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Empfehlung Field-Monitor/Recoder



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Frage von Snow Storm:


Hallo und guten Tag

Ich versuche mich seit 1.5 Jahren im Filmen und nutze eine mFT-Systemkamera (GH4). Mein Schwerpunkt liegt im Filmen von Wildlife aus dem Tarnzelt mit sehr langen Brennweiten von bis zu 3'000mm (!) KB-äquivalent. Die Hauptherausforderung liegt darin, Erschütterungen auf ein minimales Mass zu halten, insbesondere bei der Schärfennachführung bei sich bewegenden Tieren. Die Schärfebeurteilung auf dem kleinen Kamera-Monitor ist zudem sehr zeitaufwändig.

Anbei meine Vorgehensweise bei der Schärfenachführung.
1) Bildausschnitt Digital Einzoomen
2) mehrfaches Scharfstellen (vor/zurück)
3) Digital-Auszoomen

Es ist manchmal sehr mühsam, insbesondere zur blauen Stunden, wenn das Licht schwindet, oder bei schlechtem Wetter und ich habe deswegen bereits einige gute Aufnahmen verpasst. Natürlich nutze ich die kameraseitige Peaking-Funktion, aber je weniger Licht es hat, desto schlechter spricht das Focus PeakingPeaking im Glossar erklärt an.

Ich habe mir lange überlegt, ob ein elektronischer Followfocus die Schärfenachführung wesentlich vereinfachen könnte, traue aber dieser Technik nicht so recht. Das 300/2.8 das ich nutze, hat einen Focus by wire. Zudem bliebe das Problem der mühsamen Schärfebeurteilung wie oben beschrieben. Ich denke, ein Field-Monitor/Recorder mit grösserem Bildschirm und höherer Auflösung könnte mit bei der Schärfenachführung einen wesentlich grösseren Nutzen bringen. Des weiteren könnte ich damit auch alle Vorteile eines Recorders nutzen.

Fieldrecorder - zu erfüllende Kriterien (höchste Wichtigkeit zuerst):
- Nutzung für die Schärfebeurteilung (wichtigster Punkt)
- Aufnahme von Bild und Ton, derzeit mit GH4, zukünftig ev. mit GH5/s oder Blackmagic-Kamera)
- Anschluss eines externen Mikrofons, via XLRXLR im Glossar erklärt 48V Phantomspeisung oder via Klinkenstecker 3.5mm (derzeit MKE-600, zukünftig ev. 2. Mikrofon geplant)
- Aufnahme von 2 Akkus (automatischer Wechsel)
- Medium 2.5" Drive bevorzugt
- Gewicht inkl. Akkus für 3h Laufzeit max. 1 kg (je leichter, desto besser)
- relativ leiser Betrieb (Mikrofon wird ausserhalb des Tarnzeltes aufgestellt)
- derzeit hauptsächlich 1080/50p, zukünftig bis 4K60p geplant
- Bildbearbeitung derzeit auf einem Minimum (nur schneiden), zukünftig offen.

Ich habe bewusst keine Angaben zu den unterstützenden Video-Formate und Codecs angegeben, da ich derzeit nur mit 4:2:04:2:0 im Glossar erklärt und 8Bit aufzeichne und nicht weiss, ob 4:2:24:2:2 im Glossar erklärt und 10 BitBit im Glossar erklärt für meine Bedürfnisse Vorteile bringt. Ich nutze derzeit nicht einmal Vlog, da ich die Bildbearbeitung auf ein Minimum halte (nur schneiden). Ich habe zudem keine Ahnung was die Vor- oder Nachteile von CDNG; ProResProRes im Glossar erklärt, Avid DNxHR, RAW (Atomos-Formate) sind. Ich filme derzeit eigentlich nur, um raus in die Natur zu kommen. Stundenlanges sitzen vor dem PC bin ich zwar täglich gewohnt, aber an eine tiefgründige Videobearbeitung habe ich mich bis Dato noch nicht gewagt.

