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Ratgeber : Panasonic GH5 - Like709-Profil das bessere (und kostenlose) V-Log?

von Do, 30.März 2017 | 2 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Fazit

Wir sind mit unsereren bisherigen Erkenntnissen zu V-Log an der GH5 wieder einmal etwas weiter gekommen, worüber wir euch auch auf dem Laufenden halten wollen.

Zuerst haben wir die von der GH5 erzeugten V-Log L Werte zum ersten mal in einem Schnittprogramm nachvollziehen können. Nachdem Premiere Pro und Resolve unter Windows hier noch immer patzen bzw. die Files erst gar nicht korrekt lesen können, zeigte EDIUS in der Version 8.32 wie es sein soll.

Das Programm liest die 10 BitBit im Glossar erklärt 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt Files der GH5 mit der Firmware 1.0 exakt so ein, wie es schon zu GH4 Zeiten zur Einführung von V-Log L definiert wurde. Dank 10 BitBit im Glossar erklärt Color-Picker in Edius sieht man hier deutlich den Weißpegel bei 720 liegen und den Schwarzwert bei ca. 175 (+/- dem auftretenden Noise).

Wo diese Punkte genau liegen sollten kann man bislang nur aus einer Grafik von Panasonic zu V-Log L ersehen, die wir mit der normalen V-Log Kurve zusammenkopiert haben. Dort sieht man unter anderem auch gleich, dass V-Log L und V-Log neben dem “Licht-Knick” auch an anderen Stellen etwas auseinanderlaufen:



Nach dieser Grafik sitzen die Werte für V-Log L in Edius also wirklich dort, wo sie sein sollen. Doch bislang gibt es nur eine von Panasonic empfohlene LUT zur Entzerrung, nämlich die “normale” V-Log LUT für die Varicam mit einem Super35mm-Sensor, die das Signal in den REC709 Farbraum überträgt. Nach Anwendung dieser LUT in EDIUS landet der Schwarzwert bei ca. 64 und der Weißwert bei 1020. Soweit also alles im grünen Bereich, die LUT mappt das gesamte Signal wie gewünscht fast komplett über den gesamten Projekt-Farbraum (in Rec709).

Dennoch sehen wir an dieser Stelle ein grundsätzliches Problem: Denn aus Kompatibilitätsgründen zu den größeren Varicam S35-Sensoren mit mehr Dynamik füllt die Aufzeichnung des gesamten Sensorpegels an der GH5 die möglichen 10 BitBit im Glossar erklärt gar nicht voll aus. Die Kamera nutzt in der 10 Bit-Aufzeichnung wie beschrieben nur die Werte von 175 bis 720. Dies entspräche 545 möglichen Werten, die sich auch fast in 9 BitBit im Glossar erklärt speichern ließen (was 512 Werten entsprechen würde).

9 BitBit im Glossar erklärt sind zwar schon deutlich mehr als 8 BitBit im Glossar erklärt, jedoch wählt man mit V-Log L einen Kompromiss, der der Kompatibilität zur Varicam geschuldet ist. V-Log L Material soll sich problemlos mit V-Log auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt mischen lassen und für diese “Kompatibilität zur großen Schwester” opfert die GH5 fast die Hälfte der möglichen Farbauflösung. Setzt man dagegen auf alternative (und kostenlose) Profile wie Cinelike D so kann man wirklich die gesamte Aufnahme-Bandbreite von 0 bis 1023 füllen. Gäbe es hierfür eine genormte LUT, so wäre dies auf der GH5 die bessere Wahl gegenüber V-Log.

Doch es sind schon heute noch bessere Alternativen vorhanden. Denn Panasonic hat der GH5 ein weiteres Profil mitgegeben, das sich “Like709” nennt. Und bei diesem Profil lässt sich in der Kamera erstmals eine Knee-Funktion nutzen. Man hat es hier also mit einem normalen 709-Profil zu tun, bei dem man manuell festsetzen kann, ab welchem Punkt die Lichter komprimiert werden sollen. Dieses Profil lässt sich ähnlich wie Rec709 graden, d.h. man kann ganz regulär im Rec 709 Farbraum arbeiten und hat dabei “nur “ die Lichter komprimiert. Da aber in 10 BitBit im Glossar erklärt aufgezeichnet wird stehen damit in der Regel noch ausreichend viele Werte für die komprimierten Sensordaten in den Lichtern zur Verfügung. Und das dürfte für viele Anwender eigentlich deutlich interessanter sein als V-Log L. Allerdings muss man mit dem variablen Knee-Punkt in der Nachbearbeitung klar kommen.



Dies klingt irgendwie schon fast wie ein Vorläufer zum angekündigten HybridLogGamma-Profil, dass mit den nächsten Firmware-Updates kommen soll. Dieses HybridLogGamma-Profil verfolgt einen ähnlichen Ansatz der komprimierten Lichter, nur eben im Rec2020-Farbraum und ohne frei definierbaren Knee-Punkt. Viele Programme wie Resolve bringen die entsprechenden Hybrid Log GammaGamma im Glossar erklärt LUTs bereits mit oder werden diese in naher Zukunft unterstützen. Man wird hier also die Vorteile einer Log-ähnlichen Aufzeichnung bekommen, die geräteübergreifend durch genormte LUTs genutzt werden kann. Und wahrscheinlich wird die GH5 im Hybrid Log GammaGamma im Glossar erklärt Profil auch die vollen 10 BitBit im Glossar erklärt bei der Aufnahme füllen. Wie sie es jetzt schon im “Like709”-Profil macht.

Fazit


Panasonic GH5im Vergleich mit:

Strassenpreis: 1599 €
Markteinführung: März 2017
Sensorgrößen-Klasse:
Micro Four Thirds
Mount: Micro Four Thirds

Platz 1 DSLR/DSLM Bestenliste
Panasonic GX800
Strassenpreis: 435 €
Sensorgrößen-Klasse: Micro Four Thirds
Nikon D5
Strassenpreis: 5899 €
Kleinbild-Vollformat, FX

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[351 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
domain    20:36 am 22.6.2017
Bei der Kneeinstellung gibt es vereinfacht ausgedrückt zwei Parameter. Ersten ab wann der Knick beginnen soll (z.B. ab 80%) und zweitens wie flach der nachfolgende Steigungswinkel...weiterlesen
funkytown    17:47 am 22.6.2017
Im Artikel steht: "Mit dem kostenlosen “Like709”-Profil lässt sich quasi über die variable Knee-Funktion immer die volle Dynamik des Sensors auf die vollen 10 BitBit im...weiterlesen
domain    07:19 am 27.4.2017
Ja du hast ihn enttarnt, unverkennbar kreativer Stil, aber bessere Rechtschreibung und nicht mehr so viele Anspielungen im Urogenitalbereich. Bisher auf zu entsorgende...weiterlesen
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