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Test : Nikon D5200 - höhere Videoqualität als GH2, GH3 und Canon MKIII?

von Do, 21.Februar 2013 | 7 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Nikon D5200 und Video
HDMI-Output
Akku
Rolling Shutter
Aus dem Messlabor
Low Light
Das wahre Leben
Fazit



Nikon D5200



Von der Videowelt fast unbemerkt hat Nikon im November 2012 die Nikon D5200 mit APS-C Sensor auf den Markt gebracht. Nun stellt sich heraus: Die Videoqualität der Mittelklasse Nikon D5200 bringt die Platzhirsche im Video-DSLR-Segment in Bedrängnis: Panasonic GH2, GH3 und sogar die Canon MKIII müssen sich warm anziehen und auch Nikons eigenes High-End VideoDSLR Portfolio mit der Nikon D600 bis zur D800 gerät kräftig unter Druck – was ist passiert?




Nikon D5200 und Video



Der Hauptgrund für die erstaunlich gute Videoperformance der Nikon D5200 dürfte in dem gelungenen Zusammenspiel von dem von Nikon verbauten Sensor mit der Bildprocessingeinheit liegen. Der Sensor stammt erstmalig von Toshiba (der Nikon D3200 Sensor stammt von Nikon selbst, der Sensor der Nikon D600 stammt von Sony …), einem Unternehmen, das bisher bei der Fertigung von Sensoren in APS-C Größe noch nicht weiter in Erscheinung getreten war.

Der Nikon D5200 Sensor von Toshiba



Der neue 24 MP Sensor von Toshiba wird als einer der wenigen Sensoren im APS-C Segment im modernen sogenannten CU-Fab Verfahren hergestellt, also mit Kupfer als Material für die PixelPixel im Glossar erklärt Metallisierung im Gegensatz zum bisher genutzten Aluminium. Ob dies der Grund für die gute Videoperformance ist, vermögen wir nicht zu sagen, bemerkenswert ist jedenfalls die durch persönliche oder frei verfügbare Bildprofile nutzbare Dynamik des Sensors der Nikon D5200. Doch bevor wir zur Bildqualität der Nikon D5200 kommen, erstmals Kudos an Andrew Reid von EOSHD.com, dem unserer Recherche nach als ersten die bemerkenswerte Videoqualität der Nikon D5200 aufgefallen ist, sowie auch ein Paar Worte zur Ergonomie und Bedienung der Nikon D5200, deren Layout in etwas merkwürdger Diskrepanz zu ihren sehr guten Videowerten steht.

Die Nikon D5200 wurde von der Ergonomie und Funktionalität von Nikon genau in jene Produktkategorie geschneidert, für die sie entworfen wurde: Das Mittelklasse APS-C Segment. Dies lässt sich an einer Vielzahl von Funktionen erkennen: So zeichnet sich die Nikon D5200 durch einen relativ kompakten, leichten Kunststoff-Body aus, dessen Qualität völlig in Ordnung geht, jedoch ein recht plast-lastiges Gefühl hinterlässt.

Nikon D5200 - wenig externe Schalter



Auch die Griffausformung folgt der Nikon-Tradition der eher kleinen Hände unterhalb des professionellen Segments und auch im Schalterlayout herrscht im Vergleich zum höherwertigen Segment eher vornehme Zurückhaltung. Die praktischen U1/U2 Schalter der Nikon D600 bzw. Nikon D7000 fehlen ebenso an der Nikon D5200 wie ein eigenes Rad für die Blendenwahl (Zeigefingerrad). Die BlendeBlende im Glossar erklärt wird bei der Nikon D5200 im manuellen Modus mit gedrücktem Belichtungskorrekturbutton über das Daumenrad eingestellt, das ansonsten für das Einstellen der Belichtungszeit zuständig ist.

