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Infoseite // Nigerianische Teenager produzieren SF-Kurzfilm mit einfachsten Mitteln



Newsmeldung von slashCAM:



Was die Demokratisierung der Produktionsmittels im Rahmen der digitalen Revolution wirklich bedeutet, demonstriert schön eine SF-Filmproduktion einiger nigerianischer Tee...



Hier geht es zur Newsmeldung auf den slashCAM Magazin-Seiten:
Nigerianische Teenager produzieren SF-Kurzfilm mit einfachsten Mitteln


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Antwort von balkanesel:

und fit sinds auch die Jungs

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Antwort von TonBild:

balkanesel hat geschrieben:
und fit sinds auch die Jungs
Stimmt, tolles Projekt.

Aber warum ist Nigeria (aka Nollywood) die zumindest der Anzahl der produzierten Filme nach zweitgrößte Filmernation der Erde?

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Antwort von Jott:

Ist tatsächlich so:

1. Indien
2. Nigeria
3. USA

Hat kaum jemand auf dem Schirm.

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Antwort von DAF:

Schöne Newsmeldung - danke!

Hat glaube ich damit direkt nichts zu tun, aber wer ein paar Euro übrig hat für junge Medienschaffende in Afrika
- hier gibt"s ein starkes Projekt die sich immer über Unterstützung freuen:

https://www.learninglions.org/index

Oder den Hintern bewegen :)))

https://www.löwenmarsch.de/

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Antwort von pixelschubser2006:

Obwohl ich den Film nur "durchgezappt" habe (ist einfach nicht mein Genre, vor allem wenn man nix versteht), bin ich tief beeindruckt und demütig. Es ist schon klasse, was die hier auf die Beine gestellt haben. Eigentlich müsste man sich schämen, bei dem Müll den man selbst mit seinem fetten Krempel so produziert. Natürlich sieht man einige technische Schwächen, aber das finde ich stilistisch garnischt schlimm. Es würde mich noch nichtmal wundern, wenn es garkeine Fehler sind, sondern so gewollt ist. Und selbst wenn: Mit nem iPhone 6 mit passender App würde selbst das noch anders aussehen. Hut ab, Hut ab!

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Antwort von Funless:

Ich find‘s total super!

Während man hier mit elaboriertem Getue über Pixelpitches, Sensorauflösung, Balancierungswehwehchen beim Gimbal, Drohnengejammer, das Züchten seines jeweiligen Next-Gadget-Disorders und Kameras mit einem DR von mindestens 28 Blenden schwadroniert zeigen die Jungs da drüben was man mit einer gehörigen Portion Phantasie, Kreativität und Willen alles realisieren kann.

Daumen hoch! 👍

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Antwort von patfish:

Tolle Sache! ... andererseits brauche ich nur 15 Jahre zurückdenken, da habe ich und viele andere (auch hier in diesem Forum) sehr ähnliche SF-Projekte mit MiniDV Kameras gedreht. Von der Videoqualität eines 5 Jahre alten iPhones hatten wir damals nur träumen können :D

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Antwort von ChillClip:

Wobei ich Blender nicht zu den "einfachsten Mitteln" zählen würde, da es eine hochprofessionelle, fantastische Software ist ;)
Funless hat geschrieben:
Ich find‘s total super!

Während man hier mit elaboriertem Getue über Pixelpitches, Sensorauflösung, Balancierungswehwehchen beim Gimbal, Drohnengejammer, das Züchten seines jeweiligen Next-Gadget-Disorders und Kameras mit einem DR von mindestens 28 Blenden schwadroniert zeigen die Jungs da drüben was man mit einer gehörigen Portion Phantasie, Kreativität und Willen alles realisieren kann.

Daumen hoch! 👍
Ja, genau daran musste ich auch denken. Wenn man hierzulande einen Blick in einschlägige Foren wirft, bekommt man den Eindruck, nur mit Vollformat und Objektiven ab 1000 Euro aufwärts kann man überhaupt fotografieren/filmen. Auch muss man unbedingt immer sofort auf die neueste Mark xy wechseln. Vorgängermodelle sind einfach zu schlecht.

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Antwort von Mac4ever1950:

Ich bin total zweigeteilt und kann mich dem einhellig positiven Echo, jedenfalls in dieser Form, nicht anschließen.

Einerseits bewundere ich die technische Brillianz bei diesen einfachen Mitteln. Da stimmt einfach alles, Schnitt, Effekte, Tempo, das Ganze ist kreativ und überzeugend. Das kann man gar nicht genug loben.

