Formfaktor / Verarbeitungsqualität / Zuverlässigkeit

Die RED Kameras standen schon immer für besonders kompakte Abmessungen und finden sich bei höhertwertigeren Filmproduktionen häufig auch in mobilen Setups wie Gimbals, Drohnen sowie an schwer zugänglichen Drehorten. Die neue DSMC2 REDs machen hierbei keine Ausnahme. Mit einem Gewicht von gerade mal 1,59 Kg (Body-Only) bei ca. 12,5 x 14,4 x 10 cm sind die DSMC2 Bodies äußerst kompakt. Wir haben die SCARLET-W und die RAVEN mit etwas Polsterfolie zusammen in einem kleinen Daypack-Rucksack transportiert – ziemlich beeindruckend.



RED SCARLET-W 5K – neue Oberklasse im Sub 20.000 Euro Cine Segment? : REDBody


Dank Aluminiumlegierung fühlen sich die Bodies trotz der geringen Abmessungen und des vergleichsweise niedrigen Gewichts durchaus robust an.



Wir haben im Praxisbetrieb alle Seitenverhältnisse und eine ganze Reihe an fps- und Kompressionseinstellungen durchgeschaltet ohne einen einzigen Aussetzer. Für eine Beurteilung der Langzeitstabilität reicht unser kurzer Praxistest zwar nicht aus, aber die Performance während unserer Aufnahmen draußen und im Studio war fehlerfrei – hier scheint sich wirklich viel bei RED in den letzten Jahren getan zu haben.




Wechselmount

Im Gegensatz zur RAVEN verfügt die SCARLET-W über einen Wechselmount, der mit 4 Torx-Schrauben am Gehäuse angebracht ist. Da es sich bei den Schrauben um Torx mit amerikanischen Maßen zu handeln scheint, sollte man hier über entsprechendes Werkzeug verfügen. Wir hatten das sog. „Sidewinder“ Mutitool von RED zur Verfügung mit dem sich sowohl der Mount als auch die OLPFs problemlos wechseln liessen.



RED SCARLET-W 5K – neue Oberklasse im Sub 20.000 Euro Cine Segment? : Wechslemount


Kleiner Tip: Der Wechsel von älteren Mounts sollte nicht am auf dem Rücken liegenden Gehäuse erfolgen, sondern am besten bei der auf dem Stativ montierten Kamera, damit die Schrauben nicht Richtung Sensor fallen. (Bei den neuen Wechselmounts sind die Schrauben "captive").



Wir hatten den EF-Mount an der SCARLET-W im Einsatz der auch standardmäßig bei den Paketen beiliegt. Wer neu beim Thema RED ist, dürfe sich über die clevere, zusätzliche Arretierung für EF-Optiken am RED-Gehäuse freuen, die via zusätzlichem Drehring für einen noch festeren Sitz der EF-Optiken am Gehäuse sorgt – für uns wieder eine jener Kleinigkeiten, die zeigen, wie clever durchdacht das RED-System ist.



Die Wechselmounts stehen in diversen Ausführungen für PL, Nikon, Canon und Leica M zur Verfügung.




OLPFs im Vergleich

Zu guter Letzt haben wir uns auch nochmal die unterschiedlichen OLPFs im Praxisvergleich im kleinen slashCAM Studio im Lowlightvergleich mit Ricarda vor weißem Hintergrund angeschaut. Hierbei ging es uns vor allem um den Lowlight-OLPF im Vergleich zum Standard und Skintone-Highlight OLPF.



Hier gut zu sehen: Die Release-Schraube oberhalb der OLPF-Fassung.
Hier gut zu sehen: Die Release-Schraube oberhalb der OLPF-Fassung.




Um die Lowlight-Unterschiede herauszuarbeiten, kam eine neue, hochwertige, frisch auf der NAB vorgestellte KinoFlo Select LED 30 zum Einsatz, die wir auf 3200 Kelvin eingestellt haben und für die Lowlightshots mit 25% Lichtoutput betrieben haben. Bei 100% kamen bei unserer Lichtmessung bei ca. 1m Abstand ca. 1200 Lux (mit montiertem Grid) bei Ricarda an, bei 25% entsprechend weniger (gemessen: 280 Lux). Alle Aufnahmen wurden mit gleichbleibenden Kameraparametern (Blende, Verschlußwinkel etc.) gemacht. Der Unterschied zwischen dem Lowlight-OLPF und den anderen beiden OLPFs bei Lowlight ist hierbei durchaus zu erkennen:





Der Lowlight OLPF bietet im Lowlightbereich bei 3200 ISO reduzierteres Chroma-Rauschen bei einem leichten Grün-Tint des Gesamtbildes. Der Grünstich lässt sich jedoch mit wenig Aufwand rauskorrigieren. Das Chroma-Rauschen ist bei dem Standard OLPF und dem Skintone OLPF deutlicher sichtbar.



Persönlich gefällt uns die Hauttonreproduktion (nach der Grünkorrektur) auch am Lowlight OLPF recht gut. Wir würden den Lowlight OLPF bei hauttonintensiven Bildinhalten / Portraits durchaus auch in Betracht ziehen. Wer hingegen ausreichend Licht zur Verfügung hat, der dürfte mit dem Standard OLPF auch schon ziemlich weit kommen.




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