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Test : Blackmagic RAW - Qualität im Vergleich zu CinemaDNG // IBC 2018

von Fr, 21.September 2018 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Was bedeutet RAW?
  Vergleichsweise wenig RAW-Eingriffsmöglichkeiten
  Debayering
  Rauschen
  Fazit

Unter "echtem" RAW versteht man im allgemeinen die Möglichkeit, die vom Sensor digitalisierten Daten in einem möglichst unbearbeiteten Zustand zu speichern. Daher auch der Name RAW, der sich von der Bezeichnung "raw data" also "Rohdaten" herleitet. Es geht also um unbearbeitete Daten. Das Gegenteil davon sind folglich vorverarbeitete Daten, also Daten die zur weiteren Bearbeitung bereits in eine nutzbare Form gebracht wurden.



Was bedeutet RAW?



RAW-Daten müssen typischerweise vor der Sichtung erst "entwickelt" werden und sind ohne Debayering nicht vernünftig zu betrachten. Bei so einer Entwicklung werden die Sensorwerte in einen sichtbaren Farbraum überführt. Hierbei gibt es viele Entscheidungen zu treffen, die eine Kamera bereits automatisch vornimmt, wenn sie mit einem CodecCodec im Glossar erklärt wie ProRES oder H.264 arbeitet. Dies sind neben der Farbtransformation auch Entscheidungen, wie stark eine NoiseNoise im Glossar erklärt Reduction ins Bild eingreift oder wie stark eine Nachschärfung beim Debayering entstehen soll. Unter anderem ist auch die Moirébildung von solchen Entscheidungen abhängig.

Schon frühe RAW-Vertreter sind öfter von dieser Ursprungsidee abgewichen und mit "echtem" RAW hat auch das neue Blackmagic RAW (BRAW) unter diesen Aspekten eher wenig zu tun. Denn bereits eine verlustbehaftete KompressionKompression im Glossar erklärt der gespeicherten RAW-Daten zerstört die eigentliche Intention von RAW. Wenn von "visual lossless" die Rede ist, ist dies genau genommen schon ein Widerspruch zu RAW. Auch die RAW-Vorverarbeitung in der Kamera, um beispielsweise Fixed Pattern NoiseNoise im Glossar erklärt herauszufiltern steht dem RAW-Gedanken diametral entgegen, wird aber selbst von den meisten Puristen stillschweigend akzeptiert.

Ebenso wie die logarithmische Reduktion der 14/16 BitBit im Glossar erklärt Sensordaten auf 12 BitBit im Glossar erklärt vor der Speicherung. Mit der Verbreitung von RED-Kameras wurde schließlich die schonende KompressionKompression im Glossar erklärt zur Speicherung von RAW-Daten weitgehend salonfähig. Solange man die KompressionKompression im Glossar erklärt mit bloßem Auge nicht vom Original unterscheiden kann und das Bild auch beim Graden keine Auffälligkeiten zeigt, geht visual lossless daher mittlerweile im Sprachgebrauch als RAW durch.

Neue Codecs wie ProRES RAW, Canon RAW Light oder jetzt Blackmagic RAW entfernen sich nun noch weiter von der Ursprungsidee. Dass die neuen RAW-Formate keine Einzelbilder mehr speichern, ist dabei in unseren Augen "nur" eine Frage des Workflow-Komforts, jedoch keine an sich zwingende RAW-Eigenschaft.



Vergleichsweise wenig RAW-Eingriffsmöglichkeiten



Vielmehr stehen in den neuen Formaten nicht mehr alle typischen RAW-Entscheidungen bei der Nachverarbeitung offen. Gerade die Nachschärfung (die im Zusammenspiel mit einem Debayering-Algorithmus besser gelingen kann als nach dem Debayering), fehlt der neuen RAW-Generation in den bisherigen Implementationen. Auch grundsätzlich alternative Debayering Methoden sind bei ProRES RAW, Blackmagic RAW oder Canon RAW Light nicht vorgesehen. Außerdem wurde die Highlight-Recovery gestrichen.

Hier einmal ein vergleichender Blick auf die RAW-Parameter unter Resolve, die unter Blackmagic RAW und CinemaDNG zur Verfügung stehen…

Verschiedene Einstellmöglichkeiten für Blackmagic RAW und CinemaDNG



Tatsächlich reduzieren sich die Möglichkeiten bei BRAW auf "Gamma-Controls", WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt und ISO. Also Bereiche, die auch nach dem Debayering in vergleichbarer Qualität verändert werden können, solange die Daten mit genügend Farbtiefe gespeichert wurden.

In dieser Hinsicht bringen die neuen RAW-Formate theoretisch auch keine zusätzliche Qualität gegenüber einem ProRES HQ 444-Format. Praktisch kann Blackmagic RAW jedoch durch gesparte Redundanz weitaus effektiver arbeiten. Denn statt für jeden PixelPixel im Glossar erklärt drei Farbwerte (4:4:4) mit 12 BitBit im Glossar erklärt zu speichern, genügt hier ein einziger 12-Bit Wert, der direkt vom Sensel abgeleitet wurde. Alleine dieser "RAW-Vorteil" drückt die notwendige Basis-Datenrate gegenüber 12-Bit YUV-Formaten deutlich.

Blackmagic RAW agiert folglich an der URSA Mini Pro wie ein 12 BitBit im Glossar erklärt CodecCodec im Glossar erklärt, der über eine spezielle Kurve die linearen 16 BitBit im Glossar erklärt Messdaten des URSA-Sensors speichert. Die Transformationsfunktion dürfte ungefähr einer Log Kurve entsprechen, die von Blackmagic jedoch individuell auf die Sensoreigenschaften angepasst wurde. Damit sollten die Quantisierungsverluste bei der Reduzierung von 16 auf 12 BitBit im Glossar erklärt in unsignifikante Sensorbereiche geschoben werden. Kurz gesagt, es wird vor allem da in der QuantisierungQuantisierung im Glossar erklärt gespart, wo man visuell am wenigsten bemerken dürfte, dass weniger Farbabstufungen vorhanden sind.

Debayering / Rauschen


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Debayering / Rauschen
Fazit
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[59 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
mash_gh4    02:50 am 29.9.2018
naja -- mir ging's hier hauptsächlich um franks bilder, die ich tatsächlich für eine ziemlich bereichernde quelle halte. ansonsten hab ich mich mit meiner geringfügigen...weiterlesen
Roland Schulz    00:01 am 29.9.2018
Glaube es ging hier a) um Videobilder und b) im Vergleich um eine nativ auslesende Kamera gegen Oversamplingkameras (GH5s (nativ) gegen die anderen, nicht GH5!)). Zudem konnte...weiterlesen
iasi    21:47 am 28.9.2018
aha - nun postulieren wir wieder mal eine neue Grenze: aus 8k bekommt man kein 4k Nun also her mit dem empirischen Beweis.
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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