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Premiere Pro/Rush und Audition: Erste Beta für Apple M1 bringt deutliche Beschleunigung

[13:31 Di,22.Dezember 2020 [e]  von ]    

Adobe hat erste Beta-Versionen von Premiere Pro, Premiere Rush und Audition veröffentlicht, welche die neuen MacBooks und Mac minis mit Apples neuem M1 Chip nativ unterstützen, der auf hohe Leistung bei geringem Energieverbrauch spezialisiert ist.

Nativ für M1 Systeme geschriebener Programmcode beschleunigt Anwendungen sowohl dadurch, daß Funktionen genutzt werden können, welche der Apple A1 durch spezialisierte Hardware auf dem hochintegriertem SoC zur Verfügung stellt (wie etwa Machine Learningper Neural Engine oder En-/Decoding), als auch durch eine bessere Anpassung auf die Besonderheiten des anderen Chip-Designs.



Adobe Premiere Pro: native M1 Beta vs. Rosetta vs. Intel Version

Nativ unterstützt werden in Premiere Pro die wichtigsten Editingfunktionen sowie oft verwendete populäre Codecs wie H.264, HEVC und ProResProRes im Glossar erklärt, welche zum Teil direkt per spezialisierter Hardware vom M1 beschleunigt werden. Adobe will in den nächsten Betaversionen von Premiere Pro Stück um Stück weitere Funktionen nativ umsetzen, um sie dann in einer Beat-Version zu testen.

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Benachmark H.264 Adobe Premiere Pro native M1 Beta vs. Rosetta vs. Intel Version


In ersten Benchmarks von Adobe schneidet die M1 Beta von Premiere auf einem MacBook Pro 13" gegenüber eine per Rosetta laufenden Intel-Version auf dem selben M1 MacBook Pro bzw der Intel-Version auf einem MacBook Pro 16" sehr gut ab. So ist der 13" M1 MacBook Pro mit 8-Kern CPU und GPU beim Export von H.264 annähernd so schnell wie der Highend MacBook Pro 16" und circa doppelt so schnell wie die nicht native Version (es ist allerdings nicht angegeben, ob es sich bei dem Intel 16" MacBook Pro um das Modell mit 2,6 GHz Intel i7 und einer AMD Radeon Pro 5300M oder 2,3 GHz Intel i9 mit einer AMD Radeon Pro 5500M handelt) - und Adobe will die Performance im Laufe der nächsten Betas noch weiter optimieren. Unabhängige Tests werden bald zeigen, ob sich die Performancevorteile so bewahrheiten.

Besonders profitieren durch die Anpassung an den M1 SoC sollen auch die Adobe Sensei Machine Learning Funktionen in Premiere, da diese den dezidierten Machine Learning Chip nutzen können. Das zeigt sich deutlich in der Benchmark der Szenenerkennung in Premiere Pro, einer Adobe Sensei Funktion: hier ist Premiere Pro 14.7 per Rosetta schon beinahe doppelt so schnell auf dem 13" MacBook Pro wie der MacBook Pro 16", die M1 Version ist noch einmal mehr als doppelt so schnell wie diese (und mehr als 4x so schnell wie auf dem 16" MacBook Pro).

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Benchmark Szenenerkennung Adobe Premiere Pro native M1 Beta vs. Rosetta vs. Intel Version


Folgende Formate werden in der aktuellen M1 Beta unterstützt: H.264 und H.265 in MP4, MOV oder MXF; AVC Intra, XAVC-I und XAVC-L in MXF; ProResProRes im Glossar erklärt in MOV oder MXF; JPG, PNG, GIF, WebP, HEIF/HEIC, AAC, WAV sowie M4A.

Einschränkungen der M1 Beta auf Premiere Pro

Es gibt allerdings eine wichtige Einschränkung bei der (professionellen) Arbeit mit dieser ersten M1 Beta Version (und zum Teil auch mit der Rosetta Version) von Premiere Pro zu beachten: einige Video- und Audioeffekte, Interchange Formate wie XML, AAFAAF im Glossar erklärt und OMFOMF im Glossar erklärt, Hard- oder Software anderer Hersteller für Premiere wie etwa Plugins, Steuerpulte oder Capture-Karten zum Monitoring funktionieren noch nicht. Wer also von der Geschwindigkeit der unterstützen Funktionen wie etwa dem Encoding profitieren will, kann die M1 Beta nutzen, muss aber auf manche Funktionalität noch verzichten.

