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Test : Die Nikon Z 6II im Lesertest - 3x ProRes RAW in der Praxis

von Mi, 18.August 2021 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Nachtrag - Tipps zum Rigging



Nachtrag - Tipps zum Rigging



Guido // Da ich mehr oder weniger dokumentarisch als Solo-Shooter gearbeitet habe und nicht so genau wusste, was mich konkret erwartet, war mir Flexibilität bei meinem Setup wichtig. Um schnell auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können, habe ich das Kit etwas anders geriggt, als es die Produktbilder suggerieren.

Der mitgelieferte Smallrig Half-Cage hat zwei gute Features, die mir erst bei der Montage aufgefallen sind. Zum Einen eine integrierte Schnellwechselplatte, die Manfrotto-kompatibel ist, um die Kamera mit einem Spannhebel schnell und ohne Schrauberei aus dem Cage heraus holen zu können. Zum anderen einen Locating-Pin, um das Verdrehen der Kamera auf der Schnellwechselplatte zu vermeiden. Gut, dass Nikon auch eine Aufnahme dafür an der Kamera bietet. Denn das Verdrehen der Kamera ist ein häufig auftretendes Problem bei den kleinen DSLM Bodies, die oft wenig Befestigungsmöglichkeiten bieten.



Wirklich profitieren kann man vom schnellen Lösen der Kamera aus dem Cage allerdings nur, wenn man den Monitor dann auch an der Kamera befestigt. Also auf dem Blitzschuh der Kamera und nicht am Cage, oder dem Top-Handle. Denn sonst löst man zwar die Kamera schnell, hat den Monitor aber noch am Cage bzw. am Top-Handle hängen.

Dabei gibt es allerdings einen Konflikt mit dem Top Handle, denn beide liegen auf derselben Achse. Und würde man den Griff links neben dem Monitor am Cage montieren, bekäme man eine ungünstige Gewichtsverteilung (rechtslastiges Setup). Man kann den Top-Handle also nur nach vorne riggen, möchte man den Monitor am Blitzschuh der Kamera befestigen.



Wenn man auf den Top-Handle verzichtet, der ja in erster Linie bei tieferen Kamerapositionen hilfreich ist, braucht es auch keinen Cage und geht es noch kompakter (vor allem bezogen auf die Schwerpunkte). Z.B. mit einem schlichten Mini-Kugelkopf zur Monitorbefestigung und einer Manfrotto Platte als Stativaufnahme. Das war dann auch das Setup, das ich bei meinem Testvideo verwendet habe.



Beim Ton macht man als Solo-Shooter immer irgendwo Kompromisse, möchte man den Aufwand in Grenzen halten. Ich habe mich dazu entschieden, meine Protagonistin mit einem Lavaliermikrofon auf einem Minirecorder aufzunehmen und habe den Kameraton dann als Atmo-Ton verwendet. Sicher nicht ideal (denn das Kameramikrofon ist dabei recht nahe am Lüfter des Ninja), aber einfach zu handhaben.

Während der Aufnahme stört der Lüfter des Ninja nicht. Da läuft er erstaunlich leise. 'Probleme' mit Lüftergeräuschen können eigentlich nur entstehen, wenn man das Mikrofon direkt an der Kamera montiert, oder eben das Kameramikrofon selber verwendet. Aber mit dieser Einschränkung kann ich gut leben, denn im Normalfall nutze ich den Kameraton bestenfalls als Scratch-Audio.

In meinem Testvideo kann man jedenfalls einen Eindruck davon bekommen, wie stark das tatsächlich stört. Für kleinere Projekte ist der Kameraton jedenfalls mehr als brauchbar.


Leserbewertungen der Nikon Z6 II


7 Seiten:
Einleitung
Dreherfahrungen und Testvideos
Genutzte Objektive und Zubehör
Drehformate und Nachbearbeitung
Leserbewertungen der Nikon Z6 II
Nachtrag - Tipps zum Rigging
  

[6 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Darth Schneider    16:09 am 18.8.2021
Ich könnte mir schon vorstellen das Nikon sich jetzt viel mehr auf den anspruchsvollen Video Sektor konzentrieren wird, da Canon ja jetzt da so viel Gas gibt… Ausserdem, die...weiterlesen
pillepalle    15:59 am 18.8.2021
@ rush Ja, auf die Fotofeatures bin ich bewußt nicht eingegangen (danach wurde auch nicht gefragt), denn wir sind ja eigentlich in einem Video/Filmforum. Es hätte wohl auch den...weiterlesen
rush    15:30 am 18.8.2021
Dem würde ich mich anschließen - scheint eine gute Variante aufgrund der unterschiedlichen Blickwinkel zu sein, auch weil es eben keine reine Lobhudelei ist sondern auch auf...weiterlesen
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