Test Praxistest Cine-Cam Canon EOS C400: Lowlight-Monster Dank Triple Base ISO und vielseitigste Cinema EOS?

Praxistest Cine-Cam Canon EOS C400: Lowlight-Monster Dank Triple Base ISO und vielseitigste Cinema EOS?

Mit der Canon EOS C400 hält erstmalig die Kombination Vollformat-Sensor und RF-Mount in das Cinema EOS Portfolio Einzug. Hinzu kommen 6K internes RAW-Recording, komplett neues Triple Base ISO – (die wir mit der Sony FX6 vergleichen), ein upgedateter Dual Pixel AF, eine beachtliche Schnittstellenintegration, eine neue Monitoraufhängung und vieles mehr. Hier unsere Praxis-Erfahrungen mit der Canon EOS C400 …

// 13:33 Di, 2. Jul 2024von

Vorab unser Testclip mit der Canon EOS C400 den wir mit Caro an einem sommerlichen Tag in Berlin gedreht haben. Wir haben uns hier vor allem das neue 12 Bit 6K Raw 50p Material, den LOG-LUT Workflow, den neuen Dual Pixel AF, die Stabilisierungsleistung und die 100p Zeitlupe angeschaut:




Zum Einsatz kamen neben der Canon EOS C400 das stabilisierte RF 24-70mm F2.8 L IS USM und der neue 93Wh Akku BP-A60N. Geschnitten und farbkorrigiert wurde das Canon EOS C400 Material in DaVinci Resolve 19 (Beta) auf dem 16“ Redaktions MacBook Pro.




Ausstattung

Die Canon EOS C400 kommt zwar im vertrauten Design daher, stellt für das professionelle Cinema EOS Portfolio von Canon jedoch trotzdem ein Novum dar. Erstmalig finden sich in einem Cinema EOS Body ein Vollformatsensor und Canons moderner RF-Mount verbaut. Die EOS C400 darf damit als die modernere Schwester der EOS C300 und C500 durchgehen und nimmt folgerichtig auch bei beiden etablierten Cinema EOS Kameras Anleihen.


Canon EOS C400 und BP-A60N Akku
Canon EOS C400 und BP-A60N Akku

Herzstück der neuen Canon EOS C400 stellt ihr neuer 6K Vollformat BSI-Sensor dar (6.202x4.300 Pixel), der erstmalig über eine sogenannte Triple Base ISO Funktion verfügt. Hiermit kann die EOS C 400 - je nach Anwendungsfall – in einem von drei nativen ISO-Modi betrieben werden. Zur Auswahl stehen 800, 3.200 und 12.800 ISO. Diese können entweder einzeln manuell gewählt oder als fließende Automatik geschaltet werden. Und die Lowlightfähigkeiten der Canon EOS C400 sind tatsächlich hervorragend (– siehe hierzu auch unseren Vergleich mit der ebenfalls sehr lichtstarken Sony FX6 weiter unten).



Mit einer maximalen Auflösung von 6.000 x 3.164 Pixeln bei der Cinema RAW Light Aufzeichnung stellt die Canon EOS C400 die bislang hochauflösendste Cinema EOS Kamera dar. Neben Cinema RAW Light in den Abstufungen HQ, ST und LT zeichnet die Canon EOS C400 auch in XF-AVC, XF-AVC S sowie XF-HEVC S auf. Als Fileformate kommen neben den bekannten .CRM und -MXF jetzt auch bei den „S“ Formaten MP4 Formate mit professionellen Dateinamen und Ordnerstrukturen hinzu. Auch bei den Metadaten hat Canon bei der EOS C400 nachgearbeitet. Diese liegen jetzt Frame-by Frame (sowohl für RAW als auch für XF-AVC) vor und sollten somit auch eine bessere Integration in VFX-Workflows ermöglichen.


Canon EOS C400
Canon EOS C400



Für die Aufzeichnung bietet die Canon EOS C400 zwei Cardslots: 1x CFExpress – 1x SD. Hier hätten wir zwar grundsätzlich lieber 2x CFexpress gesehen aber dafür bietet der SD Cardslot bei Bedarf eine unabhängige, parallele Aufzeichnung – abhängig von der Formatkombination. So kann man beispielsweise auf dem CFexpress Cardslot in 12 Bit 6K RAW 50p aufnehmen und auf dem SD-Cardslot mit einer V90 Karte parallel 10 Bit XF-AVC Intra 4K Cine 50p. Bei einem kurzen Aufnahmetest unsererseits funktionierte genau diese parallele Formataufzeichnung – coole Sache.



Im Hinterkopf sollte man hierbei behalten, dass die SD-Karten vor der Aufzeichnung mit der entsprechenden Systemfrequenz formatiert werden sollten. Man muss sich also zwischen 24, 50 oder 60p bei der parallelen Aufzeichnung entscheiden. Für die CFexpress Karte scheint ein Wechsel der Systemfrequenz keine Rolle zu spielen. Eine parallele Formataufzeichnung bsp. in 10 Bit XF-AVC 50p oder in 10 Bit XF-AVC S 50p auf CFexpress und SD-Karte ist ebenfalls möglich. Hier gilt es jedoch aufmerksam bei den Daten- bzw Frameraten zu sein. Wählt man bsp. höhere Datenraten von XF-AVC 50p oberhalb von 500 Mbit/s ist unseren Tests nach keine parallele Aufzeichnung möglich.



Als echter Kampfpreis erscheinen uns die von Canon geforderten 8.599,- Euro für die C400 wenn man einen Blick auf die verbauten Schnittstellen wirft:


 Canon EOS C400 mit vielen Schnittstellen Out of the Box
Canon EOS C400 mit vielen Schnittstellen Out of the Box

Hier stehen nun In/Outs zur Verfügung, für die man zuvor Teils in Zusatzmodule investieren musste. Hierzu zählen: 1 x 12G-SDI Ausgang (BNC), 1 x 3G-SDI Ausgang (BNC), Timecode (1 x DIN 1.0 / 2.3 (Eingang/Ausgang)), Genlock (1 x DIN 1.0 / 2.3 (gemeinsam mit Sync & Return)), Sync (1 x DIN 1.0 / 2.3 (gemeinsam mit Genlock & Return)), 1 x 12-poliger Stecker (Anschluss für Servo-Objektive) USB-C (USB 3.2 Gen1), 1x Ethernet (1000BASE-T kompatibel), 1 x HDMI (Typ A), 2 x Mini XLR 3-poliger Anschluss, 1 x 3,5-mm-Miniklinke, Stereo (Minko-In) sowie 1 x 3,5-mm-Miniklinke, Stereo (Kopfhörer-Out).



Vor allem die 2x SDI, Ethernet, Genlock und Sync In/Outs stellen einen echten Mehrwert dar und dürften neben der Triple Base ISO und der 6K Auflösung für professionelle User mit zu den wichtigsten Funktionen der neuen Canon EOS C400 gehören.




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