Zur geplanten Anschaffung eines Recorders stellen sich mir nun folgende Fragen:

1) ist zur Schärfebeurteilung ein 5"-Bildschirm mit 425ppi besser geeignet als ein 7" mit 325ppi?

2) wie stark sollte die Bildhelligkeit mindestens sein bzw. genügen 400 nit?

3) Sollte man einem HDR-tauglichen Gerät den Vorzug geben?

4) sollte der Recorder eine XLR-Buchse mit 48V Phantomspeisung besitzen, oder genügt es vollends, wenn ich mein XLR-Mikrofon via Klinken-Adapterkabel anschliessen kann?

5) genügt die Unterstützung von HDMIHDMI im Glossar erklärt 1.4 oder sollte man auf den Standard 2.0 achten?

6) sind Geräte mit SDI-Anschlüsse zu bevorzugen oder ist dies "overkill"?

7) falls ich auch in Zukunft mit Blackmagic Davinci Resolve (Freeware) schneiden sollte: ist bei den unterstützten Videoformaten auf eines besonders zu achten bzw. hat sich eines als Standard entwickelt?

8) Da ich aus finanziellen Gründen auch ein Gebrauchtgerät kaufen würde, stellt sich die Frage: macht es Sinn ältere, aber beim Launch sehr teure Geräte wie z.B. Atomos Shogun 4k/30p in die engere Auswahl zu nehmen oder liegt dieses Gerät für meine gestellten Anforderungen bereits hinter einem modernen Gerät wie dem Atomos Ninja V?

9) was sonst sollte ich beachten bzw. überdenken (z.B. Funktionen beim Monitoring oder Aufzeichnen)?

Für Deine Meinung und Hilfe danke ich vielmals!

vg
snowstorm



Antwort von Mediamind:

1) ist zur Schärfebeurteilung ein 5"-Bildschirm mit 425ppi besser geeignet als ein 7" mit 325ppi? Nein, es kommt auf den Monitor an. Kann man so pauschal nicht sagen

2) wie stark sollte die Bildhelligkeit mindestens sein bzw. genügen 400 nit? Für den Außenbereich: nein, das ist wäre mir zu dunkel

3) Sollte man einem HDR-tauglichen Gerät den Vorzug geben? Jep, gerade bei hohem Dynamikumfang sind mehr Nits erforderlich, damit man das Bild beurteilen kann

4) sollte der Recorder eine XLR-Buchse mit 48V Phantomspeisung besitzen, oder genügt es vollends, wenn ich mein XLR-Mikrofon via Klinken-Adapterkabel anschliessen kann? Ich setze auf Audio-Recorder (Zoom F8 oder ZoomZoom im Glossar erklärt H6) und würde das auch immer getrennt halten wollen. Ist aber Frage des Geschmacks und des Equipments

5) genügt die Unterstützung von HDMIHDMI im Glossar erklärt 1.4 oder sollte man auf den Standard 2.0 achten?

6) sind Geräte mit SDI-Anschlüsse zu bevorzugen oder ist dies "overkill"? Wenn die Kohle reicht und man andere SDISDI im Glossar erklärt Geräte anschließen will/kann, dann nimm SDI. Wenn das nicht in Aussicht steht: Overkill oder eher: nicht relavant

7) falls ich auch in Zukunft mit Blackmagic Davinci Resolve (Freeware) schneiden sollte: ist bei den unterstützten Videoformaten auf eines besonders zu achten bzw. hat sich eines als Standard entwickelt?

8) Da ich aus finanziellen Gründen auch ein Gebrauchtgerät kaufen würde, stellt sich die Frage: macht es Sinn ältere, aber beim Launch sehr teure Geräte wie z.B. Atomos Shogun 4k/30p in die engere Auswahl zu nehmen oder liegt dieses Gerät für meine gestellten Anforderungen bereits hinter einem modernen Gerät wie dem Atomos Ninja V? Nimm den Ninja V, er ist handlich und für Deine Zwecke bestens geeignet. Ein Ninja Inferno ist zwar nicht viel teurer, hat aber das Gewichtproblem. der Ninja V ist wertig gemacht und etwas leiser

9) was sonst sollte ich beachten bzw. überdenken (z.B. Funktionen beim Monitoring oder Aufzeichnen)?



