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Test : DJI Mavic 3 Classic im ersten Hands-On: Hohe Bildqualität zum günstigen Preis?

von Do, 3.November 2022 | 4 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Bildeindruck 10 Bit D-Log und 4/3 CMOS Sensor
Controller
Mastershots
Akkulauf- / Flugzeit
In der Postproduktion
Fazit
Preise



Mit der Mavic 3 Classic bringt DJI die „Königsklasse“ seiner Drohnen zu einem erschwinglicheren Preis raus. Wir hatten bereits Gelegenheit, die abgespeckte DJI Mavic 3 Classic kurz zu fliegen. Hier unsere ersten Eindrücke aus der Praxis mit der neuen Mavic 3 Classic...

DJI Mavic 3 Classic



Vorab ein paar erste, kurze Flugimpressionen mit der DJI Mavic 3 Classic, die wir alle in 10 Bit D-Log 4K Cine 50p aufgenommen haben:



Schnitt und Farbkorrektur erfolgten auf dem Redaktionsmacbook Pro unter DaVinci Resolve 18.

Wer sich für die technischen Daten der neuen DJI Mavic 3 Classic interessiert, findet diese inkl. Einschätzungen von unserer Seite hier in unserer DJI Mavic 3 Classic Launch News. Und hier findet sich unser Test 1 und Test 2 der Cine-Version der Mavic 3.



Bildeindruck 10 Bit D-Log und 4/3 CMOS Sensor



Herzstück der neuen DJI Mavic 3 Classic stellt ihre Hasselblad-Kamera dar, die - wie bei der Mavic 3 und Mavic 3 Cine Variante - über einen 4/3 CMOS Sensor verfügt, der in einer maximalen Auflösung von 5.1K (5120×2700@24/25/30/48/50fps) aufzeichnet. Damit stellt die Mavic-Serie die höchste Bewegtbildqualität im DJI Prosumer Drohnen-Segent zur Verfügung. Mehr bieten nur die professionellen Inspire-Drohenen mit ihren dedizierten Kamera-Gimbal-Systemen Zenmuse X7 und X9.

DJI Mavic 3 Classic



Entsprechend hochwertig fällt auch das 10 Bit D-Log Bild der Mavic 3 Classic aus. Von der normalen Mavic 3 unterscheidet sich die Bewegtbildqualität nicht. Lediglich die Cine-Version der Mavic 3 kann Dank großem internen Speicher auch in diversen ProRes Formaten aufzeichnen und stellt hiermit einen Tick flexibleres Material für die Farbkorrektur bereit.

DJI Mavic 3 Classic, 10 Bit Log, farbkorrigiert



Was wir am Material der Mavic Serie vor allem schätzen, ist ihre 10 Bit Log-Fähigkeit, womit sie sich klar von Mavic Air 2, Air 2S etc. absetzt, die maximal über Cinelike-D (8 Bit), bzw. D-Log M verfügen. In der Praxis bringt 10 Bit D-Log Material eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich, was sich auch an unserem Testmaterial der Mavic Classic ablesen lässt.

DJI Mavic 3 Classic, 10 Bit Log, sooc



Zum einen kommt das Log-Material der Mavic 3 Classic mit deutlich weniger Nachschärfung daher als das der kleineren Drohnen und zum anderen verfügt das D-Log Material über einen spürbar höheren Dynamikumfang.

Vor allem letzteres ist bei der Aufnahme mit Drohnen ein großer Vorteil, weil man häufig mit hohen Kontrastumfängen bei Horizontaufnahmen / direktem Sonnenlicht/ hellen Wolken zu tun hat.

Die verminderte digitale Nachschärfung lässt zudem das Material der Mavic 3 einfacher mit 10 Bit-Logmaterial von höherwertigeren DSLM/Cine Kameras integrieren und vermittelt letztlich auch einen organischeren, hochwertigeren Look.



Controller



Erstmalig konnten wir mit der Mavic 3 Classic auch den DJI RC Controller ausprobieren, der sich vom knapp 700,- Euro teureren RC Pro Controler in einigen Punkten unterscheidet – teilweise jedoch auch mehr leistet.

DJI RC Controller



Der DJI RC Controller verfügt wie der RC Pro über ein integriertes 5,5“ HD-Display (1080p), das mit einer Bildrate von 60p arbeitet. Die maximale Helligkeit liegt bei 700 Nits (RC Pro 1000 Nits). Soll häufiger geflogen werden, raten wir stets zu Controllern mit integriertem Bildschirm. Handy-basierte Controler sind unserer Erfahrung nach deutlich störungsanfälligere Systeme.

Die Verbindung zur Drohne wird beim RC Controller via 2 Sender, 1 Empfänger und 2 Antennen gehalten – bei der Pro Version sind es 4 Antennen, 2 Sender, 4 Empfänger. In stärker belasteten WIFI Umgebungen dürfte die 2×2 MIMO Wi-Fi unterstützende Pro-Version die verlässlichere Verbindung halten – doch dies that lt. DJI keinen Einfluß auf die spezifizierte Reichweite, die bei beiden Controllern mit max 15km (FCC) angegeben wird.

Bei den Anschlüssen liegt der RC Pro mit einem Mini-HDMI Ausgang vorn, den der RC Controller nicht besitzt. Dafür kann der RC Controller bei tieferen Umgebungstemperaturen bis -10 Grad eingesetzt werden – der RC Pro nur bis 0 Grad: Ein je nach Flugumgebung recht entscheidender Vorteil für den günstigeren Controller, der zudem mit vier Stunden eine volle Stunde länger durchält als der Pro-Controller.

