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Infoseite // Rode NTH-100: Professioneller Over-Ear Kopfhörer im Praxistest - inkl. Sennheiser HD 25 Vergleich



Newsmeldung von slashCAM:





Mit dem Rode NTH-100 hat Rode seinen ersten professionellen Over-Ear Kopfhörer für Musikproduktion, Mixing / Audio Editing über Podcasting und Streaming bis hin zu Location Recording / Monitoring vorgestellt. Wir haben uns den neuen ?Content Creation? Kopfhörer von Rode angehört und ihn mit dem Sennheiser HD 25 verglichen ...



Hier geht es zum slashCAM Artikel:
Test: Rode NTH-100: Professioneller Over-Ear Kopfhörer im Praxistest - inkl. Sennheiser HD 25 Vergleich


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Antwort von TomStg:

Niemand benutzt einen HD 25 im Studio - schon gar nicht für eine Tonmischung.
Wer Tonmischung per Kopfhörer macht, hat keine Ahnung, was er tut.

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Antwort von rob:

Hallo Tom,

das hast du absolut Recht - hat allerdings auch niemand behauptet :-)

Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang - wie im Text auch beschrieben- dass wir uns hier im Entry-Level Bereich bewegen und da hast du häufiger auch Kopfhörer für einfache Mischungen im Einsatz.

(Für Studio-Anwendungen würden wir - wie ebenfalls geschrieben - sowieso eher zum NTH-100 raten).

Viele Grüße

Rob/
slashCAM

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Antwort von cantsin:

Den Vergleich zum HD-25 finde ich auch etwas seltsam. Näher würde ein Vergleich mit dem HD600 liegen, der allgemein die Referenz für neutrale Kopfhörer ist (aber doppelt so teuer wie der Rode).

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Antwort von rob:

Hallo Cantsin,

naja der Vergleich zum HD 25 kommt vor allem dadurch zu Stande, weil Rode den NTH-100 sehr breit aufstellt:

"they are ideal for all forms of content creation, including music production, mixing and audio editing, podcasting, streaming and location recording."

Und "Location Recording" ist halt genau die Schnittmenge mit dem HD 25.

Darüber hinaus kennen viele das Klangbild des HD 25 und das macht die klangliche Einordnung einfacher.

Viele Grüße

Rob/
slashCAM

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Antwort von pillepalle:

Zuerst sollte man mal überlegen wofür man den Kopfhörer verwenden möchte. Ein HD25/26 ist ein geschlossener Kopfhörer und Klassiker am Set. Ein offener HD600 ist da nicht zu gebrauchen, weil er eben offen ist. Den kann man dann eher mal für den Regieraum einsetzen.

Ganz allgemein ist ein Kopfhörer für alle Anwendungen ohnehin immer ein Kompromiss, der je nach Situation vor und Nachteile haben kann.

VG

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Antwort von Frank Glencairn:

rob hat geschrieben:


Nicht vergessen sollte man in diesem Zusammenhang - wie im Text auch beschrieben- dass wir uns hier im Entry-Level Bereich bewegen und da hast du häufiger auch Kopfhörer für einfache Mischungen im Einsatz.
Aber was hat der "entry level" damit zu tun, daß man mit nem Kopfhörer mischt?
Ich meine, am Geld kann's ja nicht liegen, für den Preis bekommt man prima gebrauchte Nahfeldmonitore.
Heißt "entry level" dann in dem Zusammenhang "unerfahren" (wie soll dann da ein Kopfhörer helfen?) oder heißt "entry level" das Ergebnis ist mehr oder weniger sowieso egal?

Außerdem frage ich mich was eine "einfache" Mischung ist?
IMHO gelten für ein Mastering mit z.B. 5 Voice Tracks, FX, Atmo und Musik die selben Regeln, wie für ein Mastering mit Musik und Voice-Over.

Der einzige Fall, der mir spontan einfällt, bei dem man nen Kopfhörer im "entry level" nehmen kann (muß) ist wenn du einen 5.1/7.1/Atmos etc. Mix machen willst, aber keine entsprechende Abhöre besitzt, und das deshalb über ein Monitoring Plugin lösen mußt. Also Abteilung "geht schon irgendwie, besser als garnix - is aber bei weitem nicht optimal".