Antwort von pillepalle:

Du hast ja relativ viele Fragen, aber ich versuche Dir mal die zu beantworten zu denen ich etwas sagen kann.

Wenn ich Dich richtig verstehe fokussierst Du immer manuell. Ein Follow Focus läßt Dich in manchen Situationen präziser und wiederholbarer arbeiten als von Hand, funktioniert aber nicht bei Objektiven die focus by wire haben, sofern der nicht auf eine lineare Bewegung umgestellt werden kann. Wäre für Dich also vermutlich kein großer Gewinn. Du könntest damit z.B. Hard Stops, oder Marker (Soft Stops) setzen, die Dir helfen schnell bestimmte Focuspunkte wieder zu finden, oder im Falle eines Wireless Follow Focus, den Focus aus der Entfernung zu bedienen, oder jemanden anderen diese Aufgabe übernehmen zu lassen, damit sich der Kameramann auf's Bild konzentrieren kann.

Ein Field- bzw. Kameramonitor ist beim Fokussieren schon eine große Hilfe, aber wenn Du gleichzeitig eine Recorder-Funktion haben möchtest, reduziert sich die Auswahl der Geräte erheblich. Außerdem würde ich bei so etwas auch auf den Batterieverbrauch und die Geräuschentwicklung achten. Manche Geräte verbrauchen recht viel Strom (gerade wenn sie besonders Hell sind und mehrere Funktionen haben). Mit 400 Nits kann man draußen arbeiten, aber wenn es hell ist (z.B. bei Sonnenschein) ist das eigentlich zu wenig. Ca. 800 Nits sollte in den meisten Fällen reichen. Es hängt auch davon ab wie sehr der Monitor spiegelt (braucht meist eine Lichtschutzblende). HDR Features braucht es nicht umbedingt. Die dienen eher dazu einen Eindruck vom späteren Bild (nach dem Grading) zu bekommen und es leichter beurteilen zu können. Die Kameras haben eben einen recht hohen Dynamikumfang der in der Regel anschließend auf einen viel geringeren Kontrast reduziert wird (Rec 709). SDISDI im Glossar erklärt Signale kann man über größere Distanzen transportieren, haben einen robusteren Stecker und meist geringere Latenzen. Ist eben ein professioneller Standart gegenüber dem eher consumer-orientierten HMDI und gibt es in verschiedenen Übertragungsgeschwindigkeiten (3G, 6G, 12G). Wenn Deine Kamera kein SDISDI im Glossar erklärt Out hat, wird Dir das keinen Vorteil bringen, ggf. für spätere Kameras die Du mit dem Gerät nutzen möchtest.

VG





Antwort von GX8:

Im gleichen Metier tätig und ebenfalls auch manuelle Teles verwendent,filme/fokussiere ich ausschließlich über den Sucher(GH2/GX8)
Zusätzliches Klimbim,wie etwa Monitore sind für mich ein Gräuel.Follow-Fokus,wenn er auf dem Objektiv verbleiben kann und nicht nach jedem Entnehmen/Verstauen wieder montiert/demontiert werden muß,verwende ich hingegen schon.
An der GH2 verwende ich oft den ETC-Modus,wo (allerdings erst bei laufender Aufnahme) der Sucher ein extrem scharfes Bild macht und es ein Vergnügen ist, die Schärfe -auch auf sich bewegende Tiere-nachzuführen.Ob der Sucher Deiner GH4 dafür auch so gut geeignet ist,weiß ich allerdings nicht.
Der Sucher der GX8 punktet wiederum mit dem Hochklappen,was ein enormer Vorteil bei vielen Kamerapositionen ist.



Antwort von Snow Storm:

Hallo!

recht herzlichen Dank Euch Dreien für Eure Empfehlungen und Hilfestellung.

