Logo
///  >

Kurztest : slashCHECK - Günstige SATA-SSDs an der Sigma fp

von Do, 5.Dezember 2019 | 2 Seiten (Artikel auf einer Seite)


Nachdem die Sigma fp ja "nur" die Samsung T5 als externe SSDs für die RAW-Aufzeichnung zertifiziert hat, fragen sich sicherlich viele Anwender, ob man nicht einfach eine externe SSD über einen USB-C-Adapter Kabel an die Kamera anschließen kann. Denn aktuell kostet das kleinste zertifizierte Modell für RAW-Aufzeichnung - die 1TB-Variante der Samsung T5 - immer noch über 160 Euro, wenn man nicht gerade ein günstiges Angebot erwischt.



Bei vielen SATA3-SSDs im 2,5-Zoll Formfaktor bekommt man dagegen das Gigabyte oft schon deutlich unter 100 Euro, was sich gerade bei dem enormen RAW-Speicherhunger der Sigma fp schnell lohnen könnte. Denn 1 TB entsprechen hier nicht einmal einer Stunde externer 4K/24p RAW Aufzeichnung mit 12 Bit.

Die Anforderungen an Kabel und SSD sind auf dem Papier nicht einmal sonderlich hoch, solange alles nach Spezifikation arbeitet. Über den SATA-III Anschluss sollten mindestens 500 MB/s zu übertragen sein und über eine normgerechte USB 3.1 USB-C Verbindung sollte selbst in der kleinsten 5 GBit/s Variante ebenfalls locker über 500MB/s möglich sein. Also weitaus mehr als die von Sigma maximal geforderten 300 MB/s.

Wir haben hierfür zwei verschiedene Adapterkabel ausprobiert. Einmal ein No-Name Kabel aus unserem Fundus und einmal ein SATA-USB-C Adapterkabel, das auf dem Papier die Spezifikation erfüllte: In unserem Fall ein EasyULT USB C SATA-Kabel (Genauere Bezeichnung: USB 3.1 Type C auf SATA III 2.5" Festplattenadapter für 2,5-SATA HDD SSD 7 + 15 Pin,Thunderbolt 3 kompatibel - SATA I/II/III)



Da es sich um ein Kabel mit USB-C-Stecker handelt ist die "Installation" kinderleicht. Strom und Daten werden über ein Kabel und einen Anschluss übertragen, man muss die SSD also einfach nur auf das Kabel stecken. Da SSDs auch nicht sonderlich viel wiegen, kann man theoretisch die Platte sogar einfach am Strang baumeln lassen, jedoch würden wir sie beim Dreh dennoch sicherheitshalber irgendwie fixieren.

Da wir die Verbindung selbst testen wollten haben wir als Test-SSD eine sehr schnelle Angelbird ATOM X SSD mini von Anglebird benutzt, von der wir wissen, dass sie auch über längere Zeit Schreibraten von ca. 420 MB/s ermöglicht. Diese Datenraten erreicht die SSD auch kontinuierlich am PC, egal ob wir sie intern, über große USB 3.1-Adapter-Stecker oder unsere genutzten USB-C-Kabel anschlossen.

Damit die Sigma fp die SSD überhaupt als Datenträger zur RAW-Aufzeichnung erkennt, muss diese zwingend mit exFAT formatiert sein. Danach verhält sich diese Kabel-SSD Kombination an der Sigma fp auf den ersten Blick wie wie die von uns bisher genutzte Samsung T5. Allerdings kommt es trotz der hohen Datenraten über 400 MB/s und gleicher Formatierung (exFAT mit 128 kb Clustergröße) immer wieder zum Abbruch der Aufnahme nach unbestimmter Zeit. Und das mit beiden Kabeln.

Auch mit anderen SATA-SSDs gelang uns keine zuverlässige Aufnahme. Dies ist insofern verwunderlich, weil die Samsung T5 am PC über USB fast identische Schreib- und Leseraten liefert wie die von uns getestete Kombination (ca. 415 MB/s kontinuierlich Schreiben und Lesen).



Fazit



So können wir an dieser Stelle als Fazit aktuell nur davon abraten, die Sigma fp mit einer SATA-SSD zu betreiben. Es ist zwar möglich, dass sich eine Kombination aus schneller SSDs und passendem Adapter-Kabel finden lässt, jedoch ist hierfür (wenn überhaupt) nur ein ausgiebiges Testen diverser Kombinationen von Nöten. Der einfache Griff zu einem "normalen" Adpaterkabel tuts jedenfalls nicht zuverlässig.