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Antwort von rob:

Hi Frank,

ein Setup mit Nahfeld-Monitoren braucht mehr Technik vor allem aber auch einen eher stationären Arbeitsplatz als einfach nur ein Laptop + Kopfhörer.

As Entry Level würde ich daher eher entsprechend schlanken Lösungen sehen.

Viele Grüße

Rob/
slashCAM

*** bin jetzt erstmal of zu einem Dreh und kann erst später antworten ***

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Antwort von rush:

Ist es nicht eh immer sinnvoll nach Möglichkeit beides zur Verfügung zu haben?

Auch wenn es für manch Anwender offenbar noch immer schwer vorstellbar ist: Großspurige Audioprojekte können heute problemlos im HomeOffice (vor)gemischt werden.
Allerdings hat da nicht automatisch jeder noch High-End Abhören rumstehen. Oder die Famile will Abends Ihre Ruhe haben vom Getüdel... Oder aber und/oder :-D

Ein neutral klingender Kopfhörer kann da schon hilfreich sein, sei es nur als A-B Referenz im Vergleich zur Abhöre. Ich mach das eigentlich ganz gern und switche relativ viel zwischen Kopfhörer und Abhöre.

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Antwort von pillepalle:

Darauf hatte ja bereits TomStg zurecht aufmerksam gemacht, dass man mit Kopfhörern nicht mischt. Aber zum Mischen kauft man sich ja auch keinen Kopfhörer. Sondern zum abhören oder duchhören.

Das viele damit auch mixen liegt ja eher daran, dass sie es nicht besser wissen und es besser funktioniert als mit Laptoplautsprechern. Oder wie im Beispiel von rush, andere nicht gestört werden sollen.

VG

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Antwort von Darth Schneider:

Wenn ich Ton wirklich gut abmischen muss, was höchstens alle paar Jahre oder so mal vorkommt, dann würde ich das wegen mangelnder Erfahrung gar nicht erst selber probieren. Zum Glück hab ich einen guten Freund der ist Musiker und hat früher auch für eine Schweizer Sitcom den Ton gemacht.
Der weiss wie das richtig geht und hat das Gear und das (kleine) Studio dazu…

Aber der Rode Kopfhörer gefällt mir grundsätzlich….
So zum aufnehmen, oder um was zu kontrollieren, ist der doch bestimmt toll.
Gut gefällt mir das man das Kabel am Kopfhörer einstecken (und auch ganz einfach austauschen) kann.
Eine Sollbruchstelle weniger….

Ich hatte den HD 25.
War schon ein guter Kopfhörer, guter Sitz, guter Klang, für meine Ohren zumindest.
Mich hat es nur etwas genervt, das die Ohrmuschel (der Stoff) so schnell kaputt ging.
Musste das zwei mal wechseln, innerhalb von 10 Jahren…
Am Schluss ging das Kabel noch kaputt, mein Sohn hatte dem HD25 den Rest gegeben…;)))
Das mit dem Stoff hielt mich bisher jedoch vom nochmal kaufen ab.
Gruss Boris

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Antwort von JosefR:

Ich bin zwar absolut kein Audio-Experte, aber ich empfehle immer den Beyerdynamic DT-770 PRO. Ein ganz simpler analoger Kopfhörer mit sehr neutralem Klang, den man häufig auch in Tonstudios sieht. Zusammen mit einem USB-Audiointerface bekommt man für < 300 € eine Lösung die für meine Zwecke ein vielfach teureres Heim-Studio ersetzt.

Alternativ für den Laptop oder das Handy gibt es in 35-Ohm-Ausfühung das Beyerdynamic Custom One bzw. Game, die sind auch als hochwertiges Headset nutzbar.

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Antwort von medienonkel:

Die Kombination aus Tannoy Abhöre zum "Mischen" und den DT-770 Pro (250 Ohm) zum Putzen hat meiner Kundschaft bis jetzt immer gereicht.

Die 770er hab ich mir nachträglich USB-Tauglich gemacht:
Bei Conrad gab"s mal für 10 (in Worten: ZEHN) Euro nen USB-DAC mit sehr ordentlichem Innenleben, der dem Audioquest Dragonfly (120 Euro) bzgl. Wandler und Verstärker in nichts nachsteht. Auch die Lautstärkeregelung findet hier zwischen DAC und AMP statt, was dem Dynamikverlust entgegenwirkt, der entstehen kann, wenn man einfach im Betriebssystem die Lautstärke regelt.