Apropos Wahl der Blende: Im für die Videoaufnahme essentiellen Liveview-Betrieb lässt sich die BlendeBlende im Glossar erklärt Nikon-typisch nicht verstellen, sofern man mit Optiken mit eingebauten Chip bzw. mit modernen Nikkoroptiken ohne Blendenring arbeiten möchte. Hierfür muss die Liveview verlassen werden, die BlendeBlende im Glossar erklärt eingestellt und dann die Liveview erneut aktiviert werden. Dieses umständliche Verfahren gilt jedoch nicht für den Betrieb mit Optiken die über eine rein mechanische BlendeBlende im Glossar erklärt verfügen. Für den Filmbetrieb an der Nikon D5200 (wie an nahezu allen Video-DSLRs) empfehlen wir ausdrücklich komplett manuelle Optiken, da diese nicht nur die gewünschte manuelle Blendeneinstellung zulassen, sondern darüber hinaus auch über eine gedämpfte Fokussierung via Schneckengang verfügen, die für das kontrollierte Ziehen der Schärfe weitaus brauchbarer ist als die quasi reibungsfreie manuelle Fokussierung von AF-Optiken.

Nikon D5200 mit Klappdisplay



Für den Videobetrieb hingegen wie geschaffen ist das Klappdisplay der Nikon D5200, das ergonomisch sinnvolles Arbeiten im Videobetrieb ermöglicht und mit einer Auflösung von 921.000 Bildpunkten und einer 100% Bildfeldabdeckung auch auf der Höhe der Zeit agiert. Darüber hinaus hat Nikon unserer Meinung nach ziemlich clever das fehlende Top-LCD durch entsprechende Statusinformationen auf dem Klappdisplay ersetzt.

Nikon D5200 gute Statusinformationen auf dem Display



Drückt man im Normalbetrieb beispielsweise die Info- oder die Belichtungskorrekturtaste erscheint auf dem Display eine stilisierte und zugleich übersichtliche Darstellung von Verschlußzeit, BlendeBlende im Glossar erklärt und ISO sowie ein Belichtungsbalken und der Status der wichtigsten Bildparameter, zu denen Bildqualität, WeissabgleichWeissabgleich im Glossar erklärt, Bildprofil, Bildfolge, Belichtungskorrektur u.v.m. zählen. Sehr gelungene Umsetzung hier von Nikon.

Verschlußzeit und ISO können im manuellen Modus im Liveview-Betrieb im Gegensatz zur BlendeBlende im Glossar erklärt nach Belieben verstellt werden mit sofortiger Auswirkung auf die Belichtung.

Allerdings muss man sich bei dem einzigen frei definierbaren Fn-Button auf der Vorderseite des Gehäuses entscheiden, ob man diesen sinnvollerweise mit White Balance oder mit ISO belegt. Beides lässt sich zwar auch über das Info-Quickmenü aufrufen – allerdings lässt sich die Auswahl hier nicht über eine direkte Änderung der Liveview überprüfen. Dies ist nur über die Direktauswahl via FN-Button möglich. Es fehlt also definitiv noch mindestens ein Fn Button an der Nikon D5200.

Die Videoformate der Nikon D5200



An Videoformaten stehen in maximaler 1080er Auflösung im Interlacedbereich 50i und 60i und im progressiven Modus 24, 25 und 30p zur Verfügung. Enkodiert wird - wie bei Nikon üblich - in einen QuickTime Container hinein mit H.264/MPEG-4 Advanced Video Coding mit maximalen 24 Mbit/sMbit/s im Glossar erklärt unter Verwendung des High@L4.1 Profils. Audio wird als uncompressed PCM mit 16 BitBit im Glossar erklärt bei 48 Khz ausgezeichnet. Für die Aussteuerung des Audiopegels stehen ein Automatik-Modus oder eine manuelle Aussteuerung in 20 Stufen zur Verfügung.

