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Test : DJI Mini 3 in der Praxis: Günstiger Einstieg in führerscheinfreie Drohne (C0-Specs) ab 439 Euro

von Fr, 9.Dezember 2022 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 DJI Mini 2 vs DJI Mini 3 vs Mini 3 Pro / technische Daten

Mit der DJI Mini 3 stellt DJI eine abgespeckte Variante seiner (mittlerweile) recht umfassend ausgestatteten DJI Mini 3 Pro zur Seite – und dies quasi zum halben Preis. Die neue DJI Mini 3 verfügt über den gleichen 12 MP 1/1.3-inch CMOS wie die Pro-Version, zeichnet in max 4K 30p oder 2.7K 60p auf und bietet alle QuickShot-Funktionen direkt vom Verlaufsstart ab. Hier unser erster Test mit der neuen DJI Mini 3 in der Fly-More Combo.

Vorab unser Testclip mit der neuen DJI Mini 3, bei dem wir mit dem RC Controller im kalten Berlin mit Caro geflogen sind und uns 4K 30p, 2.7K 60p sowie QuickShots in HD angeschaut haben:





DJI Mini 2 vs DJI Mini 3 vs Mini 3 Pro / technische Daten



Auf den ersten Blick scheint sich die Mini 3 von der Mini 3 Pro kaum zu unterscheiden, Maße und Gewichte sind mit 251× 362× 70mm auseinandergefaltet und einem Gewicht knapp unterhalb von 250g quasi identisch.

Schaut man etwas genauer hin, erkennt man, dass an Stelle der bei der Pro-Version integrierten dualen Sichtsensoren nach vorne und hinten bei der neuen Mini 3 Lüftungsschlitze verbaut sind.

Die Mini Drohnen-Klasse stellt bei DJI die kompakteste und damit auch transportabelste Drohnenklasse dar, die sich – vor allem mit der hier getesteten Mini 3 – an Drohnen-Einsteiger sowie an alle richtet, die eine möglichst mobile (und leise) Drohne benötigen. Zusammengefaltet kommt die Mini 3 auf schlanke 148×90×62 mm (L×W×H) und kann bei Bedarf quasi auch noch in der Jackentasche transportiert werden. Kleiner ist nur der Vorgänger DJI Mini 2 der bei ebenfalls knapp unter 249g gefaltet auf 138×81×58 mm kommt.

Unser Test-Setup bestand aus der DJI Mini 3 Fly More Combo inkl. RC Controller, zu der neben dem hochwertigeren Controller noch zwei Extra-Akkus, ein Charging Hub und eine Transporttasche gehören.

Die Mini 3 verfügt über zwei Boden-Sensoren, die vor allem für Start und Landemanöver benötigt werden und bei unseren Flugtests problemlos ihre Aufgaben verrichtet haben. Durch das Weglassen der Sichtsensoren nach vorne und hinten verfügt die Mini 3 im Gegensatz zur Pro-Version über keine Kollisionserkennung und auch Active Track ist – wie bei der Mini 2 - nicht mit an Bord. Hier heisst es also mit Bedacht fliegen. Einsteigerfreundliche, automatisierte Kameraaufnahmen und Flugmanöver sind Dank integrierter QuickShot Modes trotzdem möglich.

Mit „Dronie“, „Helix“, „Rocket“, „Circle“, und „Boomerang“ QuickShots sind Einsteiger bestens für schnelle und qualitativ durchaus ansehnliche Drohnen-Manöver gerüstet. Aber Vorsicht! Da es keine Kollisionsverhütung bei der Mini 3 gibt, sollte man sich nicht „blind“ auf die QuickShots verlassen. Hier ist also – teilweise in höherem Maße als bei der Pro-Version der Mini 3 – eine sorgfältige Sondierung des Flugraums in Bezug auf mögliche Hindernisse angesagt. In gewisser Weise ist die Mini 3 Pro also „einfacher“ zu fliegen als das hier getestete Standardmodell.

DJI Mini 3, 1080p, sooc


Die QuickShots funktionieren flugtechnisch gut, sind jedoch nur in HD-Auflösung möglich. Für entsprechende 4K-Aufnahmen müssen insbesondere Einsteiger auf Grund der fehlenden Active Track-Funktionen zu Beginn mehr Zeit in die eigene Flugkompetenz investieren. Dank unproblematischer Flugeigenschaften (und sehr guter Akkuleistung) bringt die Mini 3 hier alle Voraussetzungen für entsprechendes Flugtraining mit – nichtsdestotrotz sollte man diesen zusätzlichen Lernaufwand vor der Anschaffung mit bedenken.