DJI Mavic 3 Classic Kit inkl. RC Controller und Zubehör



Wir hatten bei unserem ersten, kurzen Probeflug mit dem RC Controller keine Probleme mit einer unzuverlässigen WIFI-Verbindung und würden daher vor allem für Mavic Classic User stets zum günstigeren RC Controller raten (– sofern nicht explizit ein HDMI-Out benötigt wird).



Mastershots



Bei unserem Test der Mavic 3 Cine waren Focus Track und Master-Shots noch nicht in 10 Bit D-Log möglich – was für uns auch einer der Hauptkritikpunkte war.

DJI Mavic 3 Classic, Mastershot jetzt inkl. 10 Bit D-Log



Wir haben bei unseren Hands-On Shots mit der Mavic 3 Classic einige Mastershots ausprobiert und können bestätigen, dass DJI hier nachgebessert hat und mittlerweile D-Log auch für die automatisierten Flugmodi zur Verfügung stellt. Coole Sache.



Akkulauf- / Flugzeit



Die DJI Mavic 3 Classic nutzt die gleichen 5.000 mAh (77Wh) Akkus wie die Cine und Standard 3er Version.


Die Flugzeit der Mavic 3 Classic gibt DJI offiziell mit max 46 Minuten an und damit genau gleich wie bei der Standard Mavic 3 und Cine - und dies obwohl die Mavic 3 Classic auf die zusätzliche Telekamera verzichtet.

Vermutlich dürfte dies dem trotz fehlender Zusamkamera gleichen Betriebsgewicht geschuldet sein. DJI gibt für die Mavic 3 Classic die gleichen 895 g wie für die Standard-Version an. Das von uns gewogene Fluggewicht liegt bei 893g.

An realer Flugzeit sind wir knapp unter 30 Minuten gelandet, was zwar deutlich unterhalb der 46 Minuten von DJI liegt aber trotzdem die längste reale Flugzeit aller DJI Drohnen darstellt.



In der Postproduktion



Die maximale Datenrate des 10 Bit Log Materials der Mavic 3 Pro liegt bei ca. 200 Mbit/s. Wir haben in 10 Bit H.265 sowohl im Mp4 als auch im Mov Container aufgenommen. Bei der Verarbeitung unter DaVinci Resolve 18 auf dem M1Max MacBook Pro (32GB) konnten wir problemlos diverse 10 Bit 4K Cine Streams parallel abspielen (bei 6 parallelen Streams (MP4) haben wir den Test abgebrochen).

DJI Mavic 3 Classic + REC709 LUT



In Sachen Farbkorrektur lassen sich mit der offiziellen „DJI Mavic 3 D-Log to Rec.709“ LUT schnelle Turnovers produzieren. Allerdings geht die REC709 LUT wie stets sehr knallig zu Werke – vor allem Grün-Töne wirken stark übersättigt.

Wir empfehlen eine manuelle Farbkorrektur, da sich das D-log Material der Mavic 3 Cine sehr einfach komplett manuell graden lässt. Wer hier unsicher ist, sollte alternativ auch gut mit einem verminderten Output der REC.709 LUT auskommen.



Fazit



Mit der Mavic 3 Classic bringt DJI die auch professionellen Ansprüchen genügende 10 Bit D-Log Bildqualität in erschwingliche Preisgefilde. Die meisten Anwender dürften auf die deutlich teureren Zusatzfunktionen der DJI Mavic 3 Standard und der Cine-Version problemlos verzichten können und erhalten mit der Mavic 3 Classic trotzdem die meisten, starken Funktionen der Mavic-Klasse.

Hierzu zählen neben der hohen Bildqualität vor allem: 5.1K Auflösung inkl.10 Bit D-Log 50/60p Aufnahme, gute Flugzeiten, vergleichsweise leiser Betrieb, unkomplizierte Verarbeitung in der Postproduktion, Mastershots in 10 bit LOG sowie eine recht ausgereifte APAS Hinderniserkennung und Active Track 5.0.

Die DJI Mavic 3 Classic bietet damit das beste Preis-Leistungsverhältnis aller Mavic 3 Drohnen und empfiehlt sich für alle die auf der Suche nach bestmöglicher 10 Bit Log Bildqualität zu einem vertretbaren Preis sind.

Soweit unser erstes kurzes Hands-On mit der DJI Mavic 3 Classic.



Preise



DII Mavic 3 Classic (nur Drone) = 1.499 Euro (UVP.)
Fernsteuerung nicht enthalten. Es lassen sich vorhandene DJ| RC-N1, DJI RC oder DJI RC Pro Fernsteuerung verwenden

DII Mavic 3 Classic (DII RC-N1) = 1.599 Euro (UVP.)
Enthält die DJI RC-N1 Fernsteuerung, die in Verbindung mit einem Smartphone den Live-Feed und Flugstatus anzeigt.

DII Mavic 3 Classic (DII RC) = 1.749 Euro (UVP.)
Enthält die neue DJI RC Fernsteuerung mit DJI Fly App und integriertem 5,5" HD-Display


  

[29 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
klusterdegenerierung    16:23 am 23.11.2022
Ich finde diese Meter Angabe im Video total albern! Als wenn die ab Meereslevel fliegen, die stehen mit der Fernbedienung doch schon auf über 6000m oder mehr...weiterlesen
blueplanet    11:57 am 23.11.2022
Luft kann nicht dünner oder dicker sein ;) Einzig der Sauerstoffgehalt (der Partialdruck) im Gemisch ist weniger. Ist halt nur eine Frage der Leistung der Motoren im Kontext mit...weiterlesen
Mayk    09:24 am 23.11.2022
https://www.youtube.com/watch?v=Zz9oI3B ... QIfb3B4oY5 Haben die nur eine dabei gehabt oder? Weiß jemand mehr? Ich dachte in so dünner Luft fliegen sie kaum noch? Gruß...weiterlesen
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update am 9.Dezember 2022 - 15:02
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