Mit Abhöre mischen ist natürlich the way to go. Am besten mit einem paar kleiner Geithein...
Jedoch zur genauen Analyse, ohne, dass man sich die Ohren wegbläst oder die Nachbarn auf den Plan ruft, finde ich Kopfhörer immer noch am besten.

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Antwort von Jalue:

Jo, wie so oft wird hier von "Experten" wieder mal ein Popanz aufgebaut. Vermutlich deckungsgleich mit der Fraktion, die meint, man könne nur in einem fensterlosen, neutralgrau gestrichenen Raum eine CC hinbekommen oder (vor ein paar Jahren), man müsste unbedingt einen Belichtungsmesser einsetzen, wenn man in HD filmt.

So, liebe Super-Profis, jetzt mal tief Luft holen und hinsetzen: Ich habe für diverse Sender/Produktionsfirmen/Online-Redaktionen gearbeitet und in ausnahmslos ALLEN wurde auch, wenn nicht überwiegend, mit Kopfhörer gemischt, egal ob Öffi oder privat. Der Grund: I.d.R. entstehen journalistische Formate eben nicht (mehr) am amtlichen Schnittplatz, sondern im Großraumbüro und da ist ein Kopfhörer die einzige Möglichkeit, um überhaupt noch was zu hören.

"Ja ... aber der große Dokumentarfilm". Wird oft von Rucksackproduzenten gemacht, weil man damit kaum Kohle verdient. Die haben vielleicht sogar "amtliche Boxen" in ihrem "Studio" - dass dann ne Altbauwohnung mit vier Metern Deckenhöhe und neben ner lärmigen Schnellstraße ist.

Anyway, all diese Produktionen wurden/werden gesendet und meines Wissens hat davon noch niemand Ohrenkrebs bekommen, auch nicht von meinen Vertonungen. Zuhause erledige ich die in der Abstellkammer, hinter einem Stoffvorhang und mit ner Klappmatratze über mir. Beschwert hat sich noch keiner.

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Antwort von JosefR:

Jalue hat geschrieben:
Jo, wie so oft wird hier von "Experten" wieder mal ein Popanz aufgebaut. Vermutlich deckungsgleich mit der Fraktion, die meint, man könne nur in einem fensterlosen, neutralgrau gestrichenen Raum eine CC hinbekommen oder (vor ein paar Jahren), man müsste unbedingt einen Belichtungsmesser einsetzen, wenn man in HD filmt.
Ich denke die meisten hier sind ganz deiner Meinung. Ich kann mir als Laie nur vorstellen, dass es tatsächlich viel Aufwand ist, einen Arbeitsplatz aufzubauen, der es mit anständigen Kopfhörern aufnehmen kann. Anders wird das wohl für Mehrkanal-Audio aussehen, aber das mischt man wohl eher nicht im Heimstudio. Die meisten werden für YouTube oder ähnliches produzieren, und da gibt's im besten Fall Stereo-Ton.

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Antwort von medienonkel:

Jalue hat geschrieben:
Jo, wie so oft wird hier von "Experten" wieder mal ein Popanz aufgebaut. Vermutlich deckungsgleich mit der Fraktion, die meint, man könne nur in einem fensterlosen, neutralgrau gestrichenen Raum eine CC hinbekommen oder (vor ein paar Jahren), man müsste unbedingt einen Belichtungsmesser einsetzen, wenn man in HD filmt.

So, liebe Super-Profis, jetzt mal tief Luft holen und hinsetzen: Ich habe für diverse Sender/Produktionsfirmen/Online-Redaktionen gearbeitet und in ausnahmslos ALLEN wurde auch, wenn nicht überwiegend, mit Kopfhörer gemischt, egal ob Öffi oder privat. Der Grund: I.d.R. entstehen journalistische Formate eben nicht (mehr) am amtlichen Schnittplatz, sondern im Großraumbüro und da ist ein Kopfhörer die einzige Möglichkeit, um überhaupt noch was zu hören.