Nikon D5200 mit Miniklinken Mikroanschluss



Der Pegel lässt sich während der Aufnahme auf dem Klappdisplay als OverlayOverlay im Glossar erklärt anzeigen, jedoch nicht live pegeln. Dies muss vor der Aufnahme im entsprechenden Menü geschehen. Auch einen Kopfhörerausgang haben wir in diesem Zusammenhang vermisst. Hingegen vorhanden ist ein 3,5mm Klinkenstecker Audioeingang zum Anschluss eines externen Mikrofons.




HDMI-Output



Nach den Debakeln bei der Vollformat-Fraktion (Nikon D600 und Canon EOS 6D) in Sachen cleaner HDMI-Out reibt man sich verwundert die Augen bei der Nikon D5200 – denn sie verfügt über einen progressiven Full HD HDMI-Output, der sich frei von Menüoverlays schalten lässt. Der cleane HDMI-Out scheint nicht einmal als solcher im Handbuch der Nikon D5200 dokumentiert zu sein - fast ist man versucht, dies für einen Betriebsunfall im ansonsten stark kontrollierten Video-DSLR-Segment zu halten. Im Gegensatz zur Nikon D600 liesse sich somit der HDMI-Out der Nikon D5200 tatsächlich als "für die Aufzeichnung von professionellem Video geeignet" bewerben – nur keiner tut es – verrückte Welt ...

Auch uns ist der cleane HDMI-Output erst nach längerem Suchen und Ausprobieren in die Hände gefallen: Nach zweimaligem Drücken der Info-Taste auf der Gehäuseoberseite bei angeschlossenem Monitor via HDMIHDMI im Glossar erklärt wird der schwarze Cache des Outputs gegen eine echte HD Videoauflösung getauscht.

Auch am Atomos Ninja II hatten wir keine Probleme, das cleane HD-Signal aufzuzeichnen. Als Output angezeigt wurden am Ninja je nach HDMI-Out Schaltung im Menü der Nikon D5200 entweder 1080i/59.94, 1080p/29.97 oder 720p/59.94 – und dies leider unabhängig davon, ob die Nikon D5200 auf PALPAL im Glossar erklärt oder NTSCNTSC im Glossar erklärt Betrieb geschaltet war und auch unabhängig davon, welches Videoformat für die interne Aufzeichnung ausgewählt wurde. Eine parallele Aufzeichnung von 1080er HD Formaten sowohl intern auf das Speichermedium der Kamera als auch extern auf einen Rekorder scheint nicht möglich zu sein, da das Output Signal bei interner Aufzeichnung stets auf maximale 720p59.94 zurückfällt.

Bei 1080er Formaten muss man sich also entscheiden, ob man entweder intern mit dem H.264 CodecCodec im Glossar erklärt oder extern mit höherwertigerem CodecCodec im Glossar erklärt aufzeichnen möchte. Hier schaffen Kameras wie die Pansonic GH2 bzw. GH3 deutlich mehr (nämlich ein paralleles 1080er Signal).




Akku



Für Video-DSLR Filmer ärgerlich ist der zu gering dimensionierte Akku der Nikon D5200. Gerade beim intensiven Liveviewbetrieb kommt man mit den 1030 mAh nicht wirklich aus. Wer also die Nikon D5200 für Videoarbeiten ins Auge fasst, der sollte sich über zusätzliche Stromversorgung Gedanken machen. Zumindest ein bis zwei Akkus in Reserve legen wir allen Nikon D5200 Video-Usern dringend ans Herz.




Rolling Shutter



Allzu schnelle Kamerabewegungen sollte man mit der Nikon D5200 nicht ausführen. Für Schwenks in normaler Geschwindigkeit ist der RS völlig akzeptabel (s. Tageslichtschwenks) – wer allerdings gerne Reisschwenks produziert oder sich selbst schnell mit der Kamera bewegen möchte, der sollte Rolling ShutterShutter im Glossar erklärt Effekte im Auge behalten. Dies gilt in erster Linie für extreme Actionshots und auch hier vor allem im höheren Telebereich. Eine schnellere Sensorauslesung würde hier Abhilfe schaffen – wir sind gespannt ob die soeben von Nikon vorgestellte Nikon D7100 hier perfomanter unterwegs sein wird – in beiden werkelt übrigens die aus dem Profilager bekannte EXPEED 3 Bildprocessing Engine.