Weiter ist zu beachten, daß Premiere Pro Beta für Apple M1 den neuen Untertitel-Workflow verwendet, der ein Upgrade des Projektdateiformats erfordert. So empfiehlt Adobe eine Kopie für den Beta-Test zu erstellen, um Kompatibilitätsprobleme mit einer laufenden Produktion zu vermeiden. Und da es noch keine M1 Beta-Versionen von After Effects und Media Encoder gibt funktionieren Dynamic Link mit After Effects und Queue to Media Encoder nur mit den jeweiligen Intel-Beta-Versionen im Rosetta 2-Emulationsmodus. Hier finden sich noch weitere Details zu den Einschränkungen der M1 Beta Version.

Durch die Möglichkeit, Betas getrennt von den Releases zu installieren, können allerdings praktischerweise beide Versionen parallel genutzt werden, d.h. User müssen sich nicht für die eine oder andere entscheiden und vermeiden so eventuelle Probleme mit Betas bei der wichtigen Arbeit an laufenden Projekten. Die Beta-Builds für Premiere Pro (sowie Premiere Rush und Audition) mit nativer Apple M1-Unterstützung können direkt über die Creative Cloud Desktop-Anwendung installiert werden.

Premiere



Premiere Rush und Audition M1 Beta

Die M1 Beta von Premiere Rush unterstützt ebenfalls die Kernfunktionen des Editing und H.264 Video sowie die Möglichkeit, Titel und Audio aus den in Rush integrierten Bibliotheken hinzuzufügen. Zudem ist es möglich Projekte neu zu erstellen und lokal auf Apple M1-Geräten zu exportieren. Die Unterstützung zusätzlicher Formate, das Synchronisieren von Projekten zwischen Geräten und das Exportieren zu sozialen Plattformen werden in zukünftigen Beta-Builds kommen.


Echtzeit-Rendering der Spektralfrequenz bei 16K FFT in Audition im Vergleich


Die Audition M1 Beta bietet Leistungssteigerungen für viele Audioeffekte. Zu den weiteren Verbesserungen gehört die Echtzeit-Performance für den Spektralfrequenz-Editor. Die Audition Beta für Apple M1-Hardware enthält die meisten der vorhandenen Audiobearbeitungsfunktionen, bietet aber noch keine Unterstützung für die Videowiedergabe, Erweiterungspanels oder einige Formate und Integrationen von Drittanbietern.

Release-Versionen von Premiere Pro, Audition und Premiere Rush mit vollständiger nativer Unterstützung für Apple M1-Systeme unter macOS sollen laut Adobe in der ersten Hälfte des Jahres 2021 verfügbar sein. Die Arbeit an nativer Apple M1-Unterstützung für After Effects und Character Animator Apple M1 wird im Jahr 2021 beginnen.

Unsere Tests des MacBook Pro 13" M1 mit DaVinci Resolve

Wir haben das neue MacBook Pro 13" mit M1 bereits unter Blackmagic DaVinci Resolve 17 getestet und sind dort zu einem positiven Urteil bezüglich Leistung und Stromverbrauch gekommen. Man wird sehen, ob die Ergebnisse unter Premiere Pro ähnlich sein werden.

Link mehr Informationen bei blog.adobe.com

  
[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Axel    19:01 am 23.12.2020
Nach etlichen Stunden Infotainment mit Youtube-Reviewern bin ich zu dem Schluss gekommen, dass alles super ist, solange man in FCP bleibt. Für mich ist das noch kein Grund, jetzt...weiterlesen
Frank Glencairn    18:53 am 23.12.2020
Cute. Ich hab auf der Workstation hier gerade mit 128 FPS exportiert (okay - Threadripper und RTX 3090), aber wenn man dazu gezwungen ist, in der Straßenbahn seine Master zu...weiterlesen
tvontheradio    18:11 am 23.12.2020
steht doch da, verwendet wurde das Youtube H.264 Preset. Und im Zweifel immer von der schwächeren Intel-Maschine ausgehen wenn nichts steht, man darf wohl davon ausgehen, dass es...weiterlesen
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