"Ja ... aber der große Dokumentarfilm". Wird oft von Rucksackproduzenten gemacht, weil man damit kaum Kohle verdient. Die haben vielleicht sogar "amtliche Boxen" in ihrem "Studio" - dass dann ne Altbauwohnung mit vier Metern Deckenhöhe und neben ner lärmigen Schnellstraße ist.

Anyway, all diese Produktionen wurden/werden gesendet und meines Wissens hat davon noch niemand Ohrenkrebs bekommen, auch nicht von meinen Vertonungen. Zuhause erledige ich die in der Abstellkammer, hinter einem Stoffvorhang und mit ner Klappmatratze über mir. Beschwert hat sich noch keiner.
Oh doch. Und wie man bei manchen Beiträgen Ohrenbluten bekommt.
Ich habe bei keinem unserer 60 Avids jemals jemanden mit Kopfhörern gesehen. In den Räumen kannst du bei geschlossener Tür aber auch ne Party feiern und keiner hört was.
Amtlicher Schnittplatz halt.

Und nur mal so von Klosterschwester zu Klosterschwester, nur weil was gesendet wird ist das noch lange kein Merkmal für Qualität.
Du kannst ja vertonen wie du möchtest, aber steck doch mal nen professionellen Sprecher unter deine Matratze ;-)
Das alles gilt nicht für Sport...

Weiters kannst du mir glauben, dass amtliches Grading selbstredend weiterhin unter den von dir als unnötig beschriebenen Bedingungen stattfindet.
Aktualitäten und Kleinkram werden auch nicht mit CC bedacht. Rec709 und halbwegs fähige Kameramenschen reichen vollkommen.
Für die Tagesschau lieferst du nur einmal was in Prores, UHD und C-Log an, wenn's in zehn Minuten auf Sendung muss. Tonmässig wird da Live beim Einsprechen direkt auf der Timeline vertont. Kopfhörer? Nur der Sprecher.

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Antwort von MK:

Ein Schnittplatz ist aber auch kein Tonstudio.

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Antwort von pillepalle:

MK hat geschrieben:
Ein Schnittplatz ist aber auch kein Tonstudio.
Ein Cutter macht normalerweise auch kein Dialog Editing, oder Sound Design :) Je nach Produktionsgröße macht auch mal Einer alles und in dem Fall muss er sich eben auch mal um's Audiomonitoring kümmern. Er kümmert sich für's Grading ja auch um eine halbwegs normgerechtes Videomonitoring.

VG

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Antwort von Rick SSon:

medienonkel hat geschrieben:
Jalue hat geschrieben:
Jo, wie so oft wird hier von "Experten" wieder mal ein Popanz aufgebaut. Vermutlich deckungsgleich mit der Fraktion, die meint, man könne nur in einem fensterlosen, neutralgrau gestrichenen Raum eine CC hinbekommen oder (vor ein paar Jahren), man müsste unbedingt einen Belichtungsmesser einsetzen, wenn man in HD filmt.

So, liebe Super-Profis, jetzt mal tief Luft holen und hinsetzen: Ich habe für diverse Sender/Produktionsfirmen/Online-Redaktionen gearbeitet und in ausnahmslos ALLEN wurde auch, wenn nicht überwiegend, mit Kopfhörer gemischt, egal ob Öffi oder privat. Der Grund: I.d.R. entstehen journalistische Formate eben nicht (mehr) am amtlichen Schnittplatz, sondern im Großraumbüro und da ist ein Kopfhörer die einzige Möglichkeit, um überhaupt noch was zu hören.

"Ja ... aber der große Dokumentarfilm". Wird oft von Rucksackproduzenten gemacht, weil man damit kaum Kohle verdient. Die haben vielleicht sogar "amtliche Boxen" in ihrem "Studio" - dass dann ne Altbauwohnung mit vier Metern Deckenhöhe und neben ner lärmigen Schnellstraße ist.

Anyway, all diese Produktionen wurden/werden gesendet und meines Wissens hat davon noch niemand Ohrenkrebs bekommen, auch nicht von meinen Vertonungen. Zuhause erledige ich die in der Abstellkammer, hinter einem Stoffvorhang und mit ner Klappmatratze über mir. Beschwert hat sich noch keiner.
Oh doch. Und wie man bei manchen Beiträgen Ohrenbluten bekommt.
Ich habe bei keinem unserer 60 Avids jemals jemanden mit Kopfhörern gesehen. In den Räumen kannst du bei geschlossener Tür aber auch ne Party feiern und keiner hört was.
Amtlicher Schnittplatz halt.

