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Test : Sony PXW-FS7 II Teil 1: Hardware, Bedienung und Kit-Optik SELP18110G

von Di, 18.Juli 2017 | 6 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  SELP18110G Zoomobjektiv E PZ 18-110 mm F4 G OSS
  Die Unterschiede zur ersten FS7
  ND-Filter
  E-Mount mit Lock Lever
  Neue Buttons
  Weitere “Kleinigkeiten”
  Audio
  Bedienung
  Echte 4K-Preview nur über HDMI
  ...Raum für weitere Verbesserungen

Mit der Vorstellung der PXW-FS7 gelang Sony vor fast drei Jahren ein Paukenschlag. Die faktisch drehfertig ausgestattete S35mm Kamera mit 10Bit-Aufzeichnung bot für 7.000 Euro (netto) eine Flexibilität, die man seinerzeit in diesem Preisbereich nirgendwo anders finden konnte. Doch mit dem jetzt lieferbaren Mk2-Nachfolger dürfte es Sony nicht ganz so leicht haben. Denn das Marktumfeld hat sich deutlich verändert und dazu ist der Nachfolger spürbar teurer geworden. Ungefähr 11.000 Euro Nettopreis wollte Sony ursprünglich bei Markteinführung Anfang dieses Jahres haben, jedoch ist die FS7 II mittlerweile bei vielen Händlern schon jetzt deutlich unter 10.000 Euro zu erstehen und offensichtlich gut verfügbar. Canon schien mit seiner zweiten C300 den Markt über 10.000 Euro ebenfalls etwas überschätzt zu haben und bietet diese ähnlich ausgestattete Konkurrenz-Kamera nun ebenfalls über Rabattprogramme für ca. 10.000 Euro an. Und mit Panasonics AU-EVA1 und der kommenden Canon C200 dürfte es in diesem Preissegment für Sony keinesfalls leichter werden, große Stückzahlen zu verkaufen.



Dabei ist besonders erwähnenswert, dass die PXW-FS7 II den Vorgänger im Produktprogramm nicht ersetzt, sondern ergänzt. Laut Sony war das zentrale Ziel “die Erweiterung der Fähigkeiten und Funktionen des ursprünglichen FS7 Designs”. Es war angeblich immer beabsichtigt, dass auch die erste PXW-FS7 im Sortiment erhalten bleibt. Allerdings wird das PXW-FS7K-Paket (mit PXW-FS7 mit SELP28135G-Objektiv) eingestellt.

Als Ersatz dafür gibt es nun die SONY PXW-FS7K II Kit-Version. Bei dieser findet man auch noch das ebenso neue SELP18110G Zoomobjektiv gegen etwa 3000 Euro Aufpreis im Paket (einzeln kostet diese Optik ca. 4.000 Euro). In dieser Kit-Konfiguration stand uns die FS7 II für diesen Test zur Verfügung.



SELP18110G Zoomobjektiv E PZ 18-110 mm F4 G OSS



Vor der Betrachtung der Kamera wollen wir uns daher noch kurz diesem Objektiv widmen.
Die exakte Bezeichnung der SELP18110G-Optik lautet: “Zoomobjektiv E PZ 18-110 mm F4 G OSS”. Es deckt den Bildkreis von Super 35mm- und APS-C-Formaten ab und soll speziell für die Erfordernisse von 4K Videoaufnahmen konzipiert worden sein.




Es gab offensichtlich einige Überschneidungen mit den Design-Zielen der PXW-FS7 II und beide Teams tauschten sich angeblich mit den gleichen Kunden aber auch untereinander während des gesamten Entwicklungsprozesses aus. Sony vermarktet das Objektiv wohl auch aus diesem Grund als optimale Universal-Optik für die FS7 im eigenen Programm.

Das SELP18110G ist das zweite Objektiv im Sortiment von Sony, das die Smooth Motion Optics-Technologie nutzt (SMO), um Fokusänderungen und Bewegung der optischen Achse während des Zoomens zu verhindern. Wahrscheinlich fällt deswegen auch das Focus Breathing sehr unauffällig aus.

