Sensorgröße

Die Sensorgröße spielt bei der Wahl einer optimalen Gimbal-Kamera in mehrfacher Hinsicht eine Rolle. Kleinere Sensoren wie MFT bieten einen größeren hyperfokalen Schärfebereich.


Was macht eine gute Gimbal-Kamera aus? Hier unsere Top-7-Tipps : Sensorgroesse

Kleinere Änderungen bei der Entfernung zum Motiv müssen nicht gleich per Fokus angepasst werden. Da man beim Gimbal häufig eine in Abhängigkeit zum Motiv bewegte Kamera im Einsatz hat, verändert sich die Schärfe zu Unschärferelation zudem recht häufig zu Gunsten einer Isolierung des Hauptmotivs gegenüber der Umgebung „quasi automatisch“ - und damit auch bei kleinerem Sensor.





Ebenfalls nicht unwichtig bei der Wahl der Sensorgröße ist das Rolling Shutter Verhalten. In der Regel lassen sich kleinere Sensoren schneller auslesen als größere was zu einem reduzierten Rolling Shutter Verhalten führt. Wer trotzdem mit einer Kamera mit größerem Sensor unterwegs ist, sollte sich (wenn möglich) Sensor-Cropformate mit Blick auf das Rolling Shutter Verhalten anschauen.



Bei einigen Kameras finden sich hier deutlich schnellere Sensorauslesezeiten. Eine bewegte Kamera - auch per Gimbal stabilisiert - profitiert unserer Erfahrung nach stets von möglichst geringem Rolling Shutter.




Gewicht

Grundsätzlich gilt beim Kameragewicht im Verbund mit Einhand-Gimbaln: Je leichter desto besser. Nicht nur weil man leichtere Kamera-Gimbalsysteme über einen längeren Zeitraum ohne zusätzliche Tragehilfen halten kann, sondern auch, weil die von den Gimabl-Herstellern angegebenen Maximal-Traglasten meistens recht optimistisch ausgelegt sind. Zudem können überstehende Lasten in Form von längeren Objektiven schnell zur Überlastung der Gimbal-Motoren bei anspruchsvolleren Bewegungsabläufen führen.



Das Gesamt-System-Gewicht gilt es hierbei vor allem im Auge zu behalten und dies kann durch eine ungünstige Lastverteilung von schweren Objektiven negativ beeinflusst werden. Daraus folgt auch, dass kompakte und leichtere Festbrennweiten gegenüber schwereren Zoom-Objektiven unsere bevorzugte Wahl für Gimbal-Kamera-Systeme darstellen.




Start-Stop / Belichtungssteuerung

Kamera und Gimbal wachsen mit jeder neuen Gerätegeneration immer weiter zusammen, was die gegenseitige elektronische Unterstützung und Integration anbelangt. Bei den unterstützten Standardfunktionen steht eine Start/Stop Funktion für die Videoaufnahme bei uns klar an erster Stelle. Gerade deshalb sollte bei der Kamera-Wahl auch darauf geachtet werden, dass die Kamera Gimbal-seitig auch tatsächlich eine Start/Stopp-Unterstützung via Rec-Button am Gimbal erfährt.


Was macht eine gute Gimbal-Kamera aus? Hier unsere Top-7-Tipps : GimbalControlAV

Das Triggern von AF/Funktionen am Gimbal hatten wir ja bereits erwähnt. Darüber hinaus bieten einige Kamera-Gimbal Kombinationen auch Blende, ISO und Verschlußzeiten Kontrolle. Allerdings sind solch weitreichende Unterstützungen derzeit eher noch die Ausnahme. Wer entsprechende Funktionen benötigt, muss also recht genau vorab recherchieren, welche Kamera-Gimbal-Kombination genau was unterstützt. Es lohnt sich hier auch immer wieder mal einen aktuellen Blick auf neue Kompatibiliäten zu werfen, da sich hier sowohl bei neuen Kamera- als auch bei neuen Gimbal-Firmwares immer wieder was ändern kann.



Spannend (und auch noch etwas praxisrelevanter) fänden wir allerdings beim Thema Belichtungsfunktionen elektronische Vario-ND Filter die sich über den Gimbal steuern lassen. Auf eine einfache Lösung ohne viel Bastelei müssen wir hier wohl noch auf eine entsprechende DSLM mit verbautem elektronischen ND warten ...




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