Und nur mal so von Klosterschwester zu Klosterschwester, nur weil was gesendet wird ist das noch lange kein Merkmal für Qualität.
Du kannst ja vertonen wie du möchtest, aber steck doch mal nen professionellen Sprecher unter deine Matratze ;-)
Das alles gilt nicht für Sport...

Weiters kannst du mir glauben, dass amtliches Grading selbstredend weiterhin unter den von dir als unnötig beschriebenen Bedingungen stattfindet.
Aktualitäten und Kleinkram werden auch nicht mit CC bedacht. Rec709 und halbwegs fähige Kameramenschen reichen vollkommen.
Für die Tagesschau lieferst du nur einmal was in Prores, UHD und C-Log an, wenn's in zehn Minuten auf Sendung muss. Tonmässig wird da Live beim Einsprechen direkt auf der Timeline vertont. Kopfhörer? Nur der Sprecher.
Wenn man das in seiner Fernsehbude sowieso noch aus den 90ern dastehen hat, dann nutzt man es natürlich. Aber Fernsehen is auch nen sterbendes Konzept, ersetzt durch "den Algorithmus" 😄

Im Youtube-Zeitalter mischt sogut wie jeder den ich kenne mit Kopfhörern, außer dedizierte Tonstudios, oder halt Leute die es aus Nerdgründen so haben wollen - oder du willst als Agentur/Produktionsbude beim Kunden Eindruck machen (das startet aber schon bei der Kaffeemaschine).

Du brauchst halt für die KH keinen entsprechenden Raum, damit du Ton aus Lautsprechern akkurat beurteilen kannst aber schon. Der Raum kostet dich aber zweimal Geld, einmal für die Mietkosten und einmal für die Einrichtung. Also lieber 4 Angestellte mit KH reingeballert, die auf ihren Laptops mit Rückenschmerzen Schnittklavier spielen 😄

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Antwort von rush:

"Rick SSon" hat geschrieben:

Im Youtube-Zeitalter mischt sogut wie jeder den ich kenne mit Kopfhörern
Ich wäre ja schon glücklich wenn viele der Youtuber wenigstens Ihre Pegel halbwegs angleichen würden. Stattdessen ballern einem regelmäßig selbstgebaute Trailer mit Überpegel zu Beginn das Gehirn weg, gleiches gilt für eingebundene Hintergrundmusik während der Dialog teils vor sich hinkräpelt. Und ja - das passiert leider genauso beim Youtuber mit 10 Followern als auch bei Nutzern mit 'ner Mio Abonnenten.
Das Problem ist hier also häufig weit vor dem eigentlichen Mixing Prozess vorhanden - jeder Billo-Kopfhörer sollte dieses Manko eigentlich deutlich machen. Aber gefühlt wird da manchmal gar nichts abgehört - sondern nur flux gerendert und hochgeladen.

Mixing wird doch tatsächlich erst interessant wenn man mehr als eine Vocal und Backgroundmusi hat... etwa wenn das Schlagzeug in dedizierten Spuren aufgenommen wird oder man noch unzählige Hintergrundgeräusche und Effekte dazumischt etc

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Antwort von DKPost:

Für mich als Editor & Colorist käme es nicht in Frage das Audio überhaupt selbst zu mischen. Alles was ich mache geht nach dem Schnitt zu Pro Tools. Da sitzen Leute die in diesem Gebiet Vollprofis sind und das sehr viel besser können als ich. Von den Möglichkeiten Pro Tools vs. Schnittprogramm, Analogchain etc. mal ganz abgesehen.
Die einzigen Fälle in denen ich den Ton selbst mache sind, wenn es außer Musik keine weitere Tonspur gibt. Dann kann ich das auch auf r128 mit -23LUFs bzw. -14LUFs für Online pegeln. Das war es dann aber auch.

