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Sony stellt MicroLED Wand für virtuelle Filmsets wie bei "The Mandalorian" vor

[12:49 Sa,9.Januar 2021 [e]  von ]    

Sony hat kurz vor dem Start der CES 2021 zwei neue Crystal LED Display-Module für professionelle Anwendungen vorgestellt - für Filmemacher besonders interessant ist die Möglichkeit, aus mehreren solcher Modulen riesige LED-Wände für dynamische Hintergründe in virtuellen Filmsets zu kombinieren.

SonyCrystalLED-Display
Virtual Filmset mit Sony Crystal LED Display




Für diesen Zweck eingesetzt wurden Sonys Crystal LED Displays schon (zusammen mit Laserprojektionen) in der Produktion der im Star Wars Universum spielenden Space Western Serie "The Mandalorian" und in George Clooney’s Science Fiction Film "Midnight Sky".

Vorgestellt hat Sony zwei Typen von Crystal LED Display-Modulen, jeweils mit 2 Modellen mit unterschiedlichen Pixeldichten bzw. Auflösungen: die C-Serie mit besonders hohem Kontrast von 1.000.000:1 und die B-Serie mit einer besonders hohen Helligkeit von 1.800 nits. Letztere wurde in Zusammenarbeit mit Sony Pictures Entertainment entwickelt, um speziell den Bedürfnissen virtueller Filmproduktionen zu entsprechen. Sie verfügt deswegen beispielsweise über eine Antireflexionsbeschichtung mit mattem Finish.



Auf den Markt kommen sollen die beiden neuen Serien im Sommer 2021 - beide Modellreihen unterstützen einen großen Farbumfang, decken den sRGB-Farbraum zu 140% ab und können sowohl 10-Bit HDR, als auch HFR (mit bis zu 120Hz) und 3D-Inhalte darstellen. Preise für die neuen Modelle hat Sony noch nicht genannt, aber bisher kostete ein 320x360 PixelPixel im Glossar erklärt Modul rund 10.000 Dollar.

Die einzelnen rahmenlosen Display-Module mit Auflösungen von 480x270 Pixeln (B12A/C12A) bzw. 384x216 Pixeln (B15A/C15A) und einer Größe von 60.8 x 34.1 x 7,5cm bieten einen großen Betrachtungswinkel von nahezu 180° und sollen Sony zufolge leicht zu installieren sein - sie werden nahtlos aneinandergesteckt und übertragen dann untereinander Energie und Bildinformationen. Die einzelnen Module sind in nahezu beliebiger Größe, FormatFormat im Glossar erklärt und Auflösung zu einer Display-Wand kombinierbar. Jedes einzelne PixelPixel im Glossar erklärt wird durch drei Micro-LEDs (R,G und B) repräsentiert, was für die sehr gute Farbwiedergabe, hohe Helligkeit und die tiefen Schwarzwerte sorgt.

Was ist ein virtuelles Filmsets?

Mit der Hilfe von hochauflösenden LED-Displays kann an einem Filmset entweder ein live gerenderter, virtueller oder eine vorher z.B. bei einem Außendreh aufgenommene Szenerie - wie etwa eine Wüste oder Berglandschaft - im Hintergrund dargestellt werden. Und zwar so hochauflösend, daß sie abgefilmt werden kann und zugleich auch eine komplexe realistische Ausleuchtung der Szene (samt stimmiger Reflektionen) samt Schauspielern am Set liefert.

Ersetzen MicroLED Displays Greenscreens?

Die dynamischen virtuellen Hintergründe per MicroLED Wand bringen eine ganze Reihe von Änderungen des Workflows und Vorteilen für die traditionelle Filmproduktion: so verlagert sich viel Arbeit von der Post- in die Pre-Produktion, da schon in diesem Stadium anhand von 3D-Modellen der Szenen die Drehs einzelner Szenen exakt geplant und so visualisiert werden können, wie sie später im Film aussehen werden.

Beim Dreh selbst können Production Designer, DoP und Regisseur grundlegende ästhetische Entscheidungen schnell treffen und neue Ideen gleich ausprobieren und müssen nicht auf stundenlange Renderings in der Postproduktion warten, wenn am Design des (virtuellen) Sets etwas geändert werden soll.



Das Filmen von CGI-Szenen wird so viel natürlicher für die ganze Film-Crew und der Dreh unabhängig von den Außenbedingungen - so kann die magische Stunde etwa einen ganzen Tag dauern, beliebig die Farbstimmung noch geändert werden und es drohen keine grauen Wolken mehr bei Szenen, für die strahlend blauer Himmel vorgesehen ist. Die Hintergründe können ebenso live digital manipuliert werden wie virtuelle gerenderte Objekte am Set.

Mandalorian
Virtual Filmset von The Mandalorian


Ein weiterer Vorteil entsteht durch die Einsparung von Kosten: so reicht für viele Szenen eine Kamera, welche vor Ort Bilder von Hintergründen einfängt und erspart so eine Reise des ganzen Filmteams. Diese echte Footage kann auch mit virtuellen Objekten kombiniert werden. Total verändert wird die Produktion auch dadurch, daß das virtuelle Set extrem schnell von Szene zu Szene gewechselt werden kann und kaum mehr Umbauten mehr benötigt. Auch die Schauspieler profitieren, da sie im Gegensatz zu den sonst verwendeten Greenscreens durch die auch für sie sichtbaren Hintergründe ein besseres Gefühl bekommen für die Umgebung in der sie spielen.

In Zukunft könnten auch effektlastige Filme mit geringerem Budget von der neuen Technik profitieren, da sie erheblich billigere VFX in Filmen (und eine geringere Produktionszeit) ermöglicht. Vorerst ist die Technik aber aufgrund ihres hohen Preises noch auf Produktionen mit relativ hohem Budget begrenzt, das wird sich aber vermutlich schnell ändern, wenn immer mehr solche virtuellen Filmsets in immer weiteren Studios zur Miete bereit stehen.

Weitere Anwendungsbereiche für große MicroLED Wände

Andere Anwendungsbereiche sind große LED-Wände zum Beispiel für Showrooms oder Lobbys von Firmen. So hatte Sony bei einem frühen Modell bereits 2014 ein 16K Display konzipiert und zum Beispiel 2019 für die japanische Kosmetikfirma Shiseideo eine 19.2 x 5.4 Meter große MicroLED Wand mit einer Auflösung von 16K (15.360 x 4.320 Pixel) installiert und kleinere Versionen für die Wohnzimmer von Millionären hergestellt. Bis aber in jedem Wohnzimmer so eine MicroLED Wand steht, wird es angesichts der noch sehr hohen Preise noch etwas dauern.

LED-Room



Link mehr Informationen bei pro.sony

  
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