Aus dem Messlabor



Als erstes wollen wir einen Blick auf die Schärfe der Kamera werfen. Dabei fällt auf, dass die Kamera von Haus aus etwas mehr nachschärft, als wir es von typischen DSLRs gewohnt sind:



Schön ist dabei zu sehen, dass die Kamera praktisch gar keine ArtefakteArtefakte im Glossar erklärt in den Ringen produziert, jedoch deutliche Kontrastkanten, die dem cineastischen Filmlook eher abträglich sind. Dreht man die Schärfe komplett herunter so erhält man folgende ISO-Chart-Aufnahme:



Dies wirkt im direkten Sichtvergleich erst einmal trübe, liegt jedoch ungefähr auf dem Niveau einer Canon 5D Mk3:



Und das ist die erste Sensation. Denn hier wie da kann man die Schärfe ja auch nachträglich im Schnittprogramm künstlich hinzufügen. Das ergibt zwar nicht die natürliche APS-C Schärfe einer Canon C300, entspricht jedoch dem typischen Workflow mit einer Canon 5D Mk3, die durch dieses Ergebnis jetzt etwas unter Druck gerät. Bisher war sie die einzige Kamera unter 5.000 Euro, die ein zwar unscharfes, aber artefaktfreies Großsensor-Bild mit eigenen Bildprofilen anbieten konnte. Die rund 3.000 Euro Gehäusepreis waren jedoch für viele DSLR-Filmer eine bittere Kröte. Dass nun Nikon ein ähnliches Bild (mit ebenfalls frei definierbaren Bildprofilen) für ein Viertel des Preises liefert, dürfte vor allem Neueinsteiger ohne viel eigenes (Canon-)Glas nicht lange zögern lassen.

Und das führt uns auch direkt zu den Bildprofilen, die bei Nikon Picture Controls heißen. Die Kamera ist in der Bildcharakteristik komplett frei justierbar. Nicht nur Schärfe, Kontrast, Helligkeit, Sättigung und Farbwinkel lassen sich frei justieren, sogar eigene Gradationskurven lassen sich am PC erstellen, auf die Kamera laden und per Netz verbreiten. So konnten wir u.a. auch schon Flaat Profile von Similar für die D800 benutzen und haben noch mit einer einer eigenen, extrem flachen Kurve experimentiert. Dazu ist zu sagen, dass die D800 Profile mit dem Toshiba-Sensor nicht die exakt gleichen Ergebnisse bringen, wie auf der D800. Aber sie erhöhen auch hier die Dynamik deutlich. Auch für möglichst neutrale Hauttöne oder Highlight Rolloffs wollen hier erst einmal passende Parameter gefunden werden. Hier wird die Netzgemeinde jedoch sicherlich in naher Zukunft einige nette Picture Controls anbieten.

Hier einmal ein paar Beispielbilder mit 1200 Lux bei diversen Bild-Profilen:


1200 Lux, 1/50s, F3,5, ISO100, Standard Profil Schärfe 0


und hier einmal zum Vergleich Flaat 11p:


1200 Lux, 1/50s, F3,5, ISO100, Flaat 11p Profil Schärfe 0


Wie man sieht, könnte für das Flaat 11p die Sättigung an der D5200 etwas zurückgenommen werden.

Und hier mal ein eigenes Experiment mit einem extrem flachen Profil:


1200 Lux, 1/50s, F3,5, ISO100, Flaat 11p Profil Schärfe 0


Für ein sinnvolles Grading ist das Profil schon zu flach, aber es zeigt sehr schön welche Möglichkeiten man mit den Picture Controls prinzipiell zur Verfügung gestellt bekommt.
Von allen integrierten Profilen bietet Neutral die flachste Kurve, während Portrait den gefälligsten Highlight Rolloff bei fast ebenso großer Dynamik bietet. Dynamikverstärkende Funktionen wie Active D-Lighting oder HDR stehen im Filmmodus übrigens nicht zur Verfügung, sondern sind nur für Fotos verfügbar.