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Antwort von TomStg:

"Rick SSon" hat geschrieben:
Wenn man das in seiner Fernsehbude sowieso noch aus den 90ern dastehen hat, dann nutzt man es natürlich. Aber Fernsehen is auch nen sterbendes Konzept, ersetzt durch "den Algorithmus" 😄

Im Youtube-Zeitalter mischt sogut wie jeder den ich kenne mit Kopfhörern, außer dedizierte Tonstudios, oder halt Leute die es aus Nerdgründen so haben wollen - oder du willst als Agentur/Produktionsbude beim Kunden Eindruck machen (das startet aber schon bei der Kaffeemaschine).

Du brauchst halt für die KH keinen entsprechenden Raum, damit du Ton aus Lautsprechern akkurat beurteilen kannst aber schon. Der Raum kostet dich aber zweimal Geld, einmal für die Mietkosten und einmal für die Einrichtung. Also lieber 4 Angestellte mit KH reingeballert, die auf ihren Laptops mit Rückenschmerzen Schnittklavier spielen 😄
Noch einer, der entweder einen Hörschaden hat, ahnungslos ist oder einfach nur schlampig arbeitet. Auf jeden Fall einer, dem biologische Gegebenheiten unbekannt sind oder sie ignoriert.

Mischen heißt in diesem Zusammenhang nicht die Lautstärke von links und rechts einzustellen, oder die Tonaufnahme auf Störgeräusche zu kontrollieren. Es geht um das Zusammenbringen diverser Tonquellen, um diese entsprechend ihres individuellen Frequenzspektrums dem menschlichen Hörvermögen so anzupassen, dass die gemischte Aufnahme möglichst ähnlich klingt, wie sie im Original beabsichtigt war.

Verwendet man zu diesem Zweck Kopfhörer, entsteht ein völlig anderer Sound als beim Mischen mit Monitorboxen. Grund dafür ist, dass bei Kopfhörern der menschliche Kopf als Resonanzquelle anders arbeitet. Aus demselben Grund klingt die Stimme aus eigener Sicht auch sehr viel anders als beim Abhören einer Aufnahme dieser Stimme.

Soll zum Beispiel eine Konzertaufnahme mit einzeln abgenommenen Instrumenten - egal, ob E- oder U-Musik - soundtechnisch wie das Original klingen, müssen die einzelnen Spuren in genau definierte Frequenzbereiche mit genau der richtigen Lautstärke gelegt werden. Das gleiche gilt für den Soundmix eines Spielfilms in Dolby-Surround mit Atmo, Sprache, Musik und Soundeffekten. Ein Kopfhörer erzeugt dabei allenfalls eine grobe Orientierung, aber keinesfalls den gewünschten Sound. Anspruchslose Youtuber sind kein Maßstab für Soundqualität, sondern für Audio-Müll.

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Antwort von pillepalle:

Und es geht um die Räumlichkeit, die Lokalisation und die Tiefenstaffelung. Mit der kopfbezogenen Stereophonie eines Kopfhörers lässt sich das nicht wirklich beurteilen.

VG

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Antwort von Drushba:

Jalue hat geschrieben:
Jo, wie so oft wird hier von "Experten" wieder mal ein Popanz aufgebaut. Vermutlich deckungsgleich mit der Fraktion, die meint, man könne nur in einem fensterlosen, neutralgrau gestrichenen Raum eine CC hinbekommen oder (vor ein paar Jahren), man müsste unbedingt einen Belichtungsmesser einsetzen, wenn man in HD filmt.

So, liebe Super-Profis, jetzt mal tief Luft holen und hinsetzen: Ich habe für diverse Sender/Produktionsfirmen/Online-Redaktionen gearbeitet und in ausnahmslos ALLEN wurde auch, wenn nicht überwiegend, mit Kopfhörer gemischt, egal ob Öffi oder privat. Der Grund: I.d.R. entstehen journalistische Formate eben nicht (mehr) am amtlichen Schnittplatz, sondern im Großraumbüro und da ist ein Kopfhörer die einzige Möglichkeit, um überhaupt noch was zu hören.

"Ja ... aber der große Dokumentarfilm". Wird oft von Rucksackproduzenten gemacht, weil man damit kaum Kohle verdient. Die haben vielleicht sogar "amtliche Boxen" in ihrem "Studio" - dass dann ne Altbauwohnung mit vier Metern Deckenhöhe und neben ner lärmigen Schnellstraße ist.