Dazu sollte man nicht vergessen, dass wirklich günstige SSDs die notwendigen Datenraten von über 300 MB/s in der Regel nicht kontinuierlich halten können. Echte Einsparungseffekte ergeben sich daher erst, wenn man bereits mehrere schnelle SSDs besitzt oder besonders günstig erwerben kann. Ansonsten lohnt es sich wahrscheinlich mehr, ein gutes Angebot der Samsung T5 abzuwarten...

[UPDATE:] Wir haben mittlerweile eine funktionierende Kombination gefunden und dazu einen weiteren Artikel verfasst.


  

[16 Leserkommentare] [Kommentar schreiben]   Letzte Kommentare:
Framerate25    14:59 am 9.1.2020
Keine Ahnung Frank. Mit schwarzer Magie setze ich mich grundsätzlich nicht auseinander. 😅 Ansonsten, ja, irgendwie müssen die Nullen und Einsen ja aufs Tablett. Hilft...weiterlesen
Frank Glencairn    14:55 am 9.1.2020
Gibt's ja seit Jahren bei BM :-) Sag das mal den Leuten, denen ein Nija schon zu aufwändig zum mitschleppen ist.
Framerate25    13:14 am 9.1.2020
Hm, interne SSD‘ s wären schon was feines. Besser noch Drahtlosübertragung aufn Schleppi.
[ Alle Kommentare ganz lesen]

Artikel zum selben Thema:

Kurztest: slashCHECK / Nachgereicht - Günstige SATA-SSDs an der Sigma fp Teil 2 Mi, 15.Januar 2020
Test: Sigma fp in der Praxis: Pocket Cinema in Vollformat? 12 Bit 4K-RAW (extern), Hauttöne, Ergonomie, uvm. Di, 26.November 2019
Test: Vollformat RAW für 2000 Euro? Die Sensor-Bildqualität der Sigma fp in 4K und FullHD Do, 14.November 2019

Weitere Artikel:


Kurztest: LaCie 2Big Dock Thunderbolt 3 mit 20 TB Do, 1.März 2018
Hier unser erster Kurztest zum kompakten LaCie 2Big Dock Thunderbolt 3 mit 20 TB inkl.: Pro & Contra, Video-Datenraten, Dock-Betrieb am 4K-Monitor via Displayport mit Thunderbolt 3 und USB 3.1 sowie einem Blick auf den integrierten SD- und CF-Cardreader …
Kurztest: iPad – zurück auf der Enterprise Mi, 22.Dezember 2010
Wir hatten kurz vor Weihnachten die Gelegenheit, Apples iPad einem Kurztest zu unterziehen. Wir haben es in Sachen Videofunktionalität etwas genauer betrachtet und uns Gedanken darüber gemacht, wo wir grundsätzlich dessen Stärken und Schwächen sehen, und was wir uns für die Zukunft von dieser neuen Geräteklasse erhoffen …
Test: Manfrotto Fluid-Videokopf 504X: Modularer Slider- und Stativ-Videokopf mit vielen Neuerungen Di, 27.Oktober 2020
Die 504er Fluid-Videokopfserie von Manfrotto dürfte zu den bekanntesten Einsteiger-Stativköpfen überhaupt zählen. Für 2020 hat Manfrotto jetzt den 504HD zum 504X weiterentwickelt und dabei so viele grundlegenden Neuerungen eingeführt, dass man fast auch von einem komplett neuen Kopf sprechen könnte...
Test: DJI Mavic Air 2 im Praxistest: 4K 50p, D-Cinelike, neuer Controller - die bessere Mavic? Di, 28.April 2020
DJI hat heute seine neue Mavic Air 2 Drohne vorgestellt und wir hatten vorab Gelegenheit zu einem ersten Praxistest. Mit der DJI Mavic Air 2 bietet erstmalig eine Drohne der Mavic-Familie Bildraten von max 50/60p bei 4K Auflösung. Hinzu kommt das D-Cinelike Farbprofile, mehr manuelle Einstellmöglichkeiten, ein neuer Controller und vieles mehr.
Test: Miller CX2 75mm Fluidkopf und Sprinter II Carbon Stativ - Sachtler-Alternative? Di, 18.Februar 2020
Glosse: NAB 2019: Tschüß VR & Drohnen - Hallo Super 35 und 8K! // NAB 2019 Fr, 19.April 2019
Test: High End Litepanels Gemini 1x1 Soft LED - inkl. LUX, CRI und TLCI Messung // NAB 2019 Do, 4.April 2019
Test: High-End Gitzo Systematic 3 Stativ für Video umrüsten: Modulares Leichtgewicht mit 25kg (!) Traglast Mi, 20.März 2019


[nach oben]


[nach oben]















Artikel-Übersicht



Artikel-Kategorien:



update am 29.November 2020 - 12:33
ist ein Projekt der channelunit GmbH
*Datenschutzhinweis*