Mit den Einstellmöglichkeiten der D5200 öffnet Nikon eine Spielwiese für DSLR-Filmer, die viel Platz für zukünftige Optimierungen läßt. Hier dürfte viel passieren, falls die DSLR Filmer die Kamera ähnlich euphorisch annehmen sollten wie vormals die 5D Mk2 oder die Rebel Cams D550, D600 und D650 von Canon. Und davon gehen wir mit unseren bisherigen Erfahrungen aus.




Low Light



Das Rauschen der Kamera ist teilweise sehr organisch und nicht unangenehm anzusehen, jedoch zeigte sich gelegentlich bei hohen ISOs mit dem eher lichtschwachen Kit-Objektiv ein leichter fixed Pattern NoiseNoise im Glossar erklärt in Form von Streifen in den Schatten des Bildes. Ähnliches kennt man auch von der Canon EOS 650D. Das Problem verschwindet jedoch praktisch vollständig, wenn man mit lichtstarken Festbrennweiten arbeitet.
Hier ein paar Demobilder mit einem Zeiss Distagon 35mm/f1.4 bei diversen ISO-Einstellungen in unseren düsteren 12Lux:


1200 Lux, 1/50s, F3,5, ISO100, eigenes Superflat Profil Schärfe 0



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO200, Portrait-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO800, Portrait-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO1600, Portrait-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO6400, Portrait-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO200, Flaat 11p-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO800, Flaat 11p-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO1600, Flaat 11p-Profil



12LUX, BlendeBlende im Glossar erklärt 1,4, 1/50s, ISO6400, Flaat 11p-Profil


Der Vollständigkeit halber liefern wir auch noch schnell ein paar Sweeps, die jedoch so extrem von den Picture Controls abhängig sind, dass sie fast willkürlich erscheinen. Am interessantesten ist dabei wahrscheinlich noch der Schärfe-Sweep bei vollständig zurückgedrehter Schärfe:



und der Chroma-Sweep bei „durchschnittlicher“ Farbsättigung in der Werkseinstellung



Wie man sehen kann, sind die Farben in den Werkseinstellungen eher stark aufgedreht und dürfen ruhig etwas zurückgefahren werden.
Das interne Mikrofon rauscht eher bescheiden, wird aber in den Höhen auch etwas beschnitten:






Das wahre Leben





Alle Aufnahmen bei unseren Außendrehs wurden mit dem Nikkor AF-S DX NIKKOR 18-300 mm 1:3,5-5,6G ED VR Objektiv gemacht, das für HD völlig ausreichende Schärfeleistungen zur Verfügung stellt.

Hier unser Tageslichtschwenk, der bereits eine Stärke der Nikon D5200 zeigt: Ein Bild, das so gut wie keine Moiré-Artefakte aufzeigt und auch von der Auflösung her wenig zu wünschen übrig lässt.

Test Nikon D5200 Schwenk mit f9 1/50 ISO100 108024p



Wir haben auch eine ganze Reihe von Bildprofilen an der Nikon D5200 getestet. Neben den in der Kamera vorgegeben haben wir sowohl ein extrem flaches, selbstgebasteltes eingegeben als auch im Netz frei verfügbare geladen. Wer sich seine eigene Log Kurven bauen möchte, der findet mit der Nikon D5200 derzeit das Tool der Wahl – wir hatten jedenfalls sehr viel Spaß mit der Kamera und waren auch von der Dynamik des Sensors angenehm überrascht (der Bildausschnitt ändert sich bei den letzten beiden Profilen etwas – sorry dafür)

Test Nikon D5200 Pictures Profiles & Flat Log Curve



Zum Schluß haben wir noch ein wenig mit dem Autofokus der Nikon D5200 experimentiert, der gelegentlich Probleme mit der Motivwahl hatte, allerdings auch zu brauchbaren Schärfeverlagerungen in der Lage ist – hier also ein etwas zwiespältiges Bild. Da die meisten Video-DSLR Filmer von Hand ihre Schärfe ziehen dürften - nicht wirklich ein großes Problem.