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@ Mediamind

zu den ursprünglichen Fragen 2) und 3)
da ich aus dem Tarnzelt fotografiere, benötige ich nicht einen besonders hell leuchtenden Monitor.
Wofür steht den der nit-Wert? Sagt er etwas über die maximal mögliche Helligkeit aus? Der darstellbare Dynamikumfang ist ja auch vom Schwarzwert abhängig und hierzu finden sich bei den Hersteller keine Angaben.

Der Ninja Blade scheint ein HDR-Display zu besitzen, bietet jedoch nur 400nit. Hat er nun einen erweiterten Dynamikumfang bei der Anzeige bzw. kann er besonders fein zwischen Schwarz (sehr dunkel) und weiss (sehr hell) darsellen?

zur Frage 4)
Was ist der Vorteil, Audio mit einem separaten Recorder aufzunehmen? Das zusätzliche Gewicht, die Anschaffungskosten und separate Energieversorgung, sprechen eher dagegen. Und wird in dem Fall der Field-Monitor/Recorder weniger (relevant) Strom verbrauchen?

zur Frage 6)
wenn ich keine SDI-Geräte habe noch gedenke, solche in Zukunft zu verwenden, gibt es andere Gründen, einen Field-Monitor/Recoder mit SDI-Anschlüsse zu verwenden?

Ich möchte den Monitor möglichst niedrig am Stativ montieren, um Erschütterungen bei der Bedienung zu vermeiden. Zusätzlich soll die Kamera auf dem Videokopf links und rechts um jeweils mind. 75° schwenkbar bleiben. Hierdurch benötige ich höchstwahrscheinlich eine relativ lange und weiche Kabelverbindung zwischen Kamera und Monitor.

Um den Micro-HDMI-Anschluss an der Kamera zu schützen, stellt sich die Frage: macht es Sinn, zwischen Kamera und Recorder einen HDMI-SDI-Adapter zu nutzen?

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@pillepalle

so lange es geht (Lichtbedingungen) fokussiere ich derzeit mittels Touchscreen. Aber mit meiner antiquierten FT-Optik ist dies nur vor Aufnahmebeginn möglich. Während dem Filmen fokussieren ich am Fokus-Ring (Focus by wire) von Hand. Ich habe zwar einen Follow-Fokus, aber noch kein Rig, um diesen daran befestigen und verwenden zu können. Ich denke, ich bräuchte zudem auch eine lange Fokuspeitsche oder zumindest einen Fokus-Zieher. Eine Schärfenachführung ist bei sich bewegenden Tieren notwendig. Fixe Fokuspunkte brauche ich hierfür wahrscheinlich nicht.

Sehr Interessant finde ich Deine Aussage über die Geschwindigkeit bzw. Latenz-Zeiten der unterschiedlichen Anschlüsse. Ich dachte tatsächlich, dass da alle mit Lichtgeschwindigkeit arbeiten. Wie muss ich mir das vorstellen? können bei Nutzung der HDMI-Verbindung einige Zehntel Sekunden vergehen, bis ich eine Fokuskorrektur auf dem Bildschirm zu erkennen vermag? Das wäre alles andere, als das was ich mir bis Dato vorgestellt habe.
Lärm sehe ich nicht als Problem. Zumindest stelle ich mir den Lüfter nicht so laut vor. Das Mikrofon wird ohne ausserhalb des Zeltes aufgestellt.

Wäre bei einer geplanten langen Verbindung ein HDMI-SDI-Adapter eine bessere Lösung, wenn die Kamera nur HDMIHDMI im Glossar erklärt besitzt?

