ja. Also "Rollen mischen", nicht "Mischrollen" wie ich es verstanden habe. Benutze ich praktisch täglich. Brillant, wenn auch (noch) etwas unnötig umständlich, weil via zusammengesetzten Clip.


Axel hat geschrieben:
Es wäre halt idealerweise so gelöst, dass man einfach zwischen Clips und Lanes hin- und herschaltet. Seit Jahren auf FCP-Wunschlisten.
Verstehe nicht wie das aussehen könnte bzw. was gemeint ist. 🤨








Antwort von Axel:

"R S K" hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:
Es wäre halt idealerweise so gelöst, dass man einfach zwischen Clips und Lanes hin- und herschaltet. Seit Jahren auf FCP-Wunschlisten.
Verstehe nicht wie das aussehen könnte bzw. was gemeint ist. 🤨
Ich bin da praxisfern. Hier (Timestamp):
https://www.youtube.com/watch?v=h4XchWCEFwg&t=664s
wurde zuvor der o.e. "Mixdown" erklärt. Innerhalb des Compounds (Timeline-Pfeil nach links, also auf Clip/Audioevent-Ebene) hört man nicht mehr, was man global gemischt hat.
"R S K" hat geschrieben:
Brillant, wenn auch (noch) etwas unnötig umständlich, weil via zusammengesetzten Clip.
Aber du sagst es ja selbst.




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