Sony FE PZ 16–35 mm F4 G und DJI RS2: Dreamteam?
Mit seinem Brennweitenbereich vom 16-35mm dürfte das Sony FE PZ 16–35mm die am meisten eingesetzten Brennweiten im Gimbalbetrieb abdecken. Von Ultraweitwinkel für Establishing-und/oder Architektur-Shots bis hin zu gemäßigten Portraitausschnitten inkl. Umgebung lässt sich das Sony FE PZ 16–35 mm F4 G sehr vielseitig am Gimbal einsetzen.
Bei all unseren Aufnahmen hatten wir unseren „großen“ Vario-ND Filter (82mm) mit entsprechendem StepUp-Ring am 72mm Gewinde des Sony FE PZ 16–35mm F4 G montiert. Damit ergibt sich ein recht deutliches Mehrgewicht an der Front des Objektivs. Kommt hier dann noch ein Objektivtubus hinzu, der bei der Veränderung der Brennweite aus- bzw einfährt, muss das Gimbalsystem neu kalibriert werden. Dank stets gleicher Objektivlänge beim FE PZ 16–35mm war dies jedoch nicht nötig. Zusammen mit dem geringen Gewicht für uns nochmal ein Fingerzeig in Richtung guter Eignung für den Gimbalbetrieb des neuen Sony Zooms.
Hinzu kommen die bekannten Kompatibilitäten zwischen der FX3 und dem DJI RS2. Hierzu gehören unter anderem: Start/Stop Videoaufnahme, AF-Trigger, Zoom u.a.
Drehfertig kam das Kamerasystem bestehend aus FX3 inkl. Akku, FE PZ 16–35mm und Vario-ND auf 1,2kg (hinzu kommen hier dann noch Monitoring/ Ninja V+ + Halterung) - ein sehr guter Wert und damit eine klare Empfehlung unsererseits für den Gimbalbetrieb.
Die Kehrseite des geringen Gewichts liegt in der Kunststoffkonstruktion des Objektivs, die sich weniger hochwertig anfühlt und lt. Sony auch nur eingeschränkten Schutz gegen Staub- und Spritzwasser bietet.
16mm Weitwinkel an FF: Architektur und Establishing
Zu Beginn unseres Testclips ist ein „Fake Jib-Shot“ zu sehen. Hierbei haben wir die FX3 mit dem Powerzoom im maximalen Weitwinkel (16mm) am DJI RS2 auf den Manfrotto Fast GimBoon montiert und dann freihand die Kamera aus ca. 3,5m Höhe am Boom nach unten geführt.
Für mobile, minimale Setups durchaus eine Alternative, zumal der Umbau vom Gimbal-Handbetrieb auf den ausziehbaren GimBoom sehr schnell von Statten geht.
Der recht üppige 107° Bildwinkel bei 16mm funktioniert für solche Shots gut.
Gleiches git für Aufnahmen, bei denen Architektur in Szene gesetzt werden soll. Bei unserer knapp 180° Drehung um Caro aus niedriger Perspektive mit der FX3 und dem FE PZ 16–35mm ebenfalls bei 16mm am RS2 lässt sich umgebende Architektur recht dynamisch abbilden.
Voraussetzung hierfür ist jedoch eine gute Verzeichnungskorrektur und hier überzeugte das FE PZ 16–35mm bei unseren Praxis-Aufnahmen. Selbst an den Bildrändern waren im Superweitwinkel-Betrieb kaum Verzeichnungen auszumachen. Sony macht hier einen sehr guten Job bei der Korrektur – ob sich diese Korrektur auch bei der externen ProRes RAW- Aufnahme wiederfindet, werden wir demnächst klären.