Logo Logo
/// 

Test : Loupedeck CT (Creative Tool) - Schickes Controller-Pult mit Kanten

von Fr, 6.März 2020 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Zu viele Tasten, zu wenig Regler
 Fazit



Zu viele Tasten, zu wenig Regler



Beim Loupedeck CT erspart man sich dagegen in erster Linie das Auswendiglernen von ein paar Shortcuts und kann ausgewählte Parameterslider über Drehregler statt über die Maus bedienen. Letzteres ist zwar prinzipiell angenehm, jedoch reichen die sieben Drehregler auf dem Pult nicht aus, um beispielsweise alle wichtigen Farbparameter von Lumetri abzubilden. Und unter After Effects sind die Mapping Möglichkeiten sogar noch weitaus unüberschaubarer. In solchen Fällen müssen dann Parameter wieder auf verschiedene CT-Ebenen gemappt werden. Und die Umschaltung zwischen CT-Ebenen bremst dann in der Praxis wiederum eine flüssige Bedienung. Zum Vergleich: Selbst das günstigste Resolve Panel bietet (neben drei Trackbällen) 15 Drehregler und Ringe mit relevanten Grading-Funktionen. Es kostet zwar auch rund doppelt so viel wie das Loupedeck CT, bietet jedoch wirklich eine fokussierte Bedienung von Resolve ohne Maus oder Tastatur.

Die Konfiguration des Loupedeck CT (Creative Tool)



Es ist zwar denkbar, dass man sich mit der sehr ansprechend gestalteten Applikation das Deck nach eigenen Vorgaben belegt, jedoch empfinden wir dies als sehr viel Arbeit für relativ wenig Produktivitäts-Gewinn. Denn es bleibt dabei, dass das Pult für unseren Geschmack zu viele Tasten und wenig Regler besitzt, die eine Bedienung letztlich von einer Tastatur unterscheiden.



Fazit



Uns gefällt das erste Loupedeck+ deutlich besser, weil es dem Anwender mehr Regler zu einem deutlich günstigeren Preis zur Verfügung stellt. Das neue Loupedeck CT macht dagegen optisch und mechanisch deutlich mehr her, bietet aber statt vielen Reglern vor allem Tasten, die man auf einer normalen Tastatur ja schon zur Genüge vorfindet, nur eben nicht als Touchdisplay-Tasten ausgelegt.

Wer sich typische Tastenkombinationen nicht merken will mag durch die Touchscreen-Buttons vielleicht etwas besser durch die Oberfläche von Premiere und After Effects geführt werden. Wir bezweifeln jedoch stark, dass solche Anwender mit dem Loupedeck CT ein Programm anschließend schneller bedienen können, als ein halbwegs lernwilliger Nutzer mit Maus und Tastatur.

Der Preis von 499 Euro ist in diesem Fall vor allem durch das Design gerechtfertigt, das vielleicht vor Kunden auch einen wichtigen Wert darstellen kann. Wir selber können uns dagegen kaum eine Situation vorstellen, in der das neue Loupedeck CT unseren Workflow signifikant beschleunigt. Das mag für Anwendungen jenseits der Videobearbeitung jedoch ganz anders aussehen. Wir haben das Loupedeck CT für slashCAM nur mit Premiere Pro und After Effects ausprobiert.


Mit Premiere Pro und After Effects


5 Seiten:
Einleitung / Solide mit futuristischer Anmutung
Universeller Helfer für Alles?
Mit Premiere Pro und After Effects
Zu viele Tasten, zu wenig Regler / Fazit
  

[19 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
ksingle    16:08 am 8.3.2020
Ich hab das hier: Shuttle Pro v2
DAF    06:49 am 8.3.2020
Bei mir war das einer der Hauptgründe, mich damit zu beschäftigen. Weil mich das Gefummle an Reglern mit der Maus genervt hat. Das geht so wesentlich (!) feinfühliger, wie ich...weiterlesen
srone    22:37 am 7.3.2020
je nach sounds...;-) lg srone
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Dynamic Shootout - Alle gegen ARRI (u.a. Panasonic S1H und Nikon Z9) Di, 9.August 2022
Wenn schon, denn schon: Dank der wachsenden Zahl an Augen-Clips in unserer Redaktion können wir eine weitere Frage beantworten: Wie schlagen sich ARRI LF und Sony VENICE 2 in der Dynamik gegenüber den besten DSLMs aus unserem Testlabor?
Test: DSLM RAW Dynamic Showdown - Canon R5C, Nikon Z9 und Panasonic S1H Di, 28.Juni 2022
Mit dem Auftritt von TicoRAW in der Firmware 2.0 von Nikons Z9 hat sich die Kamera in unserer Dynamik-Einschätzung für Videofilmer wieder weit nach oben bewegt. Doch wie nah kommt sie unserem aktuellen Dynamik-Liebling Panasonic S1H?
Test: Panasonic GH6 und Canon EOS R5C in der Interviewpraxis Mi, 4.Mai 2022
Wir nutzen Veranstaltungen wie die NAB Broadcastmesse immer wieder auch gerne, um neue Kameras unter Praxisbedingungen für Interviewanwendungen zu testen. Diesmal hatten wir die Canon EOS R5C und Panasonic GH6 im Gepäck und sie mit Cages, Lichtern, Monitor, Griffen , Mikros und Funkstrecken bestückt. Hier unsere Praxiserfahrung mit den beiden Systemen inkl. Rigging Setups und mehr …
Test: MSI Creator Z17 - MacBook Alternative für Windows Nutzer? Mo, 4.April 2022
Ob gewollt oder nicht - das MSI Creator Z17 fordert den Vergleich mit den neuen Macbook Pros förmlich heraus. Nicht nur durch sein Design...
Test: Kinefinity MAVO Edge 6K - ProRes statt compressed RAW Di, 29.März 2022
Test: Der Tascam XLR-Adapter CA-XLR2d an der Canon EOS R3 und R5 C - inkl. Panasonic S1H-Vergleich Mo, 28.Februar 2022
Test: DJI Mavic 3 Cine in der Praxis: 5.1K ProRes LOG, die neuen Trackingfunktionen, APAS 5.0 uvm. Fr, 31.Dezember 2021
Test: DJI Ronin 4D Zenmuse X9 6K - Sensorverhalten, Dynamik und Rolling Shutter Di, 9.November 2021
Test: Apple iPhone 13 Pro - Sensor-Qualität in 4K 10 Bit ProRes inkl. Dynamik und Rolling Shutter Do, 7.Oktober 2021
Test: iPhone 13 Pro im Praxistest: 10 Bit Kinomodus (Cinematic Mode) im Vergleich, Hauttöne uvm. Di, 5.Oktober 2021
Test: Dehancer Pro - Filmsimulation auf höchstem Niveau Do, 26.August 2021
Test: Anker PowerConf C300 - USB-Webcam mit KI-Unterstützung Fr, 30.April 2021


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:



update am 15.August 2022 - 18:02
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*