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Test : Apple iPhone 13 Pro - Sensor-Qualität in 4K 10 Bit ProRes inkl. Dynamik und Rolling Shutter

von Do, 7.Oktober 2021 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Drei Primes für die Hosentasche?

Das neue iPhone 13 kann 4K-Videos nicht nur mit Dolby Vision in 10-bit HDR aufzeichnen, sondern kündigte dazu auch eine interne ProRes-Aufzeichnung an. Während unseres ersten Tests preschte FiLMiC vor und schaltete bereits überraschend die ProRes Aufzeichnung frei, weshalb wir auch gleich noch einen vergleichenden Blick darauf geworfen haben...

Vorab hier noch ein kurzer Verweis auf unseren Praxistest des iPhone 13 Pro.



Drei Primes für die Hosentasche?



Das neue Iphone 13 Pro kommt mit drei Kamera-Sensoren für Weitwinkel-, Standard- und Zoom-Bildausschnitte. Und auch wenn sich viele Gelegenheits-Filmer für neue Funktionen wie den Cinematic Modus begeistern können, sehen Profis hier besorgt auf die gebotenen Sensorgrößen. Denn gegenüber typischen Cine-Kameras sind die Sensoren im iPhone immer noch winzig - und dass obwohl sie in den letzten Jahren bereits deutlich "gewachsen" sind. Die aktive Fläche des Hauptsensors besitzt eine geschätzte Breite von ca. 7,6mm, was einem Crop-Faktor von 4,74 entspricht. Cinekameras besitzen dagegen typischerweise einen Cropfaktor von 1,5 oder größer.



Dass das neue iPhone nun auch beim Filmen digital ein Bokeh simulieren kann macht sicherlich einige Hobby-Anwender unabhängiger von "echten" Kameras. Allerdings bleiben neben deutlich sichtbaren Bokeh-Artefakten auch noch ein paar andere Schwachpunkte, die sich nicht so leicht digital kaschieren lassen. Das sind einmal die sehr geringen Brennweiten der Optiken, die immer etwas ungewohnte Abbildungsperspektiven liefern. Und dann natürlich die geringe Dynamik. Kleine Sensel können physikalisch einfach nicht so viel Licht aufnehmen wie große Photosensoren.

Die drei Kameramodule im neuen iPhone 13 Pro lassen sich dafür viel leichter platt verbauen, bzw. verstauen als ein großer Sensor mit einer universellen Zoom-Optik. Daher ist man als Filmer sozusagen mit 3 Primes ausgestattet. Vorteil ist dabei, dass sich relativ offene Blenden (f/1.5, f/1.8 sowie f/2.8) vorfinden, die aufgrund der geringen Brennweiten trotzdem sehr viel Schärfentiefe bieten. Diese kann anschließend im Cinematic Modus wieder digital reduziert werden.

4K-Debayering


4 Seiten:
Einleitung / Drei Primes für die Hosentasche?
4K-Debayering
Rolling Shutter / Dynamik / Fazit
  

[10 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
klusterdegenerierung    19:22 am 17.10.2021
Schärfentiefe! Es geht Sinngemäß darum bis wohin, also wie tief die Schärfe ins Bild verläuft, nicht wie scharf dieser Bereich ist, denn das bestimmt ja der Fokus, bzw der...weiterlesen
Axel    18:42 am 17.10.2021
Musste ich zweimal lesen. Wer das (= audiovisuelle Medien) nicht als Hobby betreibt. Verstand ich zuerst so, dass Pixelpeeper eher unter Amateuren zu finden sind und dass es...weiterlesen
Jott    16:33 am 17.10.2021
Mit Freude. Der Rechenaufwand dahinter imponiert. Ich schmeiß jetzt alle Kameras mit S35 und Fullframe raus! :-)
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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