Doppelte Pixeldatenmasse in 5K und HEVC-Effizienz

Während eine C4K-Aufnahme maximal aus ungefähr 9 Megapixeln besteht, besteht ein Frame in einer 5K-Aufnahme aus mehr als 18 Megapixeln. So gesehen muss man die 200 MBit/s in 5K mit 100 MBit/s bei 4K vergleichen. Die GH5 zeichnet 4K 10 Bit jedoch mit 150 Mbit/s auf, was 300 MBit/s in 5K (in H.264) entsprechen würde. Eigentlich sollte 5K in HEVC eine Effizienzsteigerung von 30 Prozent ermöglichen, womit man wieder ziemlich genau auf die gebotenen 200 MBit/s kommen sollte. Doch offensichtlich kann der HEVC-Encoder in der GH5 hier noch nicht alle Vorzüge des neuen Formates nutzen (obwohl er laut Stream Info im Main 10@L6@High-Profil arbeitet.)



Wohlgemerkt haben wir für diesen Test versucht mit einem stark verrauschten, unterbelichteten Motiv die Artefakte bewusst zu provozieren, jedoch zeigt das Ergebnis ebenso deutlich, dass der H.264-Encoder der GH5 signifikant mehr Reserven bereithält als die HEVC-Encodierung. Bei weniger Rauschen könnte dies eventuell noch einmal anders aussehen, jedoch haben wir dies bislang nicht näher untersucht.




Weniger Nachschärfung in 5K durch Downscaling möglich

Ein weiterer Test betraf die Schärfeabbildung beim 5K-Downscaling vs. 4K-Aufnahme. Sieht man die GH5 in 4K mit heruntergeregelter Schärfe an, so bemerkt man, dass man die künstliche Schärfe niemals komplett weggregeln kann. Dieses Verhalten zeigt sich auch bei einer 5K-Aufzeichnung. Allerdings man durch das Downscaling auf 4K noch einmal einen guten Teil der Restschärfung verschwinden lassen.



Natürlich muss man hierfür einen Scaling-Algorithmus verwenden, der selbst bei einer Verkleinerung nicht nachschärft (z.B. meistens die bilineare Filterung). Der Lohn der Mühe: Man bekommt die restliche Nachschärfung der GH5 praktisch komplett weggefiltert ohne neue künstliche Schärfe hinzuzurechnen.



Die GH5 mit heruntergeregleter Schärfe in 4K (oben) und 5K (downscaled, unten).
Die GH5 mit heruntergeregleter Schärfe in 4K (oben) und 5K (downscaled, unten).





Sonstige 5K Optionen

Natürlich kann man die 5K-Aufzeichnung auch unter anderem dafür nutzen, das Bild nachträglich besser stabilisieren zu können, weil man mehr verzichtbaren Bildrand hat. Ebenso wird eine nachträgliche 4K-Ausschnittswahl durch 5K möglich. Auch virtuelle Kamerafahrten laden zu Experimenten ein. Und wer noch weiter gehen will kann auch in den 6K Fotomous wechseln. Dort ist sogar HEVC-Aufzeichnungmit 5.184 Pixeln x 3.456 Pixeln (bei weniger Film-Einstellmöglichkeiten) möglich.



Im Vergleich zum anamorphen Modus steht im 6K-Photomodus noch etwas mehr Weitwinkel zur Verfügung. Der Unterschied zwischen 5184 und 4992 Horizontalpixeln entspricht in der Brennweite einem Unterschied zwischen 25 und 24mm Weitwinkel. Und da das Bild hierbei auch noch weniger hoch ist (3456 vs. 3744 Pixeln) dürfte es für so manche Anwendung in der Psotproduktion sogar noch eine bessere Wahl sein.



Das schönste wäre natürlich, wenn Panasonic noch im nächsten Firmware-Update ein pragmatisches 5K-Cine-Format (z.B. 5.184 x 2.916 Pixel) mit höherer Datenrate implementieren würde. Die GH5-Hardware gäbe dies ja offensichtlich locker her...



Leserkommentare // Neueste
Roland Schulz  //  07:35 am 24.10.2017
Ich bring noch mal nen anderen Punkt ins Spiel - auch wenn ich 8K für Video nur für begrenzt sinnvoll halte und viele Nachteile sehe (DR/SNR wird bei gleicher Sensorgröße i.d.R...weiterlesen
WoWu  //  01:07 am 24.10.2017
Blödsinn. Kameras mit mehr als 8k Sensorauflösung gibt es bereits reichlich. Selbst die „alte 5DMKll“ hatte vor 9 Jahren schon fast 6K. Canon hat damals nur vergessen, sein...weiterlesen
MBM  //  00:50 am 24.10.2017
Panasonic ist einfach unglaublich. Die haben den ganzen Markt aufgeräumt. Die werden eines Tages die erste bezahlbare 8k Kamera auf den Markt bringen...weiterlesen
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