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Test : Externe SSDs in der Videopraxis: SanDisk Extreme Portable SSD V2, Extreme Pro V2 und Samsung T5

von Fr, 10.September 2021 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Nutzungsszenarien
 Real Live Transferraten
 Reale Transferraten: Backup



Nutzungsszenarien



Für die Kategorie der hochportabelen, externen SSDs sehen wir vor allem drei Nutzungsszenarien im Videozusammenhang:

1.Mobiles Backup vor Ort

An erster Stelle steht hier die zeitlich begrenzte mobile Backup-Lösung bei Drehs vor Ort. Vor allem für Soloshooter und kleine Produktionsteams, die vor Ort unkomplizierte Backups benötigen, eignen sich die mobilen SSDs gut. Wir selbst nutzen sie gerne für Kameratests bei denen vor Ort Backups erstellt werden sowie für Messeberichterstattung, wo noch auf der Messe vor Ort oder im Hotelzimmer Interviews geschnitten und direkt auf YouTube hochgeladen werden. Und auch beim dezentralen/remote Arbeiten mit Videodaten haben wir sie aktuell häufig im Einsatz.

2. Externe Festplatte für den Videoschnitt vor Ort

Zusätzlich zum Backup lassen sich die externen SSDs via USB-C als schnelles, kompaktes Speichermedium für den mobilen Videoschnitt vor Ort nutzen. Wer möglichst leicht und mobil unterwegs sein muss und zusätzlich zur internen SSD des Laptops noch schnell angebundenen Speicher für den Videoschnitt benötigt, erhält mit den externen SSDs eine performante Alternative, die kein eigenes Netzteil benötigt.

3. Aufnahmemedium für Kameras

Darüber hinaus lassen sich die SSDs als externes Aufnahmemedium für Kameras nutzen, die externes USB-C Recording unterstützen (bsp. für Blackmagic Pocket Kameras oder Sigma fp). Vor allem wer mit großen Bandbreiten für eine bestmögliche Qualität hantiert, kommt bei einigen Format/Kamera-Kombinationen kaum an einer Aufzeichnung via externer SSD vorbei.



Real Live Transferraten



Entlang der soeben skizzierten Nutzungsszenarien haben wir dann auch unsere drei SSDs getestet - mit Teils interessanten Ergebnissen. Als Testmaschine diente ein Redaktions-Macbook Pro mit Thunderbolt 3 / USB-C Schnittstellen. Als „virtuelle“ videorelevante Benchmarks haben wir den AJA System Test sowie den Blackmagic Disk Speed Test mit den SSDs laufen lassen. Für die realen Tests wurde eine 512 GB Cfexpress Karte mit Canon 8K Raw Material via SanDisk USB-C-Reader auf die SSDs kopiert und schließlich haben wir mit der Sigma fp 4K 12 Bit Cinema DNG Material extern auf die SSDs aufgenommen.



Reale Transferraten: Backup



Die schnellsten Transferraten hatte (trotz fehlender Unterstützung von USB 3.2 Gen 2x2 an unserem Mac s.o.) die Pro-Variante der SanDisk Extreme Portable SSD. Hier lagen wir – je nach Benchmarktool – bei guten 940 - 990 MB/s sowohl bei der Schreib- als auch bei der Lesegeschwindigkeit.

Kurz dahinter folgte die Standard Version der SanDisk Extreme Portable SSD mit um die 800 MB/s Schreib und gemittelter ca. 935 MB/s Lesegeschwindigkeit.

Das ältere SATA Protokoll der Samsung T5 ermöglichte ihr erwartungsgemäß Schreib- und Lesegeschwindigkeiten um die 500 MB/s.

Auch beim Überspielen unserer komplett gefüllten 512 GB SanDisk Cfexpress Karte mit Canon RAW Material (via USB-C Cfexpress SanDisk Reader) lag die SanDisk Extreme Pro Portable SSD mit 11 Min 34 Sekunden vorne. Die Standard- SanDisk Variante benötigte 13 Min 46 Sekunden und die Samsung T5 war mit 19 Minuten 36 Sekunden rund 8 Minuten später am Ziel als die schnellste SSD in diesem Test.

Interessant für uns: Der Unterschied bei größeren Card-Backups liegt bei der Pro-Version und der Standard-Version der beiden NVMe-basierten SanDisk SSDs bei rund 2 Minuten – wer regelmäßig möglichst schnelle Backups benötigt, kann also durchaus von der höheren Geschwindigkeit der SanDisk Extreme Pro profitieren – selbst bei fehlender USB 3.2 Gen 2x2 Unterstützung. Wer hingegen mit ein Paar Minuten mehr Wartezeit auskommt, ist mit der SanDisk Extreme Portable Standard-Version ebenfalls flott dabei.

Videodatentransfers von der Cfexpress Karte


Die SATA-basierte Samsung T5 lässt sich deutlich mehr Zeit, kommt aber mit Beharrlichkeit ebenfalls an´s Ziel. Wer mehrere große Cardbackups bei der Samsung T5 am Stück ausführen möchte, sollte allerdings die Betriebstemperatur im Auge behalten. Wir hatten bei einem Kopiervorgang einen starken Einbruch in der Performance nachdem zuvor bereits größere Videodaten kopiert worden waren. Hier hat vermutlich ein Überhitzungsschutz bei der Samsung T5 zugeschlagen, den wir bei den SanDisks im Testbetrieb nicht hatten (obwohl diese ebenfalls bei großen Kopiervorgängen am Stück recht warm wurden).

Einleitung / Technische Daten und Verarbeitung
Reale Transferraten: Externes SSD-Recording


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Einleitung / Technische Daten und Verarbeitung
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Reale Transferraten: Externes SSD-Recording
Fazit
  

[7 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
cantsin    12:36 am 17.9.2021
Bei Sigma fp-Nutzern gibt es die Erfahrung, dass die T7 weniger gut bei der 4K-CinemaDNG-Aufnahme mit der Kamera zusammenspielt als die T5. Interessant ist auch noch die Sabrent...weiterlesen
Syndikat    10:38 am 17.9.2021
hm... wenn ihr schon die Sandisk Pro und Standard testet hättet ihr der Vollständigkeit halber bei WD auch die T7 testen müssen. Die wäre ja das Pendant zur SD-Pro. Die T7...weiterlesen
rob    13:02 am 10.9.2021
Ja, da muss man tatsächlich aufpassen - "V2" ist auf jeden Fall ein Hinweis ... Viele Grüße Rob/ slashCAM
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