Logo
///  >

Test : Final Cut Pro X 10.4: Neue Farbräder und -kurven, Canon RAW, HDR, 360 VR Video uvm.

von Do, 14.Dezember 2017 | 5 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Neue Farbräder und Kurven
  Masken und Farbselektion
  Canon C200 RAW Unterstützung
  HDR Workflows
  360 VR
  Fazit

Mit seinem Dot 4 Release (FCPX 10.4) hat Apple wichtige neue Funktionen in
Final Cut Pro X integriert: Wir haben uns die neuen Farbräder und Kurven, die Canon C200 RAW Verarbeitung, HDR und 360 VR Workflows genauer angeschaut:

Final Cut Pro X 10.4 jetzt mit Farbrädern, Kurven, uvm.





Neue Farbräder und Kurven



Wer bislang Farbkorrekturen unter Final Cut Pro X zu erstellen hatte, war in erster Linie auf die sog. „Farbtafel“ angewiesen.

Bislang wenig intuitive „Farbtafel“ unter FCPX



Ein Werkzeug, das für viele, die Erfahrung mit Farbrädern hatten - sei es auf dem alten „legacy“ Final Cut Pro oder Blackmagic Resolve oder dem Lumetri Color-Arbeitsbereich in Premiere Pro CC u.v.a. als wenig intuitiv empfunden wurde.


In Final Cut Pro X 10.4 jetzt Farbräder - für viele das bessere Farbkorrektur-Tool

Die Nachfrage nach entsprechenden Industrie-Standards in Form von Color Wheels bei der FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt in FCPX wurde dann auch von Drittanbieter-Plugins wie Color Finale von Color Grading Central oder Colorista von Red Giant u.a. bedient. Hinzu kommt, dass der Trend bei den großen Postproduktionslösungen von Adobe, Blackmagic u.a. zu integrierten Systemen geht: FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt, Schnitt und Audioproduktion werden immer stärker in eine Software integriert. Beste Beispiele hierfür sind die Auflösung von Speed Grade in Premiere Pro und der massive Ausbau der Editing- und Audio-Funktionen in DaVinci Resolve. Mit FCPX 10.4 hat Apple nun reagiert und die Farbkorrektur-Tools von Final Cut Pro X in bemerkenswertem Umfang ausgebaut.

FCPX wird derzeit vor allem auf Laptops und iMacs genutzt und wir vermuten mal, dass der Laptop-Anteil hierbei den größeren Part ausmacht. Entsprechend wichtig ist es, das Layout und das Handling der neuen Farbkorrekturwerkzeuge auch für den kleineren Bildschirm und die geringeren Auflösungen von Laptops mitzudenken und genau hier hat Apple im FCPX 10.4 in einer ganzen Reihe von Punkten gut mitgedacht.

Das beginnt bereits beim ersten Blick auf die Basisfunktionen der neuen Farbräder:



Der jeweilig ausgewählte Farbton innerhalb des Farbrads wird auf der linken Seite des Farbrads angezeigt. Der Vorteil hiervon ist, dass man zum einen visuell eine deutliche Kontrolle über den aktuell ausgewählten Farbton hat und zum anderen die Farbwahl sehr feinstufig auflösen kann, indem man mit dem Sättigungsregler und dem Farbrad zusammen arbeitet – gerade auch auf kleineren Screens ein Vorteil. Als Nachteil könnte man aufführen, dass man sich im farblosen Innenraum des Farbrads zunächst orientieren muss - eine Frage der Übung und für diejenigen, die sowieso externe Farbräder am Kontrollpult gewohnt sind, eher vernachlässigbar. Die „Dämpfung“ der Farbräder, also die Geschwindigkeit mit der sich Farbwerte bei der Verschiebung des Farbrads ändern, empfinden wir als gelungen.

Farbkorrekturlayout mit vier Farbrädern in FCPX 10.4



Je nach zur Verfügung stehendem Platz auf dem Bildschirm bzw. für ein noch höher auflösendes Arbeiten mit den Farbrädern, lassen sich entweder alle 4 Farbräder: „Master“, „Schatten“, „Mitteltöne“ und „Hervorhebungen“ auf einmal einblenden oder jeweils nur ein einzelnes.

Optionales Farbkorrekturlayout mit nur einem Farbrad in FCPX 10.4



Schaltet man zusätzlich noch die „Mediathekanzeige“ und den „Ereignis-Viewer“ auf der linken Seite weg, erhält man einen sehr aufgeräumten Farbkorrektur-Bildschirm, auf dem in der oberen Hälfte nur noch der Canvas für das Videomaterial auf der TimelineTimeline im Glossar erklärt und die Farbkorrekturwerkzeuge zu sehen sind: Sehr viel besser dürfte sich bei mobilen Setups kaum die zur Verfügung stehende Bildschirmfläche nutzen lassen.

