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Test : Canon EOS C500 Mark II: Modulare Vollformat-Kamera mit 6K RAW und Dual Pixel AF - Teil 1: Hauttöne, Autofokus

von Do, 24.Oktober 2019 | 3 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

 Einleitung
 Hauttöne / RAW-LOG-LUT / Schärfeeindruck

Hier unser Test zur neuen Canon EOS C500 MKII in der Praxis. Die neue C500 MKII bietet mit ihrer internen 6K RAW-Aufnahme und dem nochmals verbesserten Dual Pixel Autofokus technische Spezifikationen vom Feinsten in einem hochmodularen Gehäuse. Tatsächlich wildert die Canon mit ihrer internen 6K RAW-Aufnahme sogar in RED-Gefilden. Wir haben uns Hauttöne, 12 Bit RAW und 10 Bit LOG XF-AVC, den verbesserten Dual Pixel Autofokus, interne 10 Bit 4K 60p Aufnahme, Vollformat-, S35- und S16-Sensor-Readouts, Ergonomie, Akkulaufzeiten und vieles mehr angeschaut …

Vorab wie stets unser diesmal etwas ausführlichere Testclip mit der C500 MKII und Caro bei dem es Hauttöne bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, den Dual Pixel Autofokus, diverse Sensorreadouts, internes 6K RAW in 60 und 24p, 4K 10 Bit XF-AVC und mehr zu sehen gibt.



Zum Einsatz kam an der Canon C500 MKII vor allem das aktuelle Canon EF 24-70mm f/2.8L II USM, aber auch das von uns sehr geschätzte Canon EF 35mm f/2 IS USM sowie kurz das EF 24-105mm f/4L IS II USM. An Licht stand wie stets nur Tageslicht vor Ort ohne weitere Modifikationen zur Verfügung.

Vollformat Canon EOS C500 MKII mit interner 6K 12 Bit RAW-Aufnahme





Hauttöne / RAW-LOG-LUT / Schärfeeindruck



Die Canon EOS C5000 Mark II nimmt intern 6K RAW (5952x3140 Pixel in Canon Cinema RAW Light) mit max 24fps in 12 Bit oder 6K RAW bis max. 60p in 10 Bit auf. Allein mit diesen beiden internen (!) RAW-Vollformat-Aufnahmeformaten reiht sich die Canon EOS C500 MK II in ein Segment ein, das vor nicht allzu langer Zeit noch ausschließlich High-End Cinema-Kameras vorbehalten war (und vielfach immer noch ist.)

Canon EOS C500 Mark II im Cine-Ausbau


Verwundern tut dies nicht weiter - schließlich verrichtet in der Canon EOS C500 MKII der gleiche Sensor seinen Dienst wie in Canon`s Vollformat Cine-Boliden C700 FF.

Allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass die neue C500 MKII für ihre 6K RAW-Aufnahmen keinen externen Recorder (wie die große Schwester und andere Cine-Kameras) benötigt, sondern Dank (komprimiertem) RAW Cinema RAW Light das 12 Bit 6K RAW-Material intern auf CFexpress Karten in einem ziemlich kompakten Gehäuse (auf Dual-Cardslots) wegschreibt (mehr zur Ergonomie/Handling im eigenen Kapitel).

Canon EOS C500 MKII @ F2.8, 6K RAW 12 Bit, Full Sensor Readout, 24 fps, 180°


Die Hauttonreproduktion der Canon EOS C500 MKII liegt auf angenehm hohem Niveau. Sowohl beim RAW- als auch beim XF-AVC-Material der Canon EOS C500 MKII hat uns gut gefallen, mit wie wenig Aufwand man in der Postproduktion zu ansprechenden Hauttönen kommt. Hier kann Canon auf sein umfassendes Farbknowhow zurückgreifen, das sich auch in der mächtigen, hauseigenen LUT-Bibliothek wiederfindet (deutlich über 100 LUTs), die wir hier in DaVinci Resolve 16.1 auch für RAW und LOG-Aufnahmen genutzt haben.

Die Hauttöne der Canon EOS C500 MKII bleiben bei unseren Testshots auch über schwierigere Lichtverhältnisse angenehm stabil und fein abgestuft. Schön zu sehen bei unseren einleitenden Aufnahmen mit Caro im Gegenlicht mit direkter Sonne von vorne.

Bei den Portrait/Beauty-Shots im ersten Kapitel unseres Testclips mischen wir sowohl 10 und 12 Bit 6K RAW als auch 4K 10 Bit XF-AVC Material. Am besten selbst hier mal schauen und eine Meinung bilden - für unser Auge funktioniert das ziemlich gut (was bei anderen Kameras nicht zwangsläufig der Fall ist) ... für uns ein Fingerzeig vor allem in Richtung der Güte des 10 Bit XF-AVC Materials.

Canon EOS C500 MKII, Rec709, 4K, 10 Bit XF-AVC


Auffällig fanden wir darüber hinaus, wie gut das REC 709 der Canon C500 MKII in Sachen Hauttonreproduktion direkt aus der Kamera funtioniert. Hier steckt bei entsprechenden Produktionen viel Zeitspar-Potential ...

Da das Canon RAW Light Material im „Canon CinemaGamut“ Farbraum aufgenommen wird, haben wir für unser schnelles Grading auch die entsprechende LUT nach 709 (in der von uns bevorzugtem Wide-DRVariante) angewandt. Außer einer minimalen Gamma- und ggf. moderaten Farbkorrektur haben wir zumeist nicht weiter in den RAW- bzw. LOG-LUT-Workflow eingegriffen. Damit stellt Canon hier einen angenehm einfachen RAW-Workflow zur Verfügung, der bei Bedarf auch schnelle Turnarounds erlaubt.

Canon C500 MKII @ f2.8, 6K 10 Bit RAW, 60 fps, Full Sensor Readout


Als insgesamt sehr hochwertig empfinden wir den Schärfe-/ Auflösungseindruck der C500 MKII. Hierzu tragen unserer Meinung nach mehrere Faktoren bei:

1.) Wie wir bereits im slashCAM Testlabor festgestellt haben, bewegt sich sowohl das von 6K auf 4K in der Postproduktion sowie das bereits In- Kamera auf 4K herunterskalierte 4K-Material auf Referenzniveau bei der Auflösung (ähnlich wie bei der S1/S1H).
2.) Zusammen mit dem sehr zuverlässigen Dual-Pixel Autofokus System und
3.) dem für Vollformat bemerkenswert geringen Rolling-Shutter der C500 MKII ergibt sich insgesamt eine sehr hochwertige Anmutung bei der Detaillauflösung (ohne überschärft zu wirken).

Dual Pixel AF


3 Seiten:
Einleitung / Hauttöne / RAW-LOG-LUT / Schärfeeindruck
Dual Pixel AF
  

[15 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
srone    00:53 am 28.10.2019
nö, es gilt, schärfe im kontext zu betrachten, der pro-mist ist das i-tüpfelchen, wenn man es cinematisch mag...:-) lg srone
Stevenson    00:46 am 28.10.2019
Vario-ND ist ein Muss für alle Freunde und Follower von David Hamilton, erspart den Pro-Mist! Schärfe wird einfach überbewertet...
wolfgang    09:44 am 26.10.2019
Na offenbar einer der sich von Amateurfilmern beleidigt füllt? Was eher hinter den Profistatus ein großes Fragezeichen machen dürfte .... :) Aber auch ein Autofokus ist dann...weiterlesen
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