Test Nikon D5200 Autofokus






Fazit



Die Nikon D5200 ist ein absoluter Kracher im Video-DSLR Segment und vor allem auch eine Sensation, wenn man auch noch den Preis von derzeit um die 700,- Euro (Straße) miteinbezieht. Weshalb? Weil sie die Bildqualität einer Canon EOS 5D Mark III bzw. einer Panasonic GH2 erreicht und hierbei einen cleanen HDMI-Output bietet und auch noch individuell programmierbare Bildprofile zulässt. Diese Kombination ist fast schon unschlagbar. Die Konkurrenz bietet zumindest derzeit (Stand 02.2013) maximal zwei dieser Merkmale - jedoch nicht alle in einem Paket und erst recht nicht zu diesem Preis.

Verwundert reiben wir uns die Augen und versuchen zu verstehen, was da vor sich geht. Irgendwie drängt sich der Eindruck auf, dass Nikon absolut nicht weiss, was sie da mit ihren Videofunktionen machen oder es einfach nicht wichtig ist. Bei der Nikon D600 wurde der HDMI-Out als auf professionellem Niveau befindlich beworben und auch die Videofunktionen insgesamt stark in den Vordergrund gestellt – nun kommt die Nikon D5200 und übertrumpft die Nikon D600 in allen wesentlichen Videofunktionen locker: HDMI-Out, kaum Moiree/ Aliasing, hohe nutzbare Sensordynamik: Alles Volltreffer Nikon D5200.

Jetzt sind wir natürlich gespannt, ob Canon mit der 700D in diesem Jahr wieder gleichziehen wird und ihr ebenfalls das Anti-Aliasing der 5DMk3 spendiert wird. Bis das (wenn überhaupt) passiert, bleibt die Nikon D5200 jetzt erstmal DER glasklare Kauftipp unter 1.000 Euro für alle Großsensor-Filmer. Und das ist wirklich eine Überraschung, zumal es die Kamera schon eine Weile im Handel zu kaufen gibt - soviel Cine-Bild gab es in diesem Preisgefilde noch nie.

Die UVP der Nikon D5200 (Gehäuse) liegt bei 809,- Euro.


Nikon D5200
Plus Minus Derzeit niedrigster Preis (ohne Gewähr) :  779 Euro Listenpreis: 809 Euro (inklusive Mwst.)

MEHR INFO:
Alle technische Daten sowie Testbilder und Testergebnisse in unserer Datenbank
+ sehr gute Bildqualität
+ cleaner HDMI-Out
+ individuell programmierbare Bildprofile
- Blende lässt sich mit modernen Nikkoren nicht manuell in der Liveview einstellen
- kein Kopfhörerausgang

    

[332 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Natalie   18:17   25.09.
Was spricht gegen ein Display das klappbar ist ? Abbrechen ? Dann darf ich ja nix mehr benutzen was beim runterfallen zerbricht, nur die GoPro , die s...weiterlesen
gunman   17:54   25.09.
Hallo,
Ich verstehe es einfach nicht !!
Bei fast allen "traditionellen" Videokameras gibt es mittlerweile ein Klappdisplay u...weiterlesen
wp   10:43   25.09.
Hallo,


"braucht man nicht, gab's früher auch nicht"- kann ich nicht mehr hören :-)
Gab's nämlich doch, nan...weiterlesen
Bruno Peter   09:01   25.09.
Habe lange genung ohne Klapp-Schwenkmonitor gearbeitet (EOS 550D). Viel lieber arbeite ich jetzt aber im Falle der EOS 700D mit dem Klapp-Schwenkmonit...weiterlesen
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