Anyway, all diese Produktionen wurden/werden gesendet und meines Wissens hat davon noch niemand Ohrenkrebs bekommen, auch nicht von meinen Vertonungen. Zuhause erledige ich die in der Abstellkammer, hinter einem Stoffvorhang und mit ner Klappmatratze über mir. Beschwert hat sich noch keiner.
Ich lasse die Dokfilm-Tonmischung von einem diplomierten Ton-Profi im Studio machen, weil ich hier überhaupt kein Lust habe mich einzuarbeiten und sicher drei Wochen bräuchte, mit garantiert schlechterem Ergebnis, als er in drei Tagen. Allerdings habe ich den mal gefragt, was er denn so an Nahfeld/Misch-Monitoren empfehlen würde. Seine Antwort: Klein und Hummel, darunter nichts, ausser Kopfhörern. Die seien meist ausreichend präzise. ;-)

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Antwort von Blackbox:

Stimmt.
Gerade auch bei Sprache ist auf die K&H 100% Verlass.
Und in der Tat ist zusätzliches Abhören über Kopfhörer SEHR sinnvoll, vor allem da Störkomponenten nur mit Kopfhörern wirklich sicher identifiziert werden können.

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Antwort von Frank Glencairn:

rush hat geschrieben:


Ich wäre ja schon glücklich wenn viele der Youtuber wenigstens Ihre Pegel halbwegs angleichen würden. Stattdessen ballern einem regelmäßig selbstgebaute Trailer mit Überpegel zu Beginn das Gehirn weg, gleiches gilt für eingebundene Hintergrundmusik während der Dialog teils vor sich hinkräpelt.
YT schneidet dir sowieso alles über -14 rigoros und stumpf mit ihrem Brickwall Limiter ab - kein Wunder das die Dynamik dann darunter leidet.

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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
rush hat geschrieben:


Ich wäre ja schon glücklich wenn viele der Youtuber wenigstens Ihre Pegel halbwegs angleichen würden. Stattdessen ballern einem regelmäßig selbstgebaute Trailer mit Überpegel zu Beginn das Gehirn weg, gleiches gilt für eingebundene Hintergrundmusik während der Dialog teils vor sich hinkräpelt.
YT schneidet dir sowieso alles über -14 rigoros und stumpf mit ihrem Brickwall Limiter ab - kein Wunder das die Dynamik dann darunter leidet.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass max. Peak bei YouTube 0 ist. Erst dann wird selbst komprimiert bzw. limitiert. Die -14 sind die empfohlenen LUFs.
Das kann man in den Stats for Nerds auch immer gut kontrollieren.

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Antwort von Frank Glencairn:



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Antwort von DKPost:

"Frank Glencairn" hat geschrieben:
Danke, habe es gerade auch nochmal nachgelesen. Stimmt schon was du sagst. Ich dachte immer nur der Peak wird runtergeregelt, aber es sind auch die LUFs.

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Antwort von MK:

Verwunderlich dass da überhaupt was gemacht wird... manche Videos auf Youtube sind so leise dass man auf Anschlag aufdrehen muss um was zu hören. Bei anderen bläst es einem das Hirn raus.

Oder betrifft das nur so semiprofessionellen Content und keine Musikvideos, Trailer, Filme etc. bzw auch kein älteres Material.

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Antwort von Frank Glencairn:

Das betrifft alle - siehe stats for nerds.

Lauter als -14 LUFS ist also schon mal nix - die zu leisen sind halt einfach nicht entsprechend gemastert.

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Antwort von Blackbox:

Ja so ist das. Vor 15 Jahren entschuldbar, da war R128 ja noch sowas wie Ton-Geheimwissen und mehrfaches Abmischen für unterschiedliche Medien nahezu ein verschrobenes Kuriosum, aber heute ist das doch in nahezu jeder Software leicht verfügbar.
Aber viele Bildmenschen/Youtuber tüfteln wohl lieber stundenlang am Grading und philosophieren über 10vs.12bit Farbtiefe, statt sich mal wenigstens mit den grundlegendsten Basics der Tonbearbeitung zu beschäftigen?
Gutes Abmischen ist tatsächlich eine recht schwierige Kunst, aber wenigstens mal in den ungefähr richtigen Lautstärkebereich zu kommen sollte eigentlich allen Menschen mit wenig Aufwand möglich sein.

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