Andererseits finde ich die Story fürchterlich. Eigentlich ist es gar keine: eine Art Cyborg versucht aus einer gewalttätigen Umgebung zu flüchten und kommt am Ende um. So habe ich es jedenfalls verstanden. Ich sehe aber diese Gewaltorgie negativ: Ist das bloß zeitgeistige Coolness, oder was soll das? Warum wird das so ausgewalzt, regelrecht zelebriert? Das ist doch genau diese Verdienstmasche mit pubertären Fantasien wie solche Machwerke wie „Mad Max V“: Dystrophien, die technisch brillant sind, ungeheuer fantasievoll und perfekt, aber meiner Meinung nach regelrecht gesellschaftlich zerstörerisch. Denn damit werden Jugendliche in entwicklungsbedingten Fehlhaltungen bestärkt. Wie viele tödliche Kämpfe hat dieser Kurzfilm nun genau? Die Rate pro Minute dürfte rekordverdächtig sein.

Sorry, ich bin fast 70 und wahrscheinlich aus der Zeit gefallen. Aber ich kann das nun mal nicht gut finden. Daß sich Profiregisseure dafür interessieren, wundert mich nicht, Geldgeber hatten noch nie Probleme, wenn es darum ging, Publikumsansprüche zu erfüllen, und seien diese auch noch so destruktiv. Auch Mad Max V muss sich ja noch irgendwie toppen lassen.

Ein guter Film hat zwingend immer eine gute Story. Deshalb ist das noch KEIN guter Film.

Aber die Jungs verdienen höchsten Respekt und Unterstützung. Und die werden sie auch bekommen. Ihr nächster Film wird dann sicher besser.

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Antwort von Jan:

Der Film beeindruckt auch nur Leute, die noch nie mit einer Effekt-Software gearbeitet haben. Ohne Blender wäre dieser Film wie jeder zweite beliebige andere Handytestfilm eines besseren Youtubers. Ich habe da schon ganz andere Effektfilme von Studenten gesehen, also auch keine Profis. Das sah dann wirklich schon nach Hollywood aus, das ist hier nicht der Fall.
Lass mal diese Filmer doch einen Film drehen, ganz ohne Blender und andere Effektprogrammen, das wird sich dann kein Mensch anschauen, weil es beliebig ist.

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Antwort von Axel:

Mac4ever1950 hat geschrieben:
Ich sehe aber diese Gewaltorgie negativ: Ist das bloß zeitgeistige Coolness, oder was soll das? Warum wird das so ausgewalzt, regelrecht zelebriert? Das ist doch genau diese Verdienstmasche mit pubertären Fantasien wie solche Machwerke wie „Mad Max V“: Dystrophien, die technisch brillant sind, ungeheuer fantasievoll und perfekt, aber meiner Meinung nach regelrecht gesellschaftlich zerstörerisch. Denn damit werden Jugendliche in entwicklungsbedingten Fehlhaltungen bestärkt. Wie viele tödliche Kämpfe hat dieser Kurzfilm nun genau? Die Rate pro Minute dürfte rekordverdächtig sein.
Die Lebenswirklichkeit von Jugendlichen in Nigeria ist sicher offener von Gewalt geprägt, oder von offenerer, physischerer Gewalt, als hierzulande. Davon abgesehen spiegelt das Medium wie ein normaler Spiegel und nicht wie ein Zauberspiegel. Die Gewalt ist da, es hat keinen Zweck, sie schönzureden. Über die psychisch authentische Darstellung zu reflektieren, das setzt eine gewisse Art von Reife voraus, bei der zuvor ein Reifeprozess durchlaufen worden sein muss. Das ist das Problem des deutschen Films. Er hat sich von den unmittelbar faszinierenden Affekten distanziert, die Macher sind reif und reden wie gedruckt, wie eine FFA-Broschüre. Die Sujets sind alles, bloß nicht mehr authentisch, nicht mehr spannend, nicht mehr "Kino". Ein wertvoller deutscher Film nimmt sofort die Pose eines reifen, ausgewogenen Essays ein. Reiner Mumpitz, wenn man nicht wenigstens zuvor das Stadium des unzensierten Spaßes durchlaufen hat.

Wenn jemand die Welt so geschaffen hat, dass Gewaltdarstellungen als Ventil und ehrlicher Ausdruck fabriziert und konsumiert werden, dann sind wir es, die längst Erwachsenen. Kinder werden bei uns wie schon immer als unsere Karikaturen erzogen, teils verhätschelt, überbeschützt, teils unnatürlich hohem Anpassungsdruck unterworfen, ihre wirklichen Bedürfnisse missachtet, seelisch verkrüppelt, in Wahn und Phobien getrieben und in eine trügerische Weltflucht durch Konsum-Konformität. Und zu allem Überfluss kommen die Oberlehrer daher und beschweren sich über Gewaltverherrlichung. Der Fisch stinkt vom Kopf her!

