Praxis 12 Tipps für Wildlife-Filmer (beispielhaft mit Canon EOS C70 und Panasonic S5II)

12 Tipps für Wildlife-Filmer (beispielhaft mit Canon EOS C70 und Panasonic S5II)

slashCAM goes Wildlife: Wir haben die letzten Tage immer wieder mal dazu genutzt, vor die Tore Berlins zu fahren und mit langen Brennweiten auf Tierbeobachtung in freier Wildbahn zu gehen: Kraniche, Bieber und Störche standen auf dem Programm. Zum Einsatz kamen vor allem die Canon EOS C70 mit dem RF 800mm f11.0 IS STM aber auch die Panasonic S5 II mit dem Sigma 150-600MM F/5-6,3 DG DN OS -SPORTS. Hier unsere Erfahrungen - destilliert in 12 allgemeingültige Tipps für Tierfilmer ...

// 13:08 Fr, 7. Apr 2023von

slashCAM goes Wildlife: Wir haben die letzten Tage immer wieder mal dazu genutzt, vor die Tore Berlins zu fahren und mit langen Brennweiten auf Tierbeobachtung in freier Wildbahn zu gehen: Kraniche, Bieber und Störche standen auf dem Programm. Zum Einsatz kamen vor allem die Canon EOS C70 mit dem RF 800mm f11.0 IS STM aber auch die Panasonic S5 II mit dem Sigma 150-600MM F/5-6,3 DG DN OS -SPORTS. Hier unsere Erfahrungen - destilliert in 12 allgemeingültige Tipps für Tierfilmer ...



Vorab ein Paar Wildllife-Shots, die wir im Berliner Umland vor allem mit der Canon EOS C70 und dem RF 800mm f11.0 IS STM sowie der Panasonic S5II und dem Sigma 150-600MM F/5-6,3 DG DN OS -SPORTS gesammelt haben:



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Welche Brennweite oder wieviel Zeit (und Licht) hast du?

Die Wahl der richtigen Brennweite sollte sich logischer Weise in erster Linie nach dem gewünschten Motiv richten. Kleinere Tiere wie Vögel, Bieber etc. profitieren in stärkerem Maße von längeren Brennweiten als Großwild. (Bei der Wahl der Brennweite raten wir auch das Thema „Fluchtdistanz“ mit einzubeziehen – dem wir ein eigenes Kapitel hier widmen s.u.).



Worüber unserem Eindruck nach eher wenig gesprochen wird, ist die für das Filmen zur Verfügung stehende Zeit (wir sprechen hier vor allem von Wildtieren und nicht Tierparks o.ä.). Wer viel Zeit für die Tierbeobachtung mitbringt, kann in der Regel mehr Aufwand betreiben, um sich den Tieren bestmöglich zu nähern. Wer hingegen ein stärker begrenztes Zeitbudget hat, dürfte froh sein, überhaupt das gesuchte Tier vor die Linse zu bekommen.


Panasonic S5II und Sigma 150-600MM F/5-6,3 DG DN OS SPORTS
Panasonic S5II und Sigma 150-600MM F/5-6,3 DG DN OS SPORTS


Daher gilt für uns: Wer wenig Zeit hat, profitiert in stärkerem Maße von längeren Brennweiten.



Das Thema (Tages) Zeit hat dann wiederum auch Auswirkungen auf die benötigte Lichtstärke und Konvektions-Artefakte (s. eigenes Kapitel weiter unten). Muss man in der Dämmerung unterwegs sein, führt kaum ein Weg an lichtstärkeren aber kostspieligeren Telebrennweiten vorbei.



Andererseits haben wir u.a. mit dem nicht gerade sonderlich lichtstarken Canon RF 800mm f11.0 IS STM gefilmt und waren dann doch ziemlich überrascht, wie unproblematisch die f11 Anfangsblende funktioniert hat – solange man tagsüber damit unterwegs ist.




Gewicht vs Mobilität

Wer in das Outdoor-Filmen einsteigt, neigt häufig dazu, seine Fähigkeit, Gewichte über eine längere Distanz zu tragen, zu überschätzen. Besonders wichtig wird das Kamera-System-Gewicht (zu dem auch weitere Objektive und ein „überdimensioniertes“ Stativ (s. u.) gehören), wenn größere Distanzen zu Fuß auf der Suche nach dem jeweiligen Motiv/Tier zurückgelegt werden müssen.



Erfolgt der Transport dann auch noch in unwegsamem Gelände, kann schnell jedes Kilo extra zur Herausfoderung werden. Hier gilt es sich vorab gut zu überlegen, was tatsächlich mit muss, wieviel das Gesamtequipment wiegt und vor allem auch wie es am besten transportiert werden kann. Wir raten hier auf jeden Fall erstmal zu kürzeren „Probeläufen“, bevor man auf „große Wanderung“ geht.


Canon EOS C70 und RF 800mm f11.0 IS STM
Canon EOS C70 und RF 800mm f11.0 IS STM


Bemerkenswert war bei Thema Transport und Gewicht für uns hier die Konstruktion des Canon RF 800mm f11 (UVP. 1.149,- Euro). Mit gerade einmal 1.225g ist es vergleichsweise leicht. Hinzu kommt ein cleverer Einschubmechanismus, mit dem man die 800mm Konstruktion für den Transport auf kompakte 281,8mm zusammenfahren kann.



Zum Vergleich: Das hier ebenfalls genutzte Sigma 150-600 Sport F5-6,3 DG OS HSM (UVP. 2.099,- Euro) wiegt knapp über 2,8kg, ist mit seiner Metallkonstruktion allerdings auch spürbar robuster und solider gefertigt und als deutlich lichtstärkeres (Zoom)Objektiv auch entsprechend aufwendiger entworfen, was sich letztlich auch im Preis niederschlägt (wobei sowohl das Canon als auch das Sigma Objektiv als absolut preiswert gelten dürfen).






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