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Sennheiser MKE 600 vs. Rode NTG-3



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Frage von sim:


Hallo Community,

aktuell besitze ich ein Sennheiser MKE 600 in Kombination mit dem ZoomZoom im Glossar erklärt H6. Ich bin in Überlegung, mir das Rode NTG-3 Mikrofon anzuschaffen. Ich frage mich aber, ob sich das überhaupt lohnt, ist der Unterschied vom Ton so groß, beziehungsweise erkennt man einen großen Unterschied?

Danke im Voraus!



Antwort von pillepalle:

Ob sich das lohnt ist pauschal schwer zu sagen. Das Rode rauscht etwas weniger und ist empfindlicher. Wenn Du aber mit dem Rauschen bzw. der Empfindlichkeit keine Probleme hast, brauchst Du so ein Upgrade vielleicht gar nicht. Das gleiche gilt für den Klang. Der kann ggf. etwas anders sein, aber welches Dir am Ende besser gefällt, kannst nur Du entscheiden. Vielleicht findest Du ein paar Vergleiche mit Klangproben im Netz.

VG



Antwort von cantsin:

Hier gibt's vergleichende Hörproben:
https://www.youtube.com/watch?v=_QSQ-61z5l4

Das NTG-3 hat 'out of the box' einen sehr satten Sound, der ganz gut ist, wenn man kein Audioexperte ist und das Audiosignal mehr oder weniger unbearbeitet verwenden will (ähnlich einer Kamera, die out-of-the-box ansprechende/gefällige Farben produziert).








Antwort von ChristianG:

Die Frage ist, bist du denn mit dem MKE 600 glücklich? Weil eigentlich sind beides schon gute Einstiegsmikrofone und durchaus für das Tonangeln geeignet. Die Unterschiede bei gerichteten Mikrofonen ist dann irgendwann mehr der neutrale Klang, die Klangverfälschung von dem Ton, der außerhalb des gerichteten Bereichs liegt, etc. Nun finde ich persönlich den H6 mal so gar nicht geeignet, um damit vernünftig unterwegs zu sein, weil man den Rekorder nicht vernünftig umhängen kann. Mein Vorschlag wäre dahin, wenn es dir um eine grundsätzliche Investition geht, mal zu schauen, welches Zubehör ggfs. für dich sinnvoll sein könnte, deine Ergebnisse verbessert, dir dein Leben erleichtert. Beispielsweise eine bessere Angel, praktischerer Rekorder oder ähnliches. Außerdem würde ich aktuell bevor ich zu dem NTG3 greife, das NTG5 bevorzugen. Kleiner, leichter, ähnlich guter Klang, deutlich mehr Zubehör im Package.



Antwort von Mediamind:

Das NTG-3 ist ein sehr gutes Micro. An Deinem Zoomrecorder wäre es ggf. ewas drüber. Es betont den niedrigen Frequenzbereich etwas stärker. Ich habe es regelmäßig in Verwendung und liebe die Ergebnisse. Das NTG-5 wäre allerdings eine bessere Wahl, wie schon dargestellt. Ich ergänze noch: Das NTG-5 ist im Vergleich deutlich neutraler, wenige Basslastig. Ist eine Frage des Geschmacks.



Antwort von Darth Schneider:

Kennt jemand zufällig dieses neue Rode NTG ?
Die Rewiews scheinen ja ziemlich gut zu sein, nur leider halt ohne XLR...
Das Rode NTG-3 würde mich auch reizen, ist mir dann aber doch ein wenig zu lang, weil ich es auch auf der Kamera nutzen will, nicht nur am Boomple.
Gruss Boris



Antwort von sim:

Mediamind hat geschrieben:
Das NTG-3 ist ein sehr gutes Micro. An Deinem Zoomrecorder wäre es ggf. ewas drüber. Es betont den niedrigen Frequenzbereich etwas stärker. Ich habe es regelmäßig in Verwendung und liebe die Ergebnisse. Das NTG-5 wäre allerdings eine bessere Wahl, wie schon dargestellt. Ich ergänze noch: Das NTG-5 ist im Vergleich deutlich neutraler, wenige Basslastig. Ist eine Frage des Geschmacks.
Danke für die Antwort! Rauscht das Rode NTG-5 auch genauso wenig wie das NTG-3? Oder gibt es dan noch Unterschiede?



