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Ratgeber : Mobile Audio-Helfer – Vier Fieldrecoder kurz betrachtet

von Sa, 5.September 2009 | 7 Seiten | diesen Artikel auf einer Seite lesen

  Einleitung
  Internes Mikrofon = suboptimal
  Bild und Ton getrennt
  Synchronisation im Schnitt
  Ausgewählte Modelle
  Swissonic MDR-2
  M-Audio Microtrack II
  Zoom H-2
  Zoom H-4n

Mini-Audio-Recorder, die auf Festspeicher aufzeichnen sind bei vielen Filmern schwer in Mode. Wir wollten einmal exemplarisch zeigen, was an solchen Geräten zu beachten ist und wie sie jedermann in in der Video-Praxis gewinnbringend einsetzen kann.



Grundsätzlich sind mobile Audio-Recorder (oder im Fachjargon Field-Recorder) nichts neues. Schon immer wurde bei professionellen Aufnahmen der Ton von einem Ton-Assistenten auf einem externen Audio-Recorder mitgeschnitten. Neu ist jedoch, dass durch Digitaltechnik eine sehr gute Klangqualität nun auch für jedermann bezahlbar ist. Außerdem können die Geräte auch durch ein fehlendes mechanisches Laufwerk nun entsprechend klein gebaut werden , dass man sie jederzeit ohne großen Aufwand zum Dreh mitnehmen kann. Doch wofür braucht man ein solches Gerät, wenn auch die Kamera ein Mikrofon besitzt?



Internes Mikrofon = suboptimal



Ganz einfach: Selbst ein passables Klangbild bekommt man mit einem internen Camcorder-Mikro praktisch niemals hin. Denn der Abstand vom gefilmten Objekt zur Kamera ist meistens zu weit, um z.B. Sprache ohne viel Raumhall oder Umgebungsgeräusche (sog. „Athmo“) aufzunehmen. Dazu haben Camcorder oft noch mit Band- und anderen Störgeräuschen (Zoommotoren, Berührungsschall und neuerdings auch wieder Lüfter) zu kämpfen, die ebenfalls schnell auf der Tonspur landen.

Eine Lösung könnte auf den ersten Blick auch ein zusätzlicher Mikrofon-Eingang bringen. Doch selbst dieser ist bei neueren Modellen oft kein Garant für eine manuelle Aussteuerungsmöglichkeit. Dazu ist es oft hinderlich, wenn ein langes Tonkabel beim Filmen aus dem Camcorder hängt. Und nicht zuletzt ist der Kameramann dann automatisch für die Aussteuerung zuständig, was nicht unbedingt zur „Bildkonzentration“ beiträgt.



Bild und Ton getrennt



Am besten ist es daher, wenn ein Mitarbeiter sich separat um den Ton kümmert. Das bedeutet, er versucht über einen Galgen (=einer Stange mit Halterung) mit dem Mikrofon so nahe wie möglich an die Schallquelle heranzukommen, ohne dass das Mikrofon im Bildausschnitt sichtbar wird. Doch auch als Einzelkämpfer kann man irgendwo unauffällig das Mikrofon oder den Recorder platzieren, aussteuern und sich dann ganz der Filmerei des Objektes widmen. Synchronisiert wird das ganze dann später im Schnitt.

Und das ist leichter als man denkt. Da die einzelnen Dateien meistens mit einem Zeitstempel (und zusätzlich nummeriert) auf der Speicherkarte landen, lassen sich Audio und Videodateien bereits leicht zuordnen, wenn sowohl Recorder- als auch Camcorder-Uhr korrekt eingestellt wurden. Wer sich nicht mal die Mühe machen will, die Zeit aus der Videodatei zu extrahieren, kann auch zum Szenenbeginn einfach eine Digitaluhr mitfilmen. Am professsionellsten ist jedoch eine Filmklappe mit eingebauter Uhr, denn hiermit schlägt man wirklich zwei Fliegen...

Wichtig für die spätere, genaue Synchronisation ist nämlich vor allem ein lautes Geräusch, das klar und deutlich am Anfang der Film-Aufnahme steht. Dieses sieht man dann deutlich sowohl in der Videodatei, als auch in der separaten Audio-Aufnahme. Bei Profis ist dies eben der Knall der Klappe. Wer keine hat, kann jedoch auch einfach laut in die Hände klatschen, das funktioniert genau so gut.

Optimal - Der Knall der Filmklappe erzeugt einen guten Synchonisationspunkt und die digitale Uhr hilft bei der Zuordnung der Szene zur Audiodatei.



Synchronisation im Schnitt


7 Seiten:
Einleitung / Internes Mikrofon = suboptimal / Bild und Ton getrennt
Synchronisation im Schnitt
Ausgewählte Modelle / Swissonic MDR-2
M-Audio Microtrack II
Zoom H-2
Zoom H-4n
    

[11 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
headroom    13:44 am 30.10.2009
Ich brauche seit 18 Monaten 2 Sony PCM50D die Batterien, halten 10 Std und der Klang ist Highend. Die eingeabauten Nierenmiks sind absolute spitze, aber Handhabungsgeräusche sind...weiterlesen
jjpoelli    10:41 am 20.9.2009
Es gibt noch ganz andere Probleme: Wir nutzen den Zoom-H4 (ohne "n") seit ein paar Monaten. Damit zeichnen wir in Stereo 44,1 kHz auf. Die Synchronisation mit unseren...weiterlesen
carstenkurz    01:03 am 9.9.2009
Handbuch Seite 78. Zur Synchronisation lässt sich das nicht nutzen, nur zur Zuweisung getrennt aufgezeichneter Audio/Videodateien, wenn die Videoaufzeichnung auch bandlos...weiterlesen
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