Wer hätte das gedacht? Vor ein paar Monaten kannte das Projekt noch keiner und nun hat das kostenlose Compositing-Programm Natron bereits die stabile Versionsnummer 1.0 erreicht. Im Gegensatz zu anderen Open Source Compositing-Systemen orientiert sich Natron dabei sehr stark an der Branchengröße Nuke.
Fast unglaublich ist dabei, was schon alles in so kurzer Zeit in Natron implementiert wurde. Auch mit diesem Release sind noch einmal so viele neue Funktionen hinzugekommen, die unsere verlinkte Seite gut zusammenfasst. Auch wohin dir Reise von hier ab gehen soll (u.a. Python 3 Scripting und Optical Flow-Algorithmen) ist schon bekannt. Das neue FAQ beleuchtet dabei auch die Hintergründe zum Projekt. So erhoffen sich die Macher, dass das Programm gerade im universitären Forschungsumfeld für mehr Standards sorgt und hoffentlich auch als Basis für experimentelle Code herangezogen werden kann und wird.
Im Gegensatz zum seit kurzem ebenfalls kostenlosen Fusion 7 von Blackmagic gibt es Natron auch für OS-X und Linux. Der Windows Download als Zip-Datei ist übrigens nur 66 MB groß und benötigt auf Wunsch keinerlei Installation (außer dem Entpacken).
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Da hat es uns einmal wieder in den Fingern gejuckt, das Programm kurz auszuprobieren. Tatsächlich fühlt sich alles sehr nach Nuke an (das wir auch nur flüchtig kennen). Wir bleiben nur staunend zurück und können Natron somit aktuell wirklich jedem empfehlen, der tiefer in die Welt des Compositings einsteigen will, ohne gleich den Geldbeutel zu zücken. Wir drücken die Daumen, dass das Entwicklungstempo so hoch bleibt.


















