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Test : MSI P65 Creator 9SF-657 - die ultramobile 4K-Workstation

von Mo, 8.Juli 2019 | 4 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Beeindruckende innere Werte
  In der Praxis
  Performance unter Resolve
  Fazit

Die PC-Branche hat seit ungefähr zwei Jahren einen neuen Zielgruppen-Cluster ausgemacht. Die Erschaffer (engl. Creators) sollen dabei kreative Menschen sein, die am PC multimediale Inhalte auf professionellem Niveau erstellen. Es sollen sich ergo professionelle Kreative angesprochen fühlen, die Musik-, 3D-, Video-, DTP- oder illustrative Werke gestalten, für welche sie sehr ressourcenintensive Applikationen benötigen.

Für dieses Anwendungsszenario eignet sich schon länger typische Gaming-Hardware, die jetzt etwas weniger bunt in meist stylische Gehäuse verpackt wird. So findet man in typischen Notebooks dieser Klasse in der Regel sehr potente Grafikprozessoren (GPUs) sowie normale Prozessoren (CPUs) mit sehr vielen Kernen. Im Gegensatz zu einer Workstation sind diese Geräte meist eine Klasse günstiger, weil nicht zertifizierte Workstation-Hardware wie Quadro / Radeon Pro GPUs oder Xeon CPUs verbaut werden, sondern Komponenten aus der Gaming und Desktop-Welt. Diese sind deutlich preiswerter, jedoch in der Regel jedoch kaum langsamer als die speziellen Workstation Chips.



Beeindruckende innere Werte



Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Notebook wie das hier getestete MSI P65 Creator 9SF-657 billig ist. Rund 3.500 Euro kostet die von uns betrachtete Konfiguration.


Die hat es allerdings auch wahrlich "in sich". Denn die genutzten Komponenten sind aktuell das feinste, was man in dieser Kategorie noch einigermaßen kompakt verbauen kann:

Das matte 15.6-Zoll 4K-Display löst mit 3840x2160 Pixeln auf und deckt sRGB hundertprozentig ab. Der Intel Core i9-9880H ist ein 8 Core-Modell, das mit 8x 2.30GHz Basistakt im kurzfristigen Boost bis zu 4.80 GHz erreichen kann. Weiters wurden 32GB DDR4-2666 RAM als Dual Channel RAM verbaut. Ebenfalls gleich zwei Samsung 512 GB NVMe-SSDs PM981 sind als RAID 0-Verbund installiert. Und für die standesgemäße Grafik sorgt eine NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q mit 8GB DDR6-RAM. Der leider nicht wechselbare Akku verspricht mit seinen 82.0Wh bis zu 8 Stunden Laufzeit. Das wirklich herausragende am MSI P65 Creator 9SF-657 ist jedoch, dass all diese Technologie in sehr kompakten 1,9 kg unterkommt.

An Anschlüssen gibt es: 1x USB-C 3.2 mit Displayport 1.4/​Thunderbolt 3, 1x USB-A 3.2, 2x USB-A 3.1, 1x Gb LAN sowie 1x Kopfhöreranschluss. Drahtlos funkt das Notebook über WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac und spricht Bluetooth in der Version 5.0.

Das komplette Gehäuse ist aus Aluminium und wirkt dank den schmalen Bildschirmrändern für ein 15-Zoll Modell äußerst kompakt. Vor allem die großen Lüftungsöffnungen an den Rändern lassen dennoch erahnen, dass hier sehr leistungsfähige Hardware gut gekühlt werden will.


Die beleuchtete Tastatur bietet aus Platzgründen keinen Zifferneingabeblock und hat für unseren Geschmack einen etwas zu geringen Hub, jedoch dürfte die Zielgruppe auch nicht unbedingt Vielschreiber einschließen. Hier ist schon eher das Mousepad von Interesse, das in unseren Augen jedoch ebenfalls Geschmackssache bleibt. Es funktionierte bei uns tadellos und bietet dank seiner Breite von 14 cm eine großzügige Bedienfläche. Wir persönlich bevorzugen bei kreativer Arbeit jedoch immer eine externe Maus. Nicht nur in Resolve, sondern auch in vielen anderen Applikationen für "Creators" ist dabei oft eine dritte, mittlere Maustaste oder ein Scrollrad für eine effektive Bedienung gefragt, die Mauspads in der Regel nicht bieten. Aber auch schon eine klare Trennung zwischen zwei Maustasten ist bei modernen Touchpads (wie auch in diesem Fall) meist nicht vorhanden. So muss man immer zur Sicherheit am Rand des Mauspads "klicken", was wir persönlich unbequem finden.

Das vorinstallierte Windows 10 Pro 64bit hat leider etwas Bloatware (unter anderem Cyberlinks Director-Applikationen) an Bord. Wer 3.500 Euro für einen derartigen Creator-Computer ausgibt, dürfte schon ziemlich genau wissen, mit welcher Software er seinen Rechner betreiben will und ärgert sich wahrscheinlich über jedes ungenutzte Programm, das man manuell deinstallieren muss. Glücklicherweise kann man solche Programme heutzutage auch mit Windows-Bordmitteln wie einem sauberen Reinstall mit einem Rutsch loswerden. Dennoch ist dies unnötige Arbeit, die vielen Käufern nach dem Auspacken ungewollt auferlegt wird.

In der Praxis


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[3 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
klusterdegenerierung    13:15 am 9.7.2019
Das Teil sieht so aus wie mein erster Saturn Laptop von Gericom aus 1999. ;-)
Arminius2017    20:54 am 8.7.2019
Hallo, mich würde die 4k h.265 50p Performance unter Adobe Premiere CC 2019 interessieren. Gruß, Armin
Kamerafreund    12:00 am 8.7.2019
Vielleicht Wechsel ich doch wieder vom MacBook. Bevor ich einen neuen mit egpu hole lieber das Teil hier. Kann der denn h265 422 10 Bit nativ in 4k mit Hardwarebeschleunigung...weiterlesen
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update am 9.August 2020 - 15:02
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