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@ GX8

Ich verwende an der GH4 sehr oft den erweiterten Telebereich. Durch den sehr kleinen Bildwinkel (knapp 3000mm KB-äquivlaent bei FHD und 600mm effektive Brennweite), versuche ich jeglichen Kontakt mit der Kamera zu vermeiden (infolge Erschütterung). Um Erschütterungen möglichst niedrig zu halten, verwende ich einen hochwertigen und sehr schweren 100mm Fluidkopf mit schwerer Dämpfung. Ich löse immer mit dem Kabelauslöser aus, und fokussiere mithilfe des Kamera-Hauptschirms. Beim Fokussieren am Fokusring der Optik, kommt es automatisch zu leichten Erschütterungen. Diese sind umso stärker, je öfters ich den korrekten Fokus Punkt suche bzw. durchlaufe. Deshalb kam bei mir schön öfters der Gedanke für einen wireless Follow Focus auf. Aber erst sollte ich mir ein Rig zulegen und den manuellen Follow Fokus in der Praxis testen. Aber das zusätzliche Gewicht und die Sperrigkeit dieser Befestigung halten mich davor noch ab. Ein 7"-Field-Recoder/Monitor ist aber auch nicht wirklich kompakt und leicht. Mein Follow Fokus hätte auch ein Reibrad, dass ohne Gear-Ring auskommt. Die eigentliche Fokus-Drehbewegung kann dadurch vielleicht leichtgängiger übertragen werden, was sich vielleicht auch positiv auf die Erschütterungen auswirken könnte.

Da ich im Tarnzelt sitze und die Tiere sich bewegen, ist für mich sehr wichtig, dass ich eine von der Kamerabewegung unabhängigen Monitor verwenden kann. Da kommt mir der schwenkbare Monitor der GH4 sehr entgegen. Dank der Drehbarkeit, kann ich die Kamera bis 75° zur Seite schwenken und dennoch auf den Monitor blicken. Bei einem "nur" klappbaren Monitor (nach oben/unten) oder bei Nutzung des Suchers wäre ein Beobachten geschweige ein Filmen bei stark abgeschwenkter Kamera nicht mehr möglich. Ich verwende ein relativ kleines Tarnzelt und da verbleiben bei stark abgedrehter Ausrüstung oft nur wenige cm zwischen Kamera-Rückseite und der Zeltwand. Da passe ich nicht mehr drin. Beim einem schwenkbaren Kameramonitor spielt das zum Glück keine Rolle.

Ein Problem bei Verwendung eines Follow Fokus verbleibt: ich weiss im vornherein nicht, in welche Richtung sich die Tiere bewegen und ich dementsprechend die Kamera nachschwenke muss. Gut denkbar, dass der Follow Fokus anstatt innen Im Zelt gegen aussen gerichtet ist. Abhilfe würde ein beidseits bedienbarer Follow Fokus verschaffen, der aber noch grösser, sperriger und schwerer wäre. Vom Preis gar nicht zu sprechen. Als Alternative verbleibt beim Schwenken den Follow Fokus abzunehmen und von der anderen Richtung wieder aufzusetzen. Dies könnte aber die Tiere auf mich aufmerksam machen und somit verscheuchen. Je länger ich darüber nachdenke, desto eher scheint ein Wireless Follow Focus die richtige Lösung zu sein, vorausgesetzt, feinste Drehbewegungen lassen sich übertragen. Schade, dass ein Kamerahersteller wie Olympus bei deren Spiegellos-System trotz "Focus by Wire" keine entsprechenden Gerätschaften anbietet (z.B. Fokusverstellung via USB und einer kleinen Apparatur mit einem Drehrad). So etwas könnte viel Ausrüstung (Rig, Follow Focus) und somit Gewicht ersparen.

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Dankeschön für Euer Interesse.

vg



Antwort von pillepalle:

Ich denke das Du mit einer focus by wire Optik den Follow Focus nur eingeschränkt nutzen kannst, denn normalerweise ist die Fokusbewegung bei solchen Systemen nicht linear, sondern abhängig von der Drehgeschwindigkeit. Damit fehlt Dir die Option bestimmte Marker, oder Hard Stops zu treffen und mit Wireless Follow Focus Systemen die mit Servo Motoren arbeiten, kannst Du Deine Optik gar nicht kalibrieren. Insofern wirst Du vermutlich beim Handbetrieb bleiben müssen. Mittlerweile gibt es auch günstige einkanalige wireless Systeme die was taugen, wie der Nucleus Nano von Tilta ( https://www.teltec.de/tilta-nucleus-nan ... SkEALw_wcB ) aber dafür müsstest Du eine Optik mit normaler Fokusmechanik benutzen.