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Antwort von Mac4ever1950:

Es geht nicht um Täter und Opfer. Von der Geburt bis zum Tode steckt der Mensch in Mechanismen. Er wird gelenkt und er lenkt selber. Er reagiert und er agiert. Er ist oft Opfer und Täter in einer Person. Deshalb halte ich in gesellschaftlichen Mechanismen davon überhaupt nichts, umso mehr aber persönlich. Jeder kann persönlich dafür sorgen, dass er nicht zum Täter wird. Und er sollte vermeiden, sich zum Opfer zu stilisieren, da, wo er es nicht ist, sondern persönliche Verantwortung für sein Handeln trägt. Ein Mörder bleibt ein Mörder, egal, in welchem Umfeld. Der Killer des Drogenbosses, der damit seine Familie ernährt, ist auch einer, davor schützt ihn nicht die Entschuldigung als „Opfer der Verhältnisse“.

Aber das führt hier zu weit. Für mich bleibt das: tolle Arbeitsprobe mit schlechter Story. Vielleicht nicht ganz so schlecht, weil sie ja diese Diskussion hier anstößt. Ist ja vielleicht nicht die einzige.

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Antwort von dustdancer:

Jan hat geschrieben:
Der Film beeindruckt auch nur Leute, die noch nie mit einer Effekt-Software gearbeitet haben. Ohne Blender wäre dieser Film wie jeder zweite beliebige andere Handytestfilm eines besseren Youtubers. Ich habe da schon ganz andere Effektfilme von Studenten gesehen, also auch keine Profis. Das sah dann wirklich schon nach Hollywood aus, das ist hier nicht der Fall.
Lass mal diese Filmer doch einen Film drehen, ganz ohne Blender und andere Effektprogrammen, das wird sich dann kein Mensch anschauen, weil es beliebig ist.
Du hast Dir nicht wirklich die Produktionsbedingungen angeschaut? Und die Verfügbarkeit von Wissen in der Gegend? Ansonsten bin ich über Deine Vergleiche komplett irritiert. Ich bin schon seit Jahren ganz erfolgreich mit den gängigen Programmen wie C4D, AE, Maya, Nuke etc. unterwegs und bin beeindruckt, was die Jungs mit den Rahmenbedingungen geschaffen haben.

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Antwort von ChillClip:

Mac4ever1950 hat geschrieben:
Andererseits finde ich die Story fürchterlich. Eigentlich ist es gar keine:
Also aktuelles Hollywood-Niveau! ;)

Ich geb dir mit der Story recht, aber daran krankt ja auch das professionelle Kino. Früher waren es vornehmlich die Horror-Genres, deren Storys auch bei größeren Produktionen amateurhaft erzählt wurden (sowas von stümperhaft, dass ich mich nie mit Horrorfilmen anfreunden konnte), heute findet es sich in jedem Blockbuster. Und selbst Mammutprojekte wie Star Wars enden in Diletantismus, weil man offenbar keinen roten Faden über drei Filme hat und stattdessen unterschiedlichen Regisseuren die Freiheit lässt, ihre unterschiedlichen Sichtweisen umsetzen und Handlungsfäden des Vorgängers missachten oder verändern dürfen. Aber das ist halt die aktuelle Zeiterscheinung und die Verkaufszahlen zeigen ja, dass das Publikum auf Story eher weniger Wert legt. Wer gute Handlungen möchte, ist bei Serien (im Moment noch) besser aufgehoben.

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Antwort von Jott:

Ähm - von Kids ohne Geld mit einem kaputten Handy gedreht. Nicht vergessen.

Wie schon angedeutet: kriegen so was unsere Wolkenkuckungsheim-Filmer hier auch hin, die ohne raw, raw, raw und 18 Blenden nicht mal einen Blumentopf aufnehmen würden? Sieht nicht so aus.

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Antwort von Jan:

Jott hat geschrieben:
Ähm - von Kids ohne Geld mit einem kaputten Handy gedreht. Nicht vergessen.

Wie schon angedeutet: kriegen so was unsere Wolkenkuckungsheim-Filmer hier auch hin, die ohne raw, raw, raw und 18 Blenden nicht mal einen Blumentopf aufnehmen würden? Sieht nicht so aus.

Das ist doch Quatsch. Der Filmer hatte einen potenten Computer zu Verfügung und der User hat auch langjährige Erfahrung im Umgang mit Blender. Und genau deswegen sieht der Film so aus. Und nicht jeder der in Afrika lebt, wohnt in einem Steinhaus im Nirgendwo ohne Strom und hat keinen Schulanschluss. Ich war mehrfach in Afrika, das Niveau ist in den Großstädten schon annehmbar. Und ich sehe immer wieder mal sehr gutes Material von doch recht frischen Filmstudenten, das sieht deutlich besser aus. Nur weil hier im Forum 99% noch nie mit solchen Programmen gearbeitet haben und auch nicht über den üblichen Videoschnitt rauskommen, ist es kein Hollywood, wenn jemand ein kostenloses Effekteprogramm gut bedienen kann.

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