RGBRGB im Glossar erklärt und Luma Farbkurven



Dieses „Solo-Schalten“ von einzelnen Farbkorrektur-Tools wird dann konsequenter Weise auch auf die neuen Kurven in FCPX 10.4 übertragen.

Luma Farbkurve Solo geschaltet



Defaultmässig stehen 10 neue Bezier Kurven für die FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt inkl. integriertem Colorpicker zu Verfügung: „Luma“, „Rot“, „Blau“, „Grün“ sowie „Farbton vs Farbton“, „Farbton vs Sättigung“, „Farbton vs Luma“, „Luma vs Sättigung“, „Sättigung vs Sättigung“ und „Orange vs SAT“.

zusätzliche 6 Farbton-/Sättigungskurven, die sich auch Solo schalten lassen



Alle Kurven mit definierten Farbwerten lassen sich jedoch zusätzlich mit einer frei gewählten Farbe belegen.

Farbkurven können freie Farbwerte zugeordnet werden



Da ständig neue Farbkorrektur-Effekte übereinander gelegt werden können, stehen quasi unbegrenzte Farbkurven für frei bestimmte Farbwerte zur Verfügung.

Die freie Farbwahl gilt auch für die Farbsättigungskurven:

Freie Farbwahl auch bei den Sättigungskurven für bestimmte Farbwerte



Hat man einen Farbwert via Pipette im Video-Canvas abgenommen, wird der entsprechende Farbwert auf der Kurve angezeigt inkl. eine vertikalen Hilfslinie.

interaktive, vertikale Hilfslinien bei der Farabnahme via Pipette



Will man Farbwerte via Kurve verschieben/anpassen können diese entweder frei verschoben werden mit einer automatischen Bezierberechnung der Kurve oder nur horizontal oder nur vertikal. Für Farbwertverschiebungen in nur eine Richtung wird die Shifttaste gehalten.

Wer eine individuelle Bezierkurve für bestimmte Farbwert entworfen hat, kann den zugeordneten Farbwert auch im Nachhinein verändern und die Bezierkurve beibehalten. Im Screenshot oben ist das Farbauswahlrad für die Bezierkurve zu sehen, mit der sich der Farbwert auch verändern lässt.

Alle hier genannten Farbkorrekturen und Effekte, werden im Inspektor zum jeweiligen Videoclips gelistet und lassen sich in ihrer Reihenfolge verschieben und via Copy/Paste acuh auf andere Clips anwenden. Hierzu zählt auch das Anwenden von eigenen Luts pro Clip - eine Funktion die jetzt auch in der Effekt-Liste auftaucht und von hier aus auch kopiert und zusammen mit anderen Effekten in andere Anwendungsreihenfolgen gebracht werden kann (hilfreich bei Vignetten, die z.B nicht von einer LUT betroffen sein sollen).

Ebenfalls neu hinzugekommen ist beim automatischen WeißabgleichWeißabgleich im Glossar erklärt („Farbe ausgleichen“) ein entsprechender Colorpicker für die Selektion von Weißwerten im Bild.

Letztlich kann die jeweilige FarbkorrekturFarbkorrektur im Glossar erklärt noch über einen Mixer-Slider auf das Gesamtbild in der Stärke/Transparenz angepasst werden.

Wir haben natürlich bei Apple auch nachgefragt, ob für die Farbräder externe Control Panels in Planung sind, bzw. bestehende externe Panels unterstützt werden. Die Antwort lautete, dass man sich eine entsprechende Option gerade anschaut – ob daraus ein Produkt oder zumindest eine entsprechende Unterstützung bestehender externer Color Wheels werden wird, dürfte die Zukunft zeigen.

Masken und Farbselektion


5 Seiten:
Einleitung / Neue Farbräder und Kurven
Masken und Farbselektion
Canon C200 RAW Unterstützung / HDR Workflows
360 VR / Fazit
  

[13 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Roland Schulz    08:16 am 18.12.2017
10bit HEVC kann der Skylake noch nicht, das können erst Kaby- und Coffeelake, also z.B. der 8700. Macht euch aber nix draus, EDIUS 9 kann auch noch kein QuickSync HEVC, nur per...weiterlesen
motiongroup    08:37 am 15.12.2017
meine Rede, Du kommst wenigstens mit dem Skylake und einer QSYNC zur 8 bit Option alle HighEND XEONS beben sich gerade auf die Zunge.. bei dir ist bei 10 Bit auf dem Skylake...weiterlesen
Axel    08:24 am 15.12.2017
Mein 2015er iMac rendert 1 Minute UHD ProRes in 1'58" zu (Compressor) "Apple Geräte 4k (HEVC 8-bit).m4v". Dasselbe Testprojekt in 10-bit renderte 41'23"....weiterlesen
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Weitere Artikel:


Test: Die Sony Alpha 6400 im (Mess-)Test - Gute Bildqualität, starker Rolling Shutter Mo, 3.Juni 2019
Sony selbst behauptet von der Alpha 6400, dass sich die bildgebende Hardware nicht sonderlich von der Alpha 6300 unterscheidet. Dennoch gibt es ein paar Neuigkeiten beim Test der Bildqualität zu vermelden…
Test: Panasonic S1: Hauttöne im 10 Bit HLG, Flat und Standard Bildprofil - inkl. Vergleich mit GH5S Do, 7.März 2019
Wir erkunden weiter die Panasonic S1 auf slashCAM. Diesmal haben wir uns die Hauttonwiedergabe in unterschiedlichen Bildprofilen angeschaut u.a. im neuen Flat-Profil und in 10 Bit HLG. Als Vergleich haben wir die Panasonic GH5S dazugenommen. Auch die manuellen Fokussier- und Makrofähigkeiten des neuen LUMIX S 24-105mm / F4.0 Objektivs haben wir uns kurz angeschaut ...
Test: Atomos 5 Zoll HDR Monitor (only) Shinobi im ersten Hands-On Fr, 15.Februar 2019
Wir hatten bereits Gelegenheit zu einem ersten kurzen Hands-On mit dem heute offiziell vorgestellten 5“ HDR Monitor SHINOBI von Atomos. Der 1000 Nit-fähige HDR-Kameramonitor wiegt lediglich 200g und bietet alle Monitoring-Funktionen des NinjaV (und noch etwas mehr). Durch das fehlende Aufnahmemodul ergeben sich deutlich längere Akkulaufzeiten im lüfterlosen Betrieb. Hier unsere ersten Eindrücke zum 5“ Atomos Shinobi Kameramonitor …
Test: Canon EOS R im 4K Video Test: 10 Bit LOG, Dual Pixel AF, Hauttöne, Bedienung, inkl. Nikon Z6 Vergleich Mi, 28.November 2018
Wir haben uns die Videofunktionen der neuen spiegellosen Vollformat Canon EOS R in der Praxis angeschaut und uns hier insbesondere auf Hauttöne, LOG-LUT Verarbeitung, externe 10 Bit Aufnahmen, den Dual Pixel Autofokus und das neue Bedienkonzept konzentriert. Ein kurzer Vergleich zur Nikon Z6 ist ebenfalls mit dabei.
Test: Nikon Z7 - viele Crop-Modi und deren Unterschiede in der Bildqualität beim Filmen Mi, 17.Oktober 2018
Test: Atomos Ninja V im ersten Praxistest im Interview Setup mit Panasonic GH5S // IBC 2018 Di, 25.September 2018
Test: Sony VENICE mit X-OCN Recoder - Bildqualität im slashCAM-Test(labor) Do, 30.August 2018
Test: Sachtler Flowtech75: Handling, Funktionen, Praxis u.v.m. Mo, 15.Januar 2018
Test: Der Video Assist von Blackmagic Design: 1080p 10 Bit Monitorrecorder Mi, 9.März 2016
Test: Aktuelle Grafikkarten für die Videobearbeitung Mi, 21.Oktober 2015
Test: 4K-Actioncam Sony FDR-X1000 -- die neue Klassenbeste Di, 23.Juni 2015
Test: Panasonic DMC-LX100 - kompakte GH4 für die Hosentasche? Mo, 9.Februar 2015


[nach oben]


[nach oben]
















passende Forenbeiträge zum Thema
Cinema-Kamera:
MFT Objektive // Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Red Scarlet-W Black shading
Sony A7 III wie C300 aussehen lassen
Sony Nex FS100 nimmt lange Filme mit Unterbrechungen auf
Passende Speichermedien im Paket: Angelbird Match Pack Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K
Neues S35 RED DRAGON-X Brain, Camera Kit und Production Module
Kinefinity Mavo LF
mehr Beiträge zum Thema Cinema-Kamera


Specialsschraeg
27. Juni - 6. Juli / München
Filmfest München
11-14. Juli / Ludwigsburg
NaturVision Filmfestival
8-12. August / Weiterstadt
Open Air Filmfest Weiterstadt
10-20. August / Oestrich-Winkel
Kurzfilmfestival Shorts at Moonlight
alle Termine und Einreichfristen


update am 25.Juni 2019 - 15:23
slashCAM
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*