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Videointerview: DOP Geoff Boyle über Moiré, Diffusion, Dynamikumfang, RAW und HDR

[10:05 So,16.Juli 2017 [e]  von ]    

Wieder Mal ein interessantes Interview mit DOP Geoff Boyle über die Praxis von Digitalkameras ohne Lowpassfilter (Stichwort Moiré), (zu hohe) Auflösung und Strategien für weichere Bilder sowie zum Dynamikumfang von RAW- und LOG-fähigen Kameras und was dies für die Kontrolle von Licht am Set bedeutet.





Boyle zu Folge ist Aliasing auch bei Kameras ohne OLPF ein weitaus geringeres Problem bei „normalen Szenen“ als vielfach diskutiert. Bezeichnend ist hier Boyles Preferenz von weichen Bildern:

"I go for soft images"

In diesen Zusammenhang hätte Boyle gerne eine dynamische RAW-Vearbeitung - also ein Debayering das sich der jeweiligen Scene anpasst: Landschafts-Totalen würde dann anders debayert werden als Portrait-Shots ...

Die meisten LOG und RAW-fähigen Kameras im Cinebereich zeichnen Boyle zu Folge bereits im Mittelklassesegment mehr Dynamikumfang auf, als aktuelle Displays darstellen können. Eine Aussage der wir uns anschließen. Es sei daher wichtig, beim Dreh vor Ort zu wissen, auf welchem Medium letztlich ausgegeben wird – also wie hoch der Dynamikumfang des finalen Ausgabescreens ist. Monitore mit entsprechenden LUTs am Set vereinfachten das Lichtsetzen hier – vor allem bei Szenen mit hohem Kontrast. Hierbei geben die LUT-Monitore bsp. Auskunft darüber, was noch erkennbare Bilddetails sind, und was „unwichtig“ weil es sowieso in den Schatten verschwindet. Aber auch bei der Beurteilung von Highlights helfen Boyle zu Folge entsprechende LUTs um herauszufinden, ob Highlights verloren gehen oder nicht.

Noch komfortabler empfindet Boyle das Arbeiten mit externen Belichtungsmessern (Spot-Messung) sowie die Anwendung des alt-ehrwürdigen Anselm Adams Zonen-System - auch wenn er sich selbst "schuldig" bekennt verstärkt mit LUT-Monitoren zu arbeiten.

Seiner Meinung nach wird grundsätzlich zu wenig bei der Ausbildung darauf geachtet, mit externen Belichtungsmessern umzugehen. (Brauchen wir also in Zeiten von allgegenwärtigen Waveforms, False Color etc. Displays noch den externen Belichtungsmesser?)

Boyle


Zum Schluß noch ein Seitenhieb auf HDR:

Boyle zu Folge gewinnt man bei HDR zwar in den Lichtern aber nicht im Schatten. Die einzigen Leute die demnach in den Schatten bei HDR noch was zu sehen bekommen, sind Leute in abgedunkelten Grading-Suiten.

Wer Boyle zu Folge zu Hause in den Schatten von HDR-Inhalten was sehen will, muss seinen Raum schwarz malen und mit einer nicht-reflektierenden Burka vor dem TV sitzen.

Link mehr Informationen bei youtu.be

    
[51 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
wolfgang    17:09 am 20.7.2017
Und wo liegt der Widerspruch? Oder leuchtest du eine Aufnahme nicht korrekt aus um z.B. die Tiefe zu unterstreichen? Nur das ist nochmal stark getrennt von der Frage wie man den...weiterlesen
Frank Glencairn    16:45 am 20.7.2017
Leute - man stellt die Hauttöne (oder sonstwas) nicht mit der Blende ein, sondern mit dem Licht. Die Blende ist ein Gestaltungselement, kein Belichtungsinstrument...weiterlesen
wolfgang    16:39 am 20.7.2017
Wobei es genug namhafte Kameraleute gibt die sehr bewußt nicht auf Hauttöne belichten (Dough Jensen zum Beispiel), einfach weil Hauttöne auch unterschiedlich sind...weiterlesen
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