Das Objektiv verfügt über drei separate Ringe zum Steuern von Fokus, ZoomZoom im Glossar erklärt und Blende. Sowohl Servo- als auch direkte mechanische Übertragung mit echten Hard-Stops werden vollständig unterstützt. Der manueller Blendenring kennt bei offener BlendeBlende im Glossar erklärt auch einen optionalen Automatikmodus. Den Fokusring kann man durch verschieben nach vorne oder hinten von oder mit dem Servo (ent)koppeln. Ebenso kann eine Zoom-Veränderung vollmanuell über einen Ring mit Hebel oder über eine seitlich am Objektiv angebrachte Zoomwippe erfolgen. Auch die Zommwippen an der FS7 können selbstredend den ZoomZoom im Glossar erklärt steuern.

Sony gelingt es hier tatsächlich beide Welten von manueller und automatischer Bedienung zu vereinen. Durch die manuellen Eigenschaften ist die Nutzung von typischem Fokuszubehör für separates Focus Pulling möglich. Darüber hinaus bleibt die Objektivlänge während sämtlicher Änderungen konstant und ist daher auch beim Einsatz von Matte-Boxen unproblematisch. Dies klingt erst einmal prädestiniert für den szenischen Einsatz, jedoch erscheint uns hierfür die Anfangsblende von F4 etwas zu unpragmatisch gewählt. Schließlich wählt man in der Regel bewusst eine Kamera mit Wechselmount, weil man mit lichtstarken Primes bestmögliche Ergebnisse erzielen will. Das SELP18110G wirkt dagegen eher für den typischen, schnellen Immerdrauf-Einsatz konzipiert. Doch dabei kommt der Vorteil der unveränderlichen Objektivlänge in der Regel gar nicht zum Tragen. Ebenso wie die prinzipielle Tauglichkeit für Focus Puller. Viel nützlicher ist hier dagegen das staub- und feuchtigkeitsresistente Design, sowie die eingebaute SteadyShot-Bildstabilisierung und der relativ leise Betrieb.

Kurz gesagt: Das E PZ 18-110 mm F4 G OSS ist ein universelles Zoom-Objektiv mit bemerkenswerten manuellen Zusatzfunktionen. Den typischen Einsatz von Primes werden diese Funktionen jedoch in der Praxis weniger ersetzen.

Die Unterschiede zur ersten FS7 / ND-Filter / E-Mount mit Lock Lever


Sony PXW-FS7im Vergleich mit:

Strassenpreis: 7004 €
Markteinführung: Dezember 2014
Sensorgrößen-Klasse:
Super35 / APS-C
Mount: E-Mount

Platz 8 Wechseloptik-Camcorder / Cinema Kamera Bestenliste
Blackmagic Design URSA Mini Pro
Strassenpreis: 5425 €
Sensorgrößen-Klasse: Super35 / APS-C
Sony PXW-FS5
Strassenpreis: 3922 €
Super35 / APS-C

6 Seiten:
Einleitung / SELP18110G Zoomobjektiv E PZ 18-110 mm F4 G OSS
Die Unterschiede zur ersten FS7 / ND-Filter / E-Mount mit Lock Lever
Neue Buttons / Weitere “Kleinigkeiten”
Audio / Bedienung
Echte 4K-Preview nur über HDMI / ...Raum für weitere Verbesserungen
    

[5 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
TonBild    18:34 am 19.7.2017
"Die Bootzeit der Kamera beträgt übrigens rund 10 Sekunden. In unseren Augen noch erträglich" Aber wenn man den Camcorder für Reportage einsetzt kann können diese schon zu...weiterlesen
DV_Chris    17:50 am 19.7.2017
Statt ein paar Knöpfen mehr hätten sich nicht wenige Face Detection gewünscht. Oder dass Funktionen der XDCA-FS7 in die Kamera wandern.
rudi    12:31 am 18.7.2017
@rainermann: Danke für den Hinweis, ist wohl vorhanden, habe ich im Text jetzt korrigiert...
[ Alle Kommentare ganz lesen]

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Test: Sony PXW-FS7 II Teil 2: Formate, Bildqualität und Fazit Fr, 4.August 2017

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