Nitrotech N8 versus Sachtler ACE L und FSB 8

Um den Funktionsumfang und das Handling des Manfrotto Nitrotech N8 besser einordnen zu können, haben wir uns auch kurz nochmal den aktuellen Sachtler ACE L und FSB 8 Stativkopf im Vergleich angeschaut - also Stativköpfe, deren max. Traglasten etwas unterhalb und oberhalb des Nitrotech N8 liegen. Zunächst zum Sachtler ACE L:



Sachtler ACE L und Panasonic GH5
Sachtler ACE L und Panasonic GH5




Leichte Kamerasetups wie die GH5 mit dem Panasonic Zoom Objektiv meistert das Sachtler ACE L problemlos. Hier kann das Sachtler ACE L sogar als besonders leichter Stativkopf trumpfen. Schnelle Counterbalance-Einstellungen via Rasterung ermöglichen gute Kamerakontrolle sowohl bei vertikalen als auch bei horizontalen Schwenks. Bei der Qualität der Schwenks sehen wir den Manfrotto Nitrotech N8 und den Sachtler ACE L bei leichten Kamerasetups recht nah beieinander. Beim Nitrotech gefällt uns das Top-Release System besser als das Einfädeln beim Sachtler – dafür ist das Sachtler schneller tariert und besitzt eine Schraube für die Klemmung der Kameraplatte.



Erhöht man jedoch das Kameragewicht auf 6 kg – also dem Grenzbereich des Sachtler ACE-L, zieht der Nitrotech N8 Stativkopf klar am Sachtler ACE L vorbei. Zwar lässt sich auch hier noch das Sachtler ACE-L bedienen, aber bei unseren Ursa Mini Setup musste man bei maximaler Friktion und maximaler CBS beim Sachtler ACE L deutlich mehr Kraft aufwenden, um bsp. bei 45° Neigung die Kamera aufzustoppen als beim Nitrotech N8. Klarer Punkt für den Manfrotto Nitrotech N8.



Sachtler FSB 8 und Ursa Mini Setup
Sachtler FSB 8 und Ursa Mini Setup


Erhöhen wir unser Ursa Mini Setup bis auf knapp 8 kg und vergleichen dann den Nitrotech N8 mit dem Sachtler FSB 8, verschieben sich die Gewichte hin zum Sachtler. Auch hier lässt sich noch mit dem Manfrotto N8 arbeiten - sogar noch recht gut. Wer jedoch insgesamt auf eine leichtgängiger tarierte Kamera, ergonomisch bessere Bremshebel, weniger extrudierende Elemente (ein Thema bei ruppigeren Umgebungen/ Transport) und auch mit VCT-14 Kameraplatten besser ablesbare Libelle wert legt, ist mit dem Sachtler FSB 8 (Traglast =10 kg) besser bedient - muss dafür aber auch deutlich mehr auf den Tisch legen.



Wir empfehlen für optimales Arbeiten bei den Stativköpfen grundsätzlich 1 - max. 2 kg von den max. Traglastangaben abzuziehen. Das gilt für alle hier genannten Köpfe:



Das Sachtler Ace L fühlt sich also am wohlsten bei max. 4-5 kg Setups, der Manfrotto N8 bei ca. max. 7kg Setups und der Sachtler FSB 8 bei max. 8-9 kg Setups. Einfluss auf die Tariereigenschaften hat aber nicht nur das Gewicht, sondern auch die Länge des jeweiligen Kamerasetups. Bei größeren Überhängen (langen und schweren Zooms etc) kann schnell noch mehr Reserve benötigt werden.




Leserkommentare // Neueste
derpfelix  //  09:58 am 6.9.2019
Nur falls noch jemand gerade günstig einkauft und sich Sorgen macht, eventuell noch alte Lagerbestände zu erstehen - so erkennt man auch ohne Schrauben, ob man die alte oder die...weiterlesen
rush  //  07:29 am 8.7.2019
Yo die 100mm Carbon Stelzen sehen zumindest von der Abbildung her so aus... Daher gerne mal berichten wie Du sie einschätzt. Für mich damals der Grund gewesen doch noch was...weiterlesen
iasi  //  07:00 am 8.7.2019
https://www.videodata.de/shop/products/ ... WINMC.html Gibt´s in verschiedenen Varianten und bei verschiedenen Händlern.
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