Furiosa: A Mad Max Saga De-Ageing und Face-Swapping für Hollywood-Filme jetzt in Echtzeit mit KI?

// 11:26 Sa, 1. Jun 2024von

Vor etwa 15 Jahren kam "The Curious Case of Benjamin Button" von David Fincher in die Kinos, ein Film, der damals auch (oder vor allem) wegen seiner bemerkenswerten CGI-Techniken von sich Reden machte. Denn Hauptdarsteller Brad Pitt alias Benjamin Button ist nicht nur in seinem damals tatsächlichen Alter, sondern sowohl als Kleinkind als auch als Greis zu sehen. Dafür wurde er von Digital Domain mittels aufwendiger, digitaler Vorgehensweisen künstlich gealtert und verjüngt - über 150 Leute sollen 2 Jahre lang daran gearbeitet haben:





Als für den letztes Jahr erschienenen Film "Indiana Jones and the Dial of Destiny" wiederum Harrison Ford etwa 40 Jahre jünger gemacht werden sollte, gab es bereits Machine Learning-Techniken für Face Swaps, jedoch wurde sie laut diesem Bericht wie es scheint vor allem für Pre-Visualisations genutzt, um etwa eine schnelle Vorschau von den veränderten Takes zu erhalten. Basierend darauf ließ sich beispielsweise besser einschätzen, ob die Performances funktionieren würden bzw. was verändert werden sollte. Für das Verjüngen selbst war jedoch hauptsächlich immer noch ein umfassendes Tracking nötig, um perspektiven und Kamerabewegungen einzufangen, dazu Face-Captures, Schauspieler-Scans u.ä. Aus den verschiedenen Assets wurde dann eine jüngere, digitale Version von Ford auf seinen echt gefilmten Auftritt gerechnet.



Vor kurzem ist nun wieder ein Film angelaufen, in dem Face-Swapping betrieben wird, oder vielleicht eher Face-Merging - in "Furiosa: A Mad Max Saga" erzählt George Miller die Geschichte der namensgebenden Hauptfigur beginnend bei ihrer Entführung als Kind bis zu ihrem Rachezug als junge Frau. Die kindliche (Alyla Browne) und die erwachsene Furiosa (Anya Taylor-Joy) werden von zwei Schauspielerinnen gespielt, deren Erscheinungen im Laufe des Films per CGI nahtlos ineinander gemixt werden, um den Eindruck zu schaffen, es sei die gleiche Person.






Anya Taylor-Joy als Furiosa
Anya Taylor-Joy als Furiosa


Per CGI, aber auch per KI, denn wie durch einen Talkshow-Auftritt von Taylor-Joy bekannt wurde, kamen hier wohl nun richtige KI-Tools zum Einsatz. In zwei Tagen wurde wie es scheint ein Scan oder Referenzaufnahmen von ihr angefertigt (was genau erzählt sie nicht), woraufhin sie ihre Gesichtszüge auf einer fremden Person sehen konnte. Anfangs sei der Kinddarstellung etwa 35% von ihr hinzugerechnet worden, kurz bevor sie die Rolle übernimmt, seien es um die 80%.








Leider gibt es noch keine richtigen Behind-the-Scenes Informationen zum Prozess, jedoch wird bei den Visual Effects-Credits unter anderem das Team von Metaphysic AI gelistet, welches auch für den im Herbst startenden Film "Here" von Robert Zemeckis engagiert wurde, um Tom Hanks zu verjüngen. Und zumidnest bei diesem Film, schreibt Metaphysic AI auf seiner Webseite, sei erstmals eine neue Lösung namens Metaphysic Live eingesetzt worden, welche in der Lage sei, fotorealistische Face-Swaps in Echtzeit am Set zu produzieren, ohne dass später weiteres Compositing nötig sei. Im Falle einer Verjüngung funktioniert dies schon beinahe wie ein Zeitspiegel - die Schauspieler sehen sich live auf einem Monitor, nur um Jahre jünger.



Das ist schon ein gewaltiger, technischer Fortschritt und eine große Zeitersparnis verglichen mit Benjamin Button. Allerdings ist das Prozedere (noch?) nicht ganz so einfach wie ein schneller Deepfake. Wie sich die KI-Technologie letztlich auf die Postproduktionsindustrie - und auf die Art der Geschichten, die erzählt werden - auswirken wird, wird spannend zu sehen.


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