Antwort von pillepalle:

sim hat geschrieben:
Mediamind hat geschrieben:
Das NTG-3 ist ein sehr gutes Micro. An Deinem Zoomrecorder wäre es ggf. ewas drüber. Es betont den niedrigen Frequenzbereich etwas stärker. Ich habe es regelmäßig in Verwendung und liebe die Ergebnisse. Das NTG-5 wäre allerdings eine bessere Wahl, wie schon dargestellt. Ich ergänze noch: Das NTG-5 ist im Vergleich deutlich neutraler, wenige Basslastig. Ist eine Frage des Geschmacks.
Danke für die Antwort! Rauscht das Rode NTG-5 auch genauso wenig wie das NTG-3? Oder gibt es dan noch Unterschiede?
Das NTG5 rauscht 3db weniger als das NTG3, dafür ist das NTG3 empfindlicher. Die Bauform ist etwas anders. Werden beide auch etwas unterschiedlich klingen. Richtig falsch machen wirst Du mit keinem von beiden was. Du musst eben entscheiden was Dir wichtig ist.

VG



Antwort von Mediamind:

Curtis Judd hatte hierzu ein Video gemacht. Schau einmal bei YT nach, sehr informativ. Beide sind zu empfehlen, das NTG5 ist mein Standard, das NTG3 habe ich bei Bedarf leihweise zur Verfügung. Beide sind wirklich empfehlenswert.



Antwort von rush:

Das NTG 5 dürfte insbesondere für Outdoor Anwendungen zu bevorzugen sein da es laut Rode etwas weniger empfindlich im unteren Frequenzbereich ist und man so bereits etwas urbanes Rumpeln gar nicht erst "einfängt" ;-)

Sind gewiss eher Nuancen und wenn man die Dinger an einem gescheiten Mischer bewegt nur eine Frage der Einstellung - aber direkt an Kameras und noch mehr als on-camera Mic (nicht zu empfehlen) könnte das bereits den entscheidenden Vorteil darstellen.
Ist gut an den jeweiligen Frequenzkurven der beiden im Vergleich erkennbar.

Ansonsten ist das NTG5 gegenüber dem NTG3 auch ganz rational betrachtet spürbar kompakter und fast 100g leichter - das kann bei Einsätzen an der lang ausgezogen Angel über die Zeit tatsächlich 'nen klaren Unterschied machen so gering das auch klingt.

Etwas irritierend finde ich das man das NTG-5 aktuell nicht über die klassische Rode Website findet wenn man sich da durchklickt - sondern nur über externe Suchergebnisse dort landet.
Könnte auf einen Nachfolger hindeuten oder weiß da jemand was zu warum es momentan auf der deutschen Website nicht offiziell gelistet ist?

https://de.rode.com/microphones/all



Antwort von sim:

pillepalle hat geschrieben:
sim hat geschrieben:


Danke für die Antwort! Rauscht das Rode NTG-5 auch genauso wenig wie das NTG-3? Oder gibt es dan noch Unterschiede?
Das NTG5 rauscht 3db weniger als das NTG3, dafür ist das NTG3 empfindlicher. Die Bauform ist etwas anders. Werden beide auch etwas unterschiedlich klingen. Richtig falsch machen wirst Du mit keinem von beiden was. Du musst eben entscheiden was Dir wichtig ist.

VG
Wichtig ist mir auf jeden Fall wenig Rauschen. Da lohnt sich ja schon das NTG-5 anstatt das MKE 600, oder?



