slashCAM
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Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von slashCAM »



Grain ist das Sahnehäubchen eines Filmlooks. Doch diese Beigabe hat in der digitalen Distribution auch ihren Preis.



Hier geht es zu Artikel auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Wissen: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix



iasi
Beiträge: 31293

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von iasi »

Guter Ansatz, der die begrenzten Datenraten ausreizt.



TheBubble
Beiträge: 2164

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von TheBubble »

Die Idee ist nicht neu.

Sie hat sich bisher nicht durchgesetzt.

Warum sollte es dieses Mal anders sein?

Bestimmt fänden genug Nutzer sogar die entrauschte Variante beim 1. Eindruck besser und würden das Feature gerne abschalten. Puristen dürfte stören, dass es nicht mehr das "Original" ist - letztlich ist es schließlich eine in zwei zusätzlichen Schritten bearbeitete Version.

Trotz alledem ist es interessant und ich müsste mich einmal erneut mit den Techniken beschäftigen.



DeeZiD
Beiträge: 770

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von DeeZiD »

Hier sieht das Endergebnis gar besser aus, da der Encoder nicht mehr so stark belastet wird.



iasi
Beiträge: 31293

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von iasi »

TheBubble hat geschrieben: Fr 01 Aug, 2025 16:36 Die Idee ist nicht neu.

Sie hat sich bisher nicht durchgesetzt.

Warum sollte es dieses Mal anders sein?

Bestimmt fänden genug Nutzer sogar die entrauschte Variante beim 1. Eindruck besser und würden das Feature gerne abschalten. Puristen dürfte stören, dass es nicht mehr das "Original" ist - letztlich ist es schließlich eine in zwei zusätzlichen Schritten bearbeitete Version.

Trotz alledem ist es interessant und ich müsste mich einmal erneut mit den Techniken beschäftigen.
Die Puristen würden sich dann aber selbst etwas vormachen.

Die Kompession zerfledert das "Original" schließlich ziemlich und lässt weniger vom ursprünglichen Rauschen übrig, als diese Methode.



moowy_mäkka
Beiträge: 70

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von moowy_mäkka »

Das ist ja wie, wenn man Apfelsinen-Saft
trocknet und später mit Wasser versetzt:
Ein Teil der Natürlichkeit geht verloren.



Axel
Beiträge: 17183

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von Axel »

moowy_mäkka hat geschrieben: Sa 02 Aug, 2025 18:53 Das ist ja wie, wenn man Apfelsinen-Saft
trocknet und später mit Wasser versetzt:
Ein Teil der Natürlichkeit geht verloren.
Natürlichkeit? Meinst du jetzt das echte Filmkorn?
Gutes Video, das im langen Mittelteil den Entwicklungsprozess ausführlich zeigt:

Und selbst dann: wer würde da heute noch auf aufwändige Post verzichten?

Ganz provokativ gesagt gab es in der Fotografie und in der Kinematografie noch nie „Natürlichkeit“. Nicht dort, nicht in der Malerei und überhaupt nirgends, wo Menschen ihre Wichsgriffel drin hatten. Deswegen spricht man von Artefakten.
Na und? Im Fernsehen wird ja auch alles wiederholt ...



little-endian
Beiträge: 4

Re: Einmal Denoising und zurück - Neue Filmkorn-Simulation bei Netflix

Beitrag von little-endian »

Aus dem Artikel:
Um Speicher und Datenübertragungskosten zu sparen, entrauschten Netflix und Co. darum viele Filme erst einmal (zu?) radikal. Dadurch wurden viele Filmklassiker zwar objektiv gemessen in der Qualität sogar besser [...]
Das ist falsch. Durch eine nachträgliche Rauschfilterung lässt sich ein Signal objektiv gerade nicht verbessern, sondern allenfalls subjektiv. Andernfalls ergäbe die Definition des Signal-/Rauschverhältnisses keinen Sinn mehr und läge dann immer bei "unendlich".
Im digitalen Zeitalter lassen sich bekannterweise mit aktuellen Cine-Kameras ziemlich rauschfreie, geradezu klinisch saubere Bilder erzeugen, denen es vielen Filmemachern an Charakter fehlt.
Hier beginnt dann der subjektive Schwachsinn, jedenfalls aus technischer Sicht. Eine etwaige "Digitalität" sorgt sicher weder für Rauschfreiheit (sondern erzeugt Rauschen vielmehr bei der Quantisierung) noch für "klinische" Bilder, denn was da einfach weniger rauscht, sind die immer noch analogen Videosensoren. Vor allen Ziffern kommt vom Licht ausgehend erstmal die Elektronik. Ferner wird nichts weggenommen, sondern analog zur CD vs. Schallplatten - Diskussion schlicht weniger an Störung hinzugefügt. Aber viele Leute sind ja auch mit HFR mental überfordert, obwohl beim Fernsehens seit Jahrzehnten völlig normal und bleiben stur bei ihrem Daumenkinogestottere, da ja ach so filmisch.

Man sollte generell unterscheiden zwischen Rauschen, das man nachträglich entfernt hat und Rauschen, das man durch - objektiv betrachtet - technische Mängel erst gar nicht ins System eingebracht hat.

Leider vermischt der Artikel diese Ebenen und Netflix möge sich mit ihrer Herumknauserei bei den Bitraten, die sie einem auch noch frech als Vorteil für den Kunden verkaufen, zum Henker scheren.



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