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The Show must go on -- Netflix zeigt, wie in Noch-Coronazeiten gedreht werden kann

[14:31 Di,5.Mai 2020 [e]  von ]    

Wie können endlich wieder Filme und Serien gedreht werden? Netflix probiert es bereits aus in Südkorea und Island, wo das Virus ziemlich unter Kontrolle gebracht wurde, doch demnächst soll sogar auch in Schweden wieder eine Serie produziert werden. Unter welchen Sicherheitsvorkehrungen diese Drehs stattfinden, beschreibt Ted Sarandos (Chief content officer bei Netflix) in einem Artikel für die Los Angeles Times.

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Die mit den Behörden vereinbarten Bedingungen variieren von Land zu Land, vor allem was das Testen der Crewmitglieder betrifft. In Island etwa werden alle im Team täglich getestet, in Südkorea nur jene, die Symptome zeigen. Ob dabei auch Coronaschnelltests eingesetzt werden, wie z.B. der von Abbott Laboratories, welcher innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefert, ist nicht bekannt. Da in Schweden überhaupt sehr wenig getestet wird, haben sich dort die Schauspieler sowie das Kostüm- und Makeup-Team, die engen Kontakt zu ihnen haben, bereit erklärt, vor Drehbeginn eine 14-tägige Quarantäne einzuhalten.



Überall anscheinend ist eine Fiebermessung vor dem Arbeitstag Pflicht. Natürlich müssen am Set Masken und ggf. Handschuhe getragen und Sicherheitsabstände beachtet werden. Zumindest in Island ist zusätzliches Sicherheitspersonal vor Ort um sicherzustellen, dass sich nicht mehr Leute als zugelassen am Set befinden. Auch gibt es wie es scheint verschiedene Zutrittsbereiche, um Crew-Departments soweit möglich auseinanderzuhalten.

Auch das Catering muss natürlich anders funktionieren -- es gibt keine Buffets mehr, sondern abgepackte Portionen. Alle paar Stunden werden häufig verwendete Oberflächen desinfiziert, die Props und Kostüme jeden Abend.

Sarandos zeigt sich recht zuversichtlich, dass auf diese Weise wieder Leben in die Filmbranche kommen kann, auch wenn vieles neu oder anders geplant werden muss. Manche vorgesehene Location muss sicherlich ersetzt werden, weil sie zu eng ist oder nicht zugänglich, und weiterhin kaum zu realisieren sind beispielsweise Reise- oder Massenszenen. Viel Körperkontakt (Action, Romantik..) ist ebenfalls heikel umzusetzen, zumal die Schauspieler ja auch keine Schutzmasken im Bild tragen können. Somit müssen also auch Drehbücher geändert werden und wo Live-Action oder Massenszenen geplant waren, muss ggf. auf CGI ausgewichen werden.

Dies alles ist aufwendig und hinderlich, doch um überhaupt wieder etwas produzieren zu können, wird man es wohl noch eine ganze Weile in Kauf nehmen müssen. Immerhin zeigt Netflix schon mal, wie es gehen könnte.

Link mehr Informationen bei www.latimes.com

  
[29 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
iasi    21:18 am 7.5.2020
Merkwürde Defintition von A- und B-Ware. Geht es dir dabei etwa nur um das Budget und die Einspielergebnisse? Das Gesamtangebot gerade von Netflix ist derart mau, dass sie...weiterlesen
Funless    17:00 am 7.5.2020
Also ein liebevoller Spitzname für den Chef, wenn ich dich richtig verstanden habe. Danke für die Erklärung, wieder was dazugelernt.
Cinealta 81    16:58 am 7.5.2020
Keine militärische Einheit, nein. Aber Commander in Chief ist richtig. So nennen wir ihn halt... ;-) Er hat die absolute Ruhe und ist ziemlich abgeklärt. Er hat seit Jahren...weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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