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Test : Canon EOS 5D Mark IV - 4K für 4K

von Fr, 27.Januar 2017 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Die Geschichte der EOS-5D
  Das Ende der 35mm-Adapter...
  Endlich 4K?
  Aus dem Messlabor
  Low Light
  Rolling Shutter
  Auf der guten Seite…
  Dual Pixel Autofokus
  Fazit

Kameras der Canon EOS 5D-Reihe genossen in den letzten 8 Jahren bei Filmern einen besonders guten Ruf. Doch mit der "vier" wird nun so manches anders...



Die Geschichte der EOS-5D



Um den Stellenwert der neuen Canon EOS 5D Mark IV im Umfeld der Videografie zu verstehen, muss man in der Geschichte der Kamera etwas zurückgreifen. Während die EOS 1D-Modellreihe immer als Non-Plus-Ultra-Serie für absolute Profis vermarktet wurde, stand die darunter angesiedelte 5D Serie für etwas preissensiblere Fotografen, die bei geringen Einschränkungen in der Funktionalität und Ausstattung dennoch Profi-Ergebnisse erwarteten. Mit einem UVP von ca. 2500 Euro war jedoch schon die Canon 5D Mark II bei ihrer Einführung im November 2008 keineswegs ein Amateur-Spielzeug. Dennoch galt der Preis seinerzeit für eine echte Kleinbild-Vollformat-DSLR-Kamera auch mangels großer Konkurrenz sogar noch als eher günstig.

Videofunktionen in einem Fotoapparat waren zu dieser Zeit noch keineswegs selbstverständlich. Sondern im Gegenteil: Erst auf der Photokina 2008 stellte Nikon mit der D90 die erste digitale Spiegelreflexkamera vor, die Videos aufnehmen konnte. Allerdings nur mit 1280 x 720 Pixeln. Als dann wenige Tage danach die EOS 5D Mark II das Licht der Welt erblickte, stahl Canon mit diesem Feature Nikon praktisch die komplette Show: Denn die 5D Mk2 konnte als erste DSLR die volle HD-Videoauflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln aufzeichnen. Und war somit erstmals gleichzeitig eine Großformat-FullHD-Filmkamera und ein Profi-Foto-Apparat in einem Gerät.

Canon wurde nach eigenen Angaben vom Erfolg der integrierten Videofunktionen komplett überrascht. Die Canon EOS 5D Mark II gilt seitdem als “Begründerin” des DSLR-Filmens. Für Filmschaffende war der Erfolg jedoch schon früh deutlich abzusehen, denn bis zur Einführung der Kamera im November 2008 gab es für Filmer mit cinematischen Ambitionen schlichtweg keine günstige Möglichkeit, mit einer großen Sensorfläche zu filmen. Denn einzig mit einer großen Sensorfläche lässt sich bequem mit Schärfebenen spielen, wie man es bis dato vor allem von analogen 35mm Filmaufnahmen aus dem Kino kannte.

Kameras der Canon EOS 5D-Reihe genossen in den letzten 8 Jahren bei Filmern einen besonders guten Ruf. Doch mit der "vier" wird nun so manches anders...



Das Ende der 35mm-Adapter...



In der Zeit vor der Canon 5D Mk2 behalf man sich im cinematischen Low-Budget Bereich mit rotierenden Milchglasscheiben. Auf diese projizierte ein Objektiv das Motiv, welches von der anderen Seite der Milchglasscheibe mit einer Videokamera abgefilmt wurde. Solche “35mm Adapter” waren laut, fehleranfällig und lieferten meistens auch nur Bilder von eher bescheidener Qualität.

Mit umständlichen 35mm-Adaptern suchten viele bis 2009 des Filmlook...



Wohl auch deswegen sahen die meisten Anwender über die sonstigen Einschränkungen der Canon 5D Mk2 erst einmal gütig hinweg. So bot die Kamera zuerst nicht einmal ansprechende Frameraten wie 24p oder manuelle Tonaussteuerung. Beides wurde im Laufe der Zeit von Canon mit Firmware-Updates nachgereicht. Größtes Problem blieb jedoch bis zum Erscheinen der 5D Mark3 das Lineskipping des Sensors, welches für teilweise gravierende Bildfehler sorgte, die sich vor allem in massiv störenden Aliasing-Strukturen bei feinen Mustern zeigten.

Die folgende 5D Mark III las den Sensor dagegen ohne Lineskipping aus, filterte das Bild jedoch durch PixelPixel im Glossar erklärt Binning massiv, weshalb deren FullHD-Videos nicht knackig scharf wurden. Für Filmer auf der Suche nach dem Filmlook war dies jedoch genau richtig, weshalb auch die dritte Version der 5D im Filmbereich guten Anklang fand. Und nicht nur das. Mit Magic Lantern entwickelte sich im Laufe der letzten Jahre eine alternative Firmware von Hackern aus dem Internet, welche vor allem der Canon 5D Mark III immer wieder neue, unglaubliche Funktionen entlockte. Unter anderem sogar die Möglichkeit, RAW mit echter HD-Auflösung (und teilweise sogar noch darüber) zu filmen.

Die Canon EOS-5D Mark IV kann als erste "5D-Kamera" 4K aufzeichnen.



Und so stehen wir nun 8 Jahre nach der 5D Mk2 bei der vierten Version der Kamera und dürfen zuallererst über den Preis staunen. Während die 5D Mk2 für ca. 2500 Euro eingeführt wurde und die 5D Mk3 einen Einstandspreis von 3.300 Euro besaß, lässt sich Canon nun auch bei der 5D Mark IV nicht lumpen: 4000 Euro kostet das neueste Modell zur Einführung, was sicherlich auch dem starken Dollar geschuldet sein dürfte. Oder stehen die 4.000 Euro auch gleich symbolisch für die neuen 4K-Videofunktionen?

Endlich 4K?


6 Seiten:
Die Geschichte der EOS-5D / Das Ende der 35mm-Adapter...
Endlich 4K?
Aus dem Messlabor
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Rolling Shutter / Auf der guten Seite… / Dual Pixel Autofokus
Fazit
    

[38 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Hesse    17:19 am 31.1.2017
@ rush: Ja, werde die Sony einschicken. Zusätzlich löst sich trotz sehr pfleglicher Behandlung die Schutzschicht auf dem Display (wo die Mark 3 mit ruppigerem Umgang keinen...weiterlesen
rush    07:49 am 31.1.2017
Es hieß doch, das beide Apps parallel laufen? Ergo sollte die alte App die älteren Modelle noch eine Weile unterstützen bzw so lang wie die App noch auf kommenden Geräten...weiterlesen
nachtaktiv    00:40 am 31.1.2017
wie lange unterstützt denn dji mit seiner app die "alten" modelle?
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