Auch wer solo unterwegs ist und eine Drohne benötigt, die über automatisierte Follow-Funktionen verfügt, dürfte bei der Pro-Version Dank Active Track besser aufgehoben sein. Persönlich können wir uns mittlerweile nur schwer vorstellen, eine Drohne ohne Active Track zu nutzen – aber dies ist bei der Mini 3 auch eine Abwägung zwischen Zusatznutzen und Kosten und damit nur individuell zu beantworten. Siehe hierzu auch unseren Test der DJI Mini 3 Pro.

Herzstück in Sachen Video-/Fotoaufnahme der Mini 3 stellt ein Kameramodul mit 1/1.3-Zoll CMOS Sensor dar, der mit 12 MP auflöst und damit bei gleicher Auflösung größer als der CMOS der Mini 2 (1/2,3“) ausfällt. Hinzu kommt eine lichtstärkere Optik mit fixer f1.7. (zuvor f2.8). Im Ergebnis darf man bessere Lowlight-Fähigkeiten sowie einen etwas höheren Dynamikumfang im Vergleich zur Mini 2 erwarten.

DJI Mini 3, 4K 30p, sooc


Im Gegensatz zur Pro Version (ebenfalls mit 1/1.3-Zoll CMOS Sensor aber 48 MP Auflösung) verfügt die Mini 3 über keine 10 Bit Aufnahme. Entsprechend steht auch kein Log-Format (oder D-Cinelike wie mittlerweile bei der Mini 3 Pro) zur Auswahl. Die Mini 3 ist damit genau wir ihr Vorgänger vor allem auf schnelle Turnovers ohne größeren Aufwand bei der Nachbearbeitung ausgelegt, was ihrer Positionierung als Einsteigerdrohne nochmals unterstreicht. Wir haben in Bezug auf ein mögliches, zukünftiges 10 Bit Update bei DJI nochmal nachgefragt: Bislang ist keine 10 Bit Videoaufnahmefunktion für die Mini 3 vorgesehen.

Bei den Videoformaten stehen somit – wie bei der Mini 2 - in 8 Bit maximal 4K mit 24, 25 und 30p sowie 2.7K und 1080p mit 24, 25, 30, 48, 50 und 60p in H.264 zur Verfügung. Wer 4K/60p oder 10 Bit benötigt, wird bei der Mini 3 Pro fündig.

Als Steueroptionen bietet DJI grundsätzlich zwei Controller bei der Mini 3 an (und damit eine qualitativ hochwertigere Funktion mehr als bei der Mini 2): Entweder – wie beim Vorgänger - der bekannte DJI RC-N1 Controller, für dessen Betrieb ein Smartphone als Bildschirm dient.
Oder jetzt neu auch der RC Controller wie bei der Mini 3 Pro, der über einen integrierten Bildschirm verfügt (und den wir für Vielflieger auf Grund des robusteren Setups klar empfehlen).

DJI Mini 3 und RC Controller


Die RC Controller Option sehen wir - zusammen mit dem qualitativ hochwertigerem Sensoroutput und der besseren Akkuperformance - als größten Vorteil der Mini 3 gegenüber der Mini 2.

Videoqualität 4K/HD 30p, 2.7K 60p


5 Seiten:
Einleitung / DJI Mini 2 vs DJI Mini 3 vs Mini 3 Pro / technische Daten
Videoqualität 4K/HD 30p, 2.7K 60p
Gewicht unter 250g – führerscheinfrei
Akku und Flugdauer / Fazit
Preise und Verfügbarkeit
  

[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
DeeZiD    12:34 am 14.12.2022
Stimmt, wäre klasse, wenn das käme. Hatte damals übrigens die Unterschiede vor und nach dem Update (Sharp/NR -2/-2) gepostet. Vorher war die Drohne ab ISO400 nicht mehr zu...weiterlesen
rob    12:30 am 14.12.2022
Hallo D. unsere Preproduction Mini3 hat das Einstellen von Schärfe und NR leider nicht erlaubt. Aber DJI ist ja bekannt dafür, noch reichlich Funktionen via Firmware-Updates...weiterlesen
DeeZiD    11:06 am 14.12.2022
Die Beispielbilder zeigen die gleichen Probleme, die ich auch mit meiner Mini 3 Pro vor dem letzten Update hatte. Chroma-Wolken. Seit dem letzten Update kann man die...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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update am 6.Februar 2023 - 23:12
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