Antwort von pillepalle:

Ja, das NTG5 rauscht 5 dB weniger als das MKE600, wenn Du das MKE600 mit Phantomspeisung betreibst. Merken wirst Du das aber vor allem in Extremsituationen, also wenn Dein Mikrofon z.B. ungünstig positioniert ist (zu weit weg von der Schallquelle), oder Du viele Mikrofone im Einsatz hast (bei Dir wohl nicht der Fall), weil sich das Rauschen mehrerer Mikrofone addiert. Unter normalen Bedingungen, wenn Du einen guten Signalpegel hast, kannst Du auch mit dem MKE600 rauschfreie Aufnahmen hin bekommen, denn eigentlich ist auch der Signal-/Rauschabstand des Sennheisers (mit 79dB) nicht so schlecht.

Übrigens ganz interessant sind die Videos von Julian Krause zum Thema Rauschen. Wie dieses hier z.B.

https://www.youtube.com/watch?v=beXVfl1TSD0

VG








Antwort von rush:

pillepalle hat geschrieben:


weil sich das Rauschen mehrerer Mikrofone addiert.
Was meinst Du damit?



Antwort von pillepalle:

Eigentlich genau das, was ich geschrieben habe. Wenn Du z.B. ein 5.1 Mikrofon Setup hast, dann hast Du das Rauschen von 5 Mikrofonen in Deiner Aufnahme. Und je höher die Anzahl der eingesetzen Mikrofone desto wichtiger wird auch deren Rauschverhalten, weil sich das Rauschen der einzelnen Mikros eben addiert. Bei einem Kameramikro, oder Boom-Mikrofon spielt das natürlich keine Rolle. Bei einer Orchesteraufnahme z.B. (mit vielen Stützen) aber schon. Genauso beim Einsatz vieler Lavaliermikrofone. Wenn Du diejenigen die nicht in Benutzung sind (also wo gerade keiner rein spricht) offen läßt, hast Du nicht nur eventuell ungewollte Nebengeräusche, sondern auch deren Rauschen mit auf der Aufnahme. Deshalb mixt man (Live oder in der Post) und pegelt die unbenutzen Kanäle runter.

VG



Antwort von Mediamind:

Ist für mich tatsächlich Neuland. Das Grundrauschen addiert sich mit jedem hinzugenommenen Mic? Bei meinen 5.0 Versuchen habe ich das so nicht direkt festgestellt. Wenn ich mir nur praktisch vorstelle, einen Kanal mit 2 Mics zu belegen, dann steigt ggf. das Rauschen aber auch der Anteil am Signal halbiert sich, somit auch das Rauschen. Das wäre jetzt meine naive Vorstellung. Kann das mal genauer erklärt werden?



Antwort von pillepalle:

Kannst Du bei den Vorlesumgsunterlagen bei Sengpiel im Netz nachlesen. Bin leider gerade auf dem Sprung und kann Dir das nicht heraus suchen.

Bei einer 5.1 oder Stereoaufnahme senkst Du den Pegel der einzelnen Kanäle ja nicht. Das machst Du nur beim Mixen, wenn Du verschiedene Signale von verschiedenen Mikrofonen mischt. Dann wird ein Spur die mit geringerem Pegel hinein gemischt wird natürlich auch entsprechend weniger Rauschen haben, genauso wie weniger Nutzsignal.

Wenn Du, nur mal angenommen, auf Deiner Hochzeit drei Lavalier Mikrofone einsetzt und alle drei Spuren in der Post einfach nur normalisiert, hast Du auch das Rauschen von drei Mikrofonen in Deinen Spuren, verglichen damit wenn Du sie richtig mixen würdest. Eben weil Du auch das Rauschen mit hinein mixt, selbst wenn kein Signal aus dem jeweiligen Mikro kommt. Das merkst Du vor allem natürlich in leisen Passagen. Deshalb gibt es ja so Automatiken wie Automix an manchen Mixern, die die jeweilige Spur nur hochdrehen, wenn auch ein Signal herein kommt

VG




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