Ich habe auch noch nicht ganz verstanden warum Du die Hand wechseln musst, je nachdem in welche Richtung Du schwenkst. Normalerweise hat man eine Hand am StativKopf/Kamera (für den Schwenk) und die andere am Follow Focus.

Der Unterschied liegt weniger in der Geschwindigkeit der Signalübertragung selber, sondern in der Konvertierung ins HDMIHDMI im Glossar erklärt Signal die etwas Zeit benötigt. Auch kann Deine Kamera bereits Latenzen aufweisen und selbst der Monitor auf dem Du das Videosignal anschaust kann mehr oder weniger Latenzen aufweisen. Am Ende ist es die Summe aller Geräte. Wenn Deine Kamera HDMIHDMI im Glossar erklärt ausgibt, macht ein SDISDI im Glossar erklärt Monitor aber wenig Sinn.

VG



Antwort von Snow Storm:

hallo pillepalle

Dankeschön für deine zusätzlichen Informationen. Ich hoffe, die Latenzzeiten sind kein Problem. Habe irgendwo gelesen, dass einer bei einem Atomos Monitor auch ein Atomos Kabel verwenden musste, ansonsten es Probleme mit der Übertragung gegeben hat. Ich habe noch nicht einmal geprüft, wie lange die Kabel sind, die Atomos anbietet. Wäre wahrscheinlich ein Problem, wenn es nur 30-40cm wären.

Zum (wireless) Follow Focus: Ich weiss nicht, ob der Focus by wire beim ZD 300/2.8 linear verläuft. Ich glaube nicht, denn sehr oft habe ich das Gefühl, dass der Fokus nicht gleich schnell bzw. stark auf meine Bewegung reagiert. Andererseits spielt dies keine Rolle, wenn ich keine Hardstops anfahren will. Natürlich verstehe ich den Nutzen von mehren festen AF-Einstellungen. Aber in meinem Fall (focus by wire) müsste ich selbst bei einem manuellen Follow Focus darauf verzichten und auf Focus PeakingPeaking im Glossar erklärt und guter Monitor-Auflösung vertrauen können. Mit etwas Erfahrung (d.h. viel Übung) kann ich dann den Fokus vielleicht ohne mehrmaliges "Überfahren" ziemlich genau treffen.

Zum Problem mit dem Abschwenken: Das Tarnzelt hat zwar 4 Fenster (eins pro Himmelsrichtung), aber ich nutze normalerweise nur eines davon, denn sobald die Tiere in Sicht, oder gar in Filmdistanz sind, kann ich nicht mehr das Fenster wechseln (zu auffällig und die Tiere sind weg!). Das Zelt hat eine fixe Ausrichtung und diese kann ebenfalls nicht mehr verändert werden (am Boden fixiert). Wenn nun ein Hirsch oder eine Gämse mittig bzw. im rechten Winkel zum Fenster erscheint, danach aber immer mehr und mehr Richtung "Fensterrand" läuft, schwenke ich die Kamera so lange es geht nach, bis die Sonnenblende oder die Kamera das Zelt berührt. Weiter geht's nicht. Je nachdem wie weit die Optik aus dem Fenster ragt, entspricht dies einem Winkel von 75°. Die gesamte Ausrüstung steht dann noch nicht ganz im rechten Winkel gegenüber der Anfangsposition. Je nachdem, ob ich nach links oder nach rechts geschwenkt habe, schaut der Follow Fokus zu mir, oder aber, er ist gegen Aussen bzw. zum Fenster raus gerichtet. Und bei letzterem Fall kann ich den Follow Fokus nicht mehr erreichen geschweige bedienen. Deshalb meinte ich, dass nur ein Follow Focus mit beidseitigem Drehrad oder einer mit wireless-funktion den Dienst verrichten könnte.

vg



Antwort von pillepalle:

Ok... capito :) Dann würde ich tatsächlich direkt mit dem Fokusring fokussieren. Mit einem guten Monitor mit Peakingfunktion sollte